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Meine neuen DVDs und Videospiele




Natürlich kaufe ich Filme mittlerweile fast ausschließlich auf Blu-ray, doch gerade weil man DVDs jetzt teilweise für ein paar Euro hinterher geschmissen bekommt, schlag ich auch da manchmal zu. Oder natürlich wenn ein Film nur auf DVD erhältlich ist - und das gibt's häufiger als man denkt. Hier also nochmal tüchtig DVD-Nachschub:


  • American Ninja IV - Die Vernichtung
  • American Ninja III - Die blutige Jagd
  • Arschkalt
  • Full of It - Lügen werden wahr
  • Leroy
  • Phantoms
  • Stuart Little III - Ruf der Wildnis
  • Superstau
  • Tagebuch eines Skandals
  • Verliebt und ausgeflippt

  • Comedy Street XXL - Staffel II
  • Comedy Street XXL - Staffel I
  • Eureka - Die geheime Stadt Season IV
  • Eureka - Die geheime Stadt Season III
  • Stromberg - Staffel V (die Limited-Pop-Up-Edition)
  • Stromberg - Staffel IV (die Limited-Edition)
  • Supernatural - Season V
  • Supernatural - Season IV
  • The Godthumb
  • TV Total - 10 Jahre: Die Jubiläums-DVD



Mit "Superstau" kann ich eeendlich eine der kultigsten deutschen Komödien in meine Sammlung aufnehmen. Lange Zeit gab es keine offizielle DVD-Veröffentlichung des Films.. aber sollte ich etwa zum Bootleg greifen? Nicht mit mir, nicht mit Commander!! "Leroy" und "Arschkalt" sind ebenfalls zwei deutsche Produktionen, die ich durchaus empfehlen kann. Mit Teil 3+4 ist die "American Fighter"-Reihe nun beinahe vollständig. Sobald Teil 5 erscheint, werd ich mir die alle auch nochmal reinziehen.

Leider fehlt die tolle Weihnachts-Episode bei der vierten Season von "Eureka", aber da die vor kurzem endlich bei uns ausgestrahlt wurde, hoffe ich dass die dann auf die Season-5-Box mit draufgepackt wird. Wehe wenn nicht.. Zu "Stromberg" brauche ich wohl nix weiter sagen (MUSS man gesehen haben) und von den "Thumb"-Filmen fehlt mir jetzt nur noch "The Blair Thumb", dann hab ich alle beisammen. ^^


Um die kommenden, neuen Konsolen brauche ich mir wohl noch keine Gedanken machen, immerhin liegen bei mir noch genug Games für die 360 auf Halde - unter anderem nun auch diese hier:


XBOX 360:
  • Burnout - Paradise (die Ultimate-Box-Edition)
  • Fallout III (ab18; natürlich uncut; die Game-of-the-Year-Edition)
  • Grand Theft Auto IV (ab18; die Complete-Edition)
  • Race Driver GRID (die Reloaded-Edition)
  • Star Wars - The Force Unleashed (die Ultimate-Sith-Edition)



Gut Ding will Weile haben. Und bei Spielen lohnt sich das Warten nicht nur weil man die Titel später deutlich günstiger bekommen kann, sondern weil man darüber hinaus oft auch mit GotY-Editions oder ähnlich betitelten Veröffentlichungen belohnt wird, die vorher kostenpflichtige DLCs mit auf der Disk haben oder zumindest Codes, um diese herunterzuladen. Bei meinen fünf Neuzugängen trifft das zu und da sag ich doch nicht nein.


CU next time!
30.5.13 20:55


Mein Film-Monat - April 2013

Außer den unten ausführlicher besprochenen Filmen hab ich mir im April auch "Drive" und "Gulliver's Reisen" (mit Jack Black) angesehen. Beide ganz okay, aber bestimmt nix was ich meiner Filmsammlung hinzufügen würde.


"Mama"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 01.04.13)

Kennt Ihr den "LOST-Effekt"? Ihr schaut eine Serie oder einen Film und solange dargebotene Geheimnisse, mysteriöse Ereignisse und Rätsel nur angedeutet und nicht abschließend erklärt werden, verfolgt man gespannt das Geschehen und sehnt sich sogar passende Auflösungen herbei. Wenn es dann allerdings soweit ist, kippt die (hohe) Erwartungshaltung nicht selten in Enttäuschung um. Die Erklärungen, die die Geschichte eigentlich zu einem runden Abschluss bringen sollen, fügen sich nicht recht ein, sind zu abstrus, zu weit hergeholt, "billig" oder selbst zu unverständlich. Bei Gruselfilmen wie "Mama" verliert der Schrecken auch sehr rapide seine Wirkung, wenn man als Zuschauer in der zweiten Hälfte mit unnötigen Hintergrundinformationen und einer zu starken, vordergründigen Präsenz des Horrors konfrontiert wird. Schade, aber für mich hat das Ende des Films in der Tat einiges kaputt gemacht. Wobei dieser Fakt allein natürlich nicht dafür verantwortlich ist, dass ich nur eine "4+" vergebe. Wie heißt es in Beurteilungsschreiben immer so schön? "Er hat sich stets bemüht." Das trifft auch definitiv auf diesen Grusler zu, der handwirklich absolut grundsolide umgesetzt und mit allen gängigen Genre-Versatzstücken versehen wurde. Flackernde Lichter, unheimliche Geräusche und Schatten, vorbeihuschende Gestalten in der Dunkelheit - alles da und alles nett gemacht. Leider habe ich mich nicht ein einziges Mal wirklich erschreckt und das sollte man ja von solch einem Film durchaus erwarten dürfen. Nun muss man auf jeden Fall erwähnen, dass Horrorfilme mit die ungeeignetsten Kandidaten für eine Sneak Preview in Siegen sind, da unser leider von viel zu vielen asozialen Arschlöchern durchtränktes Publikum die für das Genre notwendige Gruselatmosphäre durch dauerndes Gelaber, Gekicher und Gelächter meistens schon im Ansatz erstickt - so auch in diesem Fall. Ich kann daher nicht sagen, ob "Mama" ohne die lästigen Störungen nicht vielleicht besser auf mich gewirkt hätte - möglich wär's. Wie dem auch sei, aus meiner Sicht fehlen sowieso die innovativen Elemente, die raffinierten Ideen, die Überraschungen. Zu sehr stützt man sich auf Altbewährtes (allein die eigentlich überflüssigen Nebenfiguren, bei denen man direkt weiß dass sie nur ihre paar Szenen erhalten um als dankbare Opfer zu enden) und davon gibt es einfach schon mehr als genug. Gute Darsteller, eine solide Inszenierung, durchaus atmosphärische Momente und einige exzellente Kameraeinstellungen (ich sag nur: Tauziehen! ^^) sprechen unter'm Strich durchaus FÜR dieses u.a. von Guillermo del Toro produzierte Horrormärchen. Wer das Genre mag, darf durchaus einen Blick riskieren, denn nur weil "Mama" mich persönlich nicht sooo sehr geflasht hat, muss das ja nicht für Euch gelten..
Von mir gibt's 5/10 aus der Wand krabbelnde Motten - oder halt die Note 4+

P.S. Es gibt auch einen Shortfilm, auf dem die Langfassung beruht!



"Stoker"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 08.04.13)

Just als India 18 Jahre alt wird, stirbt ihr Vater bei einem Autounfall und Onkel Charlie, von dem sie bisher nichts wusste, tritt in ihr Leben. Er zieht prompt zu India und ihrer Mutter Evelyn auf's Familienanwesen und es stellt sich heraus dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt...
Hmm. Ein wirklich seltsamer Film. Ganz klar liegt der Fokus hier bei "Style over Substance", d.h. es wird mehr Wert auf eine stilisierte Inszenierung mit ästhetischen Bildkompositionen, Symbolik, präziser Tontechnik und anderen Sperenzchen gelegt, als auf die eigentliche Handlung. Das kommt bei vielen sicher gut an, ICH konnte damit aber leider nicht wirklich was anfangen. Klar, die Leistungen der Darsteller (u.a. Nicole Kidman) sind gut, die eingestreuten Mystery-Elemente mag ich auch und der Film schafft es über weite Strecken, in mir eine Neugier aufrecht zu erhalten. Eine Neugier darauf, was es mit Onkel Charlie auf sich hat und worauf das ganze am Ende hinaus läuft. Aber das reicht nicht aus, um den kompletten Film zu tragen, wenn auf der anderen Seite langatmige und nervig verwirrende Szenen gepaart mit surreal wirkenden Sequenzen und die auf mich einfach ziemlich befremdlich wirkende Inszenierung für erheblichen Verdruss sorgen. Und das geht ja leider vom Anfang bis zum Ende so. Vielleicht bin ich ein Banause, weil ich den außergewöhnlichen Stil von "Stoker" nicht zu schätzen weiß, aber dann bin ich ehrlich gesagt gerne Banause. ^^ Die zwei einsamen Highlights dieses Familien-Thriller-Puzzle-Dramas sind für mich der im Hintergrund mehrmals laufende Song "Summer Wine" (ich LIEBE das Lied!) und ein wirklich beeindruckender Szenenübergang (Stichwort: Evelyns Haare), ansonsten gilt: Muss ich nicht haben!
Von mir gibt's 2/10 das Bein hinaufkrabbelnde Spinnen - oder halt die Note 5



"Die Frau des Zeitreisenden"

(im TV gesehen am 10.04.13)

Eine Gen-Anomalie lässt Henry seit er klein ist immer wieder unvermittelt durch die Zeit reisen, mal in die Vergangenheit und mal in die Zukunft. Er kann dabei weder beeinflussen wann das passiert oder wie lange er weg ist, noch weiß er wohin es ihn dabei verschlägt. Für die Beziehung zu seiner großen Liebe Clare, die sich nach etwas Normalität sehnt und auch ein Kind möchte, ist seine ungewöhnliche "Fähigkeit" zunehmend eine Belastung...
Beim Thema Zeitreisen bin ich natürlich immer sofort mit dabei, gegen die Vermischung mit einer schönen Romanze habe ich ebenfalls nichts einzuwenden. Der Film lässt uns an der durch die ständigen Zeitsprünge etwas kompliziert anmutenden Beziehung von Henry und Clare teilhaben, interessant werden die Entwicklungen vor allem dadurch, dass Henrys Leben sozusagen in verschiedenen Zeitebenen verläuft. Er trifft seine Frau z.B. als kleines Mädchen, in der Gegenwart ist er ihr dagegen bereits bekannt, obwohl sie ihm noch fremd ist. Außerdem heiratet Clare eine ältere Version von Henry, ja und den gemeinsamen Nachwuchs kann Henry schon in Augenschein nehmen, bevor er überhaupt auf die Welt gekommen ist. ^^ Mir hat dieses Zeitreise-Durcheinander sehr gut gefallen, es wirkt auch in sich recht schlüssig und von Anfang an unheimlich faszinierend. Klar, einige Fragen bleiben unbeantwortet, aber große Logiklöcher konnte ich ehrlich gesagt nie ausmachen. Wär aber auch wurscht, denn eigentlich geht es ja um eine schön erzählte Liebesgeschichte, die hier eben mal erfrischend anders angegangen wird. Während vielen Paaren der normale Alltag Probleme bereitet, sehnen sich die Protagonisten in "Die Frau des Zeitreisenden" nach genau dieser Normalität. Zeitreisen sind hier auch eher Fluch als Segen.. von einem ertricksten Lottogewinn mal abgesehen. *g* Eric Bana macht seine Sache übrigens ebenso gut wie die bezaubernde Rachel McAdams, schade nur dass wirklich gefühlvolle und dem Zuschauer ans Herz gehende Szenen etwas arg rar gesäht sind. Da hapert es wohl ein wenig am Script und leider auch an der Inszenierung des deutschen Regisseurs Robert Schwentke. Sei's drum, trotz verschenktem Potential kann ich diesen Streifen jedem Freund von Beziehungsdramen und der Zeitreise-Thematik absolut empfehlen!
Von mir gibt's 7/10 aus dem nichts auftauchende nackte Männer - oder halt die Note 2-



"Das Leben ist nichts für Feiglinge"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 15.04.13)

Als seine Frau stirbt, versucht sich Markus vor allem wegen der gemeinsamen Teenager-Tochter Kim zusammenzureißen, trotzdem entgleitet sie ihm immer mehr. Hinzu kommt die Krebsdiagnose seiner Mutter Gerlinde, die Markus ihre Krankheit zunächst erfolgreich verheimlicht, um ihn damit nicht zusätzlich zu belasten. Eines Tages brennt Kim mit einem rebellischen Schulfreund nach Dänemark durch und Markus reist ihr zusammen mit Gerlinde und deren Pflegerin Paula hinterher...
Tod und Trauer, Familienzusammenhalt und -entfremdung, schwere Krankheit.. Ja, "Das Leben ist nichts für Feiglinge" widmet sich ernsten Themen und wirft als Tragikomödie doch auch genügend lakonischen Humor mit in die Waagschale. Eine schwierige Gratwanderung, die allerdings hervorragend gelingt. Nicht zuletzt ist dies wohl den hervorragenden Darstellern zu verdanken, allen voran Wotan Wilke Möhring, die emotionale, ernste Momente genauso überzeugend rüberbringen wie die immer wieder wunderbar passend eingestreuten, oft zynischen und der Auflockerung dienenden witzigen Szenen. Sogar der Krebs bekommt hier sein Fett weg - toll! Leider ist das Erzählmuster des Films alles andere als originell und das macht sich in der zweiten Hälfte durchaus auch negativ bemerkbar, wobei mich vor allem der Storyteil um Kim und den aufmüpfigen Alex (Frederick Lau ist der einzige Makel im Cast) eher gelangweilt bis genervt hat. Schade, aber unter'm Strich bleibt immer noch eine interessante, gleichwohl lockere wie tiefgehende Betrachtung einer durch Schicksalsschläge gebeutelten Familie, deren Beziehungen zueinander charmant und authentisch dargestellt werden. Für einen deutschen Film durchaus respektabel, für die Sneak sowieso. ^^
Von mir gibt's 5/10 gegen Schmerzen verabreichte Kekse - oder halt die Note 3-



"Oblivion"

(im Kino gesehen am 16.04.13)

Vor 60 Jahren befand sich die Menschheit im Krieg gegen außerirdische Invasoren, ein zerstörter Mond und radioaktive Verseuchung machten daraufhin eine Umsiedlung auf den Saturn-Mond Titan notwendig. Jack und seine Partnerin Victoria sind noch auf der Erde stationiert, um die wichtige Förderung von Ressourcen zu überwachen. Als eines Tages ein Raumschiff abstürzt und es Jack gelingt, eine der menschlichen Insassen zu retten, beginnt sein Weltbild gehörig ins Wanken zu geraten...
Ein postapokalyptisches Szenario, die zerstörte Erde nach einer Alien-Invasion - typischerweise erwartet man da einen dreckigen, dunklen Look. Doch da hat man die Rechnung ohne Regisseur Joseph Kosinski ("Tron Legacy") gemacht. Natürlich ist unser Blauer Planet total verwüstet, dem steht aber elegante, extrem saubere, fast schon sterile Technik in Form von Jacks "Skytower" und seinem Raumschiff gegenüber. Zusammen mit den genrell sehr tageslicht-freundlichen und von wunderschönen Hintergründen untermalten Bildern entsteht dadurch ein ungemein faszinierender Look, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Auch inhaltlich macht "Oblivion" vieles richtig: Zwar weiß man als Zuschauer ziemlich schnell, dass an Jacks Mission etwas mächtig faul ist, doch der Weg zur "Wahrheit" wird interessant und spannend erzählt. Gerade die ungewöhnlich ruhige, langsame erste Hälfte des Films hat mir sehr gut gefallen, man bekommt genügend Zeit diese Welt, in der Jack sich befindet, kennenzulernen, und dank der eben erwähnten stimmungsvollen Optik wird das auch zu keiner Sekunde langweilig. Action gibt es vor allem später natürlich auch immer mal wieder, positiv hervorheben darf ich an dieser Stelle die ruhige Kameraführung und die exzellenten Special-Effects. Nun ist "Oblivion" natürlich ganz klar als Blockbuster konzipiert und macht hier und da vielleicht etwas arg große Zugeständnisse ans Mainstream-Publikum - Klischees bleiben also nicht aus und a bisserl mehr Mut hätte den Machern beim an sich sehr durchdachten Handlungsablauf nicht geschadet. Das sind für mich aber keine allzu tragischen Kritikpunkte, ebensowenig übrigens die zahlreichen, immer wieder deutlich werdenden Einflüsse anderer Science-Fiction-Filme ("Moon", "Wall-E", "2001" etc.). Es wirkt nie wie ein lieblos zusammengeklautes Sammelsurium und nur dann gäbe es imho einen Grund zu meckern. Hey, es gibt mittlerweile so viele Genre-Klassiker, da isses eh schwer etwas komplett neues zu erschaffen! ^^ Mir jedenfalls hat das neue Werk mit Tom "Scientology" Cruise (der auch nie altert, kann das? *g*) echt gefallen, allein der herausragende Look war es für mich wert, den Film auf der großen Leinwand zu sehen. "Oblivion" ist kein Meisterwerk, aber ein mehr als gelungener Beitrag im Science-Fiction-Genre!
Von mir gibt's 8/10 schick beleuchtete Swimmingpools über den Wolken - oder halt die Note 2



"Dredd"

(auf BD - in 3D - gesehen am 19.04.13)

Richter, Geschworene und Vollstrecker? Ah wat, Gewaltenteilung my ass! So zumindest sieht's in der Zukunft aus, in der Verbrechen und Gewalt förmlich explodieren und nur die sogenannten "Judges" noch halbwegs für Ordnung sorgen. Das kommt Euch bekannt vor? Kein Wunder, denn 1995 gab es schon einmal eine Verfilmung der Comics rund um Judge Dredd, einen der besten und härtesten Gesetzeshüter, der nicht gerade zimperlich mit dem Verbrecher-Abschaum umgeht. Ich habe mir kürzlich mit einem Kumpel "Judge Dredd" und "Dredd" (in 3D) direkt hintereinander angesehen und wir waren uns beide einig, dass die Neufassung ziemlich enttäuscht. War die Handlung beim Stallone-Actioner schon recht dürftig, wird sie bei "Dredd" nahezu auf Null zurückgeschraubt. Unser aller Lieblings-Judge kommt mit der jungen Rekrutin Anderson in ein 200-stöckiges Hochhaus und nach kurzer Zeit wird dieses von der Schurkin "Ma-Ma" komplett abgeriegelt. Nun müssen sich die Guten Stockwerk für Stockwerk bis zum "Levelboss" durchkämpfen - und das war's! Die schlimmsten Befürchtungen wurden dann auch wahr, nach der Abriegelung des Gebäude-Komplexes spielt der restliche Film nahezu ausnahmslos in kargen, langweiligen Hochhaus-Fluren und -Zimmern. Ob das Budget zu gering war oder es an Ideen mangelte.. man weiß es nicht. Insgesamt hat man sich bei den Settings und der Ausstattung kein bisschen Mühe gegeben, von futuristischem bzw. Comic-Flair fehlt leider nahezu jede Spur. Die Stadt sieht nach 08/15 aus ("The Dark Knight" lässt grüßen) und die Uniformen der Judges nach stinknormaler Motorrad-Kleidung, es fahren normale Autos rum, Mutanten oder Roboter sucht man vergebens. Wohlgemerkt entsteht der negative Eindruck natürlich vor allem im Vergleich zum weitaus fantasievolleren ersten Film, der von vorne bis hinten eine faszinierende, futuristische Welt vermittelt und dadurch wesentlich unterhaltsamer ist. Natürlich kann man aus heutiger Sicht sagen, dass manche Effekte (z.B. die Flug-Verfolgungsjagd) etwas veraltet wirken und die Kostüme etwas "billig". Auch nervt Rob Schneider als Sidekick immer mal wieder und mit Stallones "Ich wusste, dass er das sagen würde!"-Spruch übertreibt man's etwas. Aber ansonsten macht der Film vieles richtig, vor allem ist Stallone als Dredd wirklich eine coole Respektsperson, während der neue Dredd eher wie ein normaler Judge unter vielen wirkt. Außer die Mundwinkel grimmig nach unten ziehen kommt von Darsteller Karl Urban nicht viel rüber, idiotischerweise nimmt er seinen Helm auch niemals ab (mir schnurzegal wie das in den Comics ist, für den FILM funktioniert das einfach besser wie es in der Fassung von 1995 gelöst wurde!). Eine schöne Neuerung kommt in Form der telepathischen Fähigkeiten von Rekrutin Anderson daher, das passt absolut in den Film rein. Sie ist bedauerlicherweise die einzige Nebenfigur, die halbwegs Akzente setzen kann, ansonsten gibt's da bis auf "Ma-Ma" niemanden zu nennen. Und hey, "Ma-Ma"? Seriously?? Für unfreiwillige Komik ist dank dieses selten dämlichen Spitznamens natürlich gesorgt, ich frage mich nur ob das Sinn der Sache war. Dieser Charakter bleibt eh furchtbar blass und kann als Bösewicht nicht ansatzweise mit Dredds Bruder aus dem ersten Film mithalten. Dort gab es dann noch Max von Sydow, Jürgen Prochnow.. Aber gut, ich könnte ewig so weiter vergleichen und die 3D-Neufassung würde fast immer den kürzeren ziehen. Wobei die extreme Härte bei der Action in "Dredd" schon Laune macht, mit expliziter Gewaltdarstellung wird nämlich nicht gegeizt. Visuell besonders ansprechend wird's bei den stylishen Zeitlupensequenzen, die in 3D durchaus als Augenschmaus bezeichnet werden können (auch wenn man nach den ersten Einsätzen dieser optischen Spielerei denkt "Okay, wir haben es jetzt langsam begriffen.."). Dass die Verfilmung nun deutlich düsterer, dreckiger und ernster angegangen wurde ist absolut okay und funktioniert stellenweise auch ganz passabel, doch irgendwie kommt die Inszenierung auch sehr seelenlos rüber, der Eindruck eines schlichten "The Raid"-Plagiats lässt sich ebenfalls kaum von der Hand weisen. Insgesamt muss ich sagen, dass "Dredd" eine belanglose Comicverfilmung geworden ist, die zwar mit konsequenter Härte und kompromissloser Action durchaus zeitweise unterhalten kann, die allerdings auf der anderen Seite mit Fantasie- und Ideenlosigkeit, einer extrem mauen Story, laschen Charakteren und letztlich komplett fehlendem Science-Fiction-Flair einfach nur enttäuscht. Denjenigen, die nichts gegen übertriebene Actioner aus den 90ern haben (oder die sich an teilweise veralteten Effekten arg stören - gelle Paddi? ^^), kann ich nur empfehlen beim Stallone-Dredd zu bleiben. Den kann man sich nämlich auch heute noch sehr gut ansehen, er ist gut gealtert!
Von mir gibt's 3/10 auf Stimm-Kommandos hörende Knarren - oder halt die Note 4-

P.S. Eine gänzlich andere Meinung zu "Dredd" könnt Ihr bei Kollege CineKie finden. Geschmäcker und so, Ihr kennt das ja..

P.P.S. Vergleich zwischen neuem und altem Dredd!

P.P.P.S. So ganz unter uns: Wenn Karl Urban keine Zeit gehabt hätte, wäre Angela Merkel perfekt für die Rolle gewesen! ^^

P.P.P.P.S. Kultige Zitate aus "Judge Dredd":

"Wäre es nicht erfrischend, gelegentlich mal Gefühle zu haben, hm?"
"Gefühle... dagegen müsste es ein Gesetz geben."

"5 Jahre? Ich hatte keine Wahl, die haben sich gegenseitig abgeknallt."
"Du konntest zum Fenster raus!"
"Aber 40 Stockwerke? Das wäre Selbstmord gewesen!"
"Gut möglich, aber wenigstens legal."




"The Broken Circle Breakdown"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 22.04.13)

Mögt Ihr Country-Musik? Genauer gesagt Blugrass? Dann ist dieser Film genau das richtige für Euch, denn an eben jener Mucke mangelt es hier ganz sicher nicht. Ich fand das mal ganz okay, muss aber auch sagen dass mir die Stücke irgendwann ein bisschen auf die Nerven gingen - und nach dem Kinobesuch hatte ich prompt leichte Kopfschmerzen.. :D Nun ist "The Broken Circle" (warum zum Geier lässt man bei uns das "Breakdown" weg!? *Kopf --> Tischkante*) natürlich kein Musical, sondern eigentlich die Liebes- und Leidensgeschichte eines ungewöhnlichen Paares. Freigeist Didier auf der einen Seite (er hat mich immer frappierend an Klaas Heufer-Umlauf erinnert! ^^), die tätowierte Elise auf der anderen Seite. Oh und eine Tochter namens Maybelle gibt's auch noch, die mit 6 Jahren an Krebs erkrankt und auch daran stirbt. WAAAH, Tiuri, Du Spoiler-Arsch!! Neiiin, keine Sorge, ich nehme nicht zuviel vorweg, denn aufgrund der verschachtelten Erzählform bekommt man das tragische Ende von Maybelle schon sehr früh mit. Die Szenen in "The Broken Circle" verweben geschickt unterschiedliche Zeitebenen miteinander, Ereignisse aus der Vergangenheit werden so unmittelbar mit der Gegenwart verbunden, was durchaus seinen Reiz hat. Auch weil man manchmal durcheinander kommt und sich anstrengen muss, um das Gesehene klar einzuordnen. Trotz dieses originellen Kniffs können die Macher allerdings nicht kaschieren, dass die Story an sich recht mau geraten ist und bei mir wiegt dieser Punkt gleich doppelt schwer. Ich konnte nämlich zu den beiden Protagonisten nicht wirklich DIE Sympathie aufbauen, die nötig gewesen wäre, um gefesselt und emotional berührt zu werden. Musste man denn auch so eine mit Tattoos übersähte Frau nehmen, bei der ich kotzen könnte wenn ich diese potthässliche Körperverschandelung sehe!? Und musste man Didier unbedingt einige Szenen verpassen, die ihn als absolutes Arschloch dastehen lassen!? Sorry, das hilft dem Film echt nicht unbedingt. Was man dagegen definitiv sagen kann: Die Hauptdarsteller zeigen vor allem in Streitgesprächen eine beeindruckende Spielwut und sorgen dafür dass emotionale Momente durchaus intensiv rüberkommen. Dass nebenbei auch Glauben und Politik ihr Fett wegbekommen, sei nur am Rande erwähnt. Tja was soll ich sagen.. "The Broken Circle Breakdown" punktet mit seinen hin und her springenden Zeitebenen und einigen verdammt intensiven Momenten (dank der tollen Schauspielleistungen), die Geschichte ist allerdings bisserl lame (und ich hab übrigens die Nase langsam voll was das Thema Krebs angeht, das kam in letzter Zeit viel zu oft), Didier und/oder Elise dienen zumindest mir nicht ansatzweise als Identifikationsfiguren, mit der netten Country-Musik übertreibt man es ein wenig und zu lang ist der Film ebenfalls geraten. Alles in allem war's für die Sneak okay.
Von mir gibt's 5/10 an Scheiben donnernde Vögel - oder halt die Note 4+



"Iron Man III"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 29.04.13)

Hallos? Seit wann kommen denn bitte Blockbuster wie "Iron Man III" in der Sneak Preview?? Nicht falsch verstehen, ich habe mich natürlich gefreut, zumal mich die Kinokarte so nur ungefähr die Hälfte gekostet hat (5 Euro kostet der Überraschungsfilm bei uns). Dummerweise hatte ich mir kurz zuvor bereits nichtsahnend die reguläre Kinokarte für den Film gekauft. Für die 3D-Vorstellung. Im großen Kinosaal 1. Da wollte ich zusammen mit einem Kumpel reingehen. Und vorher hätt ich mir gerne die Vorgänger noch einmal angesehen. Das wäre mir insgesamt schon iwie lieber gewesen. Zumal ich für den Umtausch der überflüssigen Karte nun auch am nächsten Tag extra nochmal nach Siegen fahren musste. *grml*
Egal, der Eiserne ist jedenfalls zurück und darf unter neuer Regie seinen nun bereits dritten Solo-Auftritt im Lichtspieltheater absolvieren. Dieses mal bekommt es unser Superheld nicht nur mit dem Terroristen "Mandarin" sowie biologisch veränderten Supermenschen zu tun, sondern auch mit seinen eigenen, inneren Dämonen. Seit den Geschehnissen in New York (siehe "The Avengers") leidet Tony Stark nämlich unter Schlafstörungen und sogar Panikattacken. Ein interessanter Aspekt, der für mehr Charaktertiefe sorgt und auch dafür, dass Stark insgesamt deutlich mehr Screentime als sein Alter Ego zugesprochen wird. Natürlich sollte man keine tiefgründige Dramatik erwarten, diese wäre bei solch einer Art Film auch ziemlich fehl am Platze, trotzdem gelingt es den Machern, der Hauptfigur nochmal neue Facetten abzugewinnen. Und hey, sind wir ehrlich, die Figurenzeichnung ist hier an sich bereits im ersten Teil recht eindeutig festgelegt worden. Wie dem auch sei, Tony Stark ist und bleibt weiterhin der mit Abstand schillernste Superheld im Marvel-Universum, der einerseits mit seiner grenzenlosen Selbstverliebtheit und Arroganz sowie andererseits mit seinem unglaublichen Charme, seiner Coolness und Cleverness zu unterhalten weiß. Bruce Wayne ist ebenfalls stinkreich und verdammt clever - doch den Titel der "coolsten Sau in Town" hätte Stark schon gewonnen ehe Wayne einmal "Alfred" sagen kann. Und dabei müsste man seine immer sehr sehenswerten Auftritte als "Iron Man" gar nicht mal berücksichtigen. Mir persönlich fehlen in allen "Iron Man"-Teilen die richtig überzeugenden Bösewichte, da ist gerade auch der aktuelle Teil keine Ausnahme. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass es von mir für die Reihe keine Höchstnoten gibt (Teil 1: Note 2+, Teil2: Note 2). Schade, mit dem Mandarin hat man hier eine wirklich gute Chance vertan, diesen Umstand zu ändern. Lustiger Storytwist hin oder her... Ein paar Punkte, die mir an "Iron Man III" übrigens auch etwas sauer aufgestoßen sind: Teilweise bekam man den Eindruck, die vielen Rüstungen wären aus Pappmaché und würden beim kleinsten Fingerschnipp schon kaputt gehen. Das passt doch irgendwie nicht. Außerdem frage ich mich ernsthaft, warum man den Iron Patriot (War Machine) als Beschützer des Präsidenten abstellt und kein Mensch bei dessen Ankunft erst einmal einen Blick riskiert, um zu sehen wer sich da genau hinter der Maske verbirgt!! Und wieso kann Stark seinem Kumpel James Rohdes keinen seiner vielen Anzüge geben, da sie ja alle auf ihn persönlich konfiguriert sind, während er offenbar keinerlei Veranlassung darin sah, dieses extrem wichtige Feature - wichtig gegen Missbrauch - auch in die War Machine Rüstung zu integrieren!? Das sind alles Kleinigkeiten, die mich nach dem Filmgenuss durchaus beschäftigt haben. Sollte aber natürlich niemanden davon abbringen, sich den Film anzuschauen! "Iron Man III" ist eine richtig gute Superhero-Verfilmung geworden, die mit tollen Schauspielern, packender Action, state-of-the-art Effekten und wie üblich mit jeder Menge treffsicherem Humor aufwarten kann. Zu Recht gab's am Anfang des Films Applaus im Kinosaal, völlig zu Unrecht haben die meisten Besucher den Saal bereits vor Filmende verlassen. Aber dieses dumme Verhalten ist ja nichts neues. ^^
Von mir gibt's 7/10 feuerspuckende Schurken - oder halt die Note 2-



"Die Nacht der lebenden Loser"

(im TV gesehen am 30.04.13)

Vom Thema Zombies kann ich persönlich ja nie genug bekommen, zumal es sich sowohl für ernsthafte Auseinandersetzungen eignet als auch für das Komödienfach genug Stoff bietet. Aus deutschen Landen gab's da - wenn man von "Rammbock" (den ich nicht so toll fand) und den Beteiligungen an der "Resident Evil"-Reihe mal absieht - bisher verdammt wenig zu vermelden. Als nun "Die Nacht der lebenden Loser" nochmal im TV lief, wollte ich dann doch mal einen Blick riskieren. Und vielleicht lag's an dem schlechten Ruf des Films und den daraus resultierenden äußerst niedrigen Erwartungen, aber ich hab mich durchaus gut amüsiert! ^^ Nun lässt sich selbstverständlich nicht abstreiten, dass hier ein absolut trashiges Machwerk vorliegt. Ganz im Gegenteil, der Film wirkt billig von vorn bis hinten, gerade auch die teils grenzwertig schlechten Schauspielleistungen lassen daran gewiss keinen Zweifel. Collien Ulmen-Fernandes z.B. schien mir an einigen Stellen völlig unpassend grinsen zu müssen, ich frage mich ob das bewusst nicht der Schere zum Opfer fiel oder ob es den Machern schlicht egal war bzw. darauf nicht geachtet wurde. Man weiß es nicht, ist aber auch wurscht. Insgesamt sind die Darsteller - inklusive Collien - einfach sympathisch, das reicht vollkommen. Okay, manchmal nerven die Figuren im Film auch ziemlich, das muss ich schon sagen, wobei das vorwiegend mit den flachen Gags zu tun haben dürfte, die manchmal einfach "too much" und daher nicht mehr lustig sind. Da wird's dann zu albern. Dem steht aber auch durchaus gelungener Humor gegenüber, außerdem wird die Geschichte angenehm flott vorangetrieben und ähnlich wie in "Warm Bodies" bekommt der Zuschauer einen kleinen Eindruck davon, mit welchen Alltagsproblemen sich der gemeine Zombie so herumschlagen muss. Hier kann man sogar tatsächlich von erfrischend neuen Ideen sprechen. Hört hört. Ach ja, die Handlung: Drei Außenseiter bekommen bei einem misslungenen Erweckungs-Ritual versehentlich Zombie-Asche ab und erwachen daher nach einem tödlichen Autounfall als lebende Tote im Leichenschauhaus. Anfangs stellt sich das Untoten-Dasein als ziemlich cool dar, doch bald merken die Jungs, dass sie sich schleunigst um ein Gegenmittel bemühen sollten. Denn langsam fallen schon einzelne Körperteile ab und die Gier nach Menschenfleisch erwacht... Ich sag's mal so: "Die Nacht der lebenden Loser" ist platt, extrem trashig und billig gemacht - verquickt meiner Ansicht nach Zombiefilm und Teeniekomödie aber in erstaunlich amüsanter Weise. Im Kino hätte ich mich vielleicht geärgert, für's Fernsehen war der Film aber genau das richtige.
Von mir gibt's 5/10 aus der Hose kullernde Hoden - oder halt die Note 3-


26.5.13 19:40


Mein Film-Monat - März 2013

Im März habe ich mir unter anderem "The Experiment" (lief auf PRO7) angesehen und irgendwie bin ich schon etwas stolz, dass unser deutsches Original ("Das Experiment") tatsächlich merklich besser ist! Lohnt sich auf jeden Fall, die beiden Filme mal miteinander zu vergleichen. ^^ Anschauen kann man sich auch "The Losers" (lief auf RTL), "Solitary Man" (lief in der ARD) und "In Time" (auf BD gesehen), alle drei ganz okay für den schnellen Filmhunger zwischendurch. Wirklich ans Herz legen kann ich Euch "Der Junge im gestreiften Pyjama" (lief im ZDF), aber dazu findet Ihr weiter unten eine eigene Rezension. Ab geht's mit den Filmen des letzten Monats:



"Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 04.03.13)

Dass man bei der Sneak nicht weiß welcher Film einen erwartet, ist Segen und Fluch zugleich. Segen, weil man mitunter echte Highlights erwischt, denen man regulär im Kino wohl keine Chance gegeben hätte oder die völlig an einem vorbeigegangen wären. Fluch, weil man auch so richtig in die Scheiße greifen und einen Film wie "Charlies Welt" erwischen kann.
Die Handlung dieses kruden Machwerks zusammenzufassen ist nicht leicht, um ehrlich zu sein gibt's nämlich keine. Schaut Euch ein x-beliebiges Video auf Youporn an und Ihr stoßt auf eine gehaltvollere Story als hier. Der Originaltitel lautet ja "A Glimpse Inside the Mind of Charles Swan III" und es wirkt tatsächlich wie ein Blick in die wirre Gedankenwelt des schon länger nicht mehr ganz zurechnungsfähigen Charlie Sheen. Verblüffend, dass man sich die Mühe machte überhaupt einen fiktiven Charakter zu erfinden. Wie dem auch sei, der Playboy Charlie wird im Film von seiner Freundin verlassen und sein Leben gerät im Anschluss iwie aus den Fugen. Für den Zuschauer bedeutet das eine unbeschreiblich öde Aneinanderreihung sinnbefreiter Szenen, größtenteils sogar abgedrehte "Tagträume", die weder schlüssig noch interessant noch optisch ansprechend noch in irgendeiner Form lustig geraten sind. Das ganze Konstrukt "Charlies Welt" bleibt bis zum Schluss undurchsichtig und banal, bis auf teilweise ganz brauchbare Filmmusik kann hier aber auch wirklich gar nichts überzeugen. Nicht einmal Bill Murray, bei dem ich mich ernsthaft frage warum er einerseits in Sachen "Ghostbusters III" jahrelang so dermaßen rumzickt und sich andererseits für Schund wie diesen hier hergibt. :/ Hab ich da eben "bis zum Schluss" geschrieben? Jawohl, mit eiserner Willenskraft hielt ich bis zum Ende des Abspanns durch. Für ungefähr die Hälfte des gut besuchten Kinosaals gilt dies nicht und jeder einzelne "Flüchtling" hat mein vollstes Verständnis. Es gibt ja immer mal einige Sneaker, die den Film vorzeitig verlassen (manchmal schon nach ein paar Minuten, was ich btw absolut dämlich finde), aber eine solche Flüchtlingswelle wie dieses mal hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Und ich nehme ganz stark an dass von den anderen armen Menschen, die tapfer ausgeharrt haben, ebenfalls niemand positive Worte über "Charlies Welt" verlieren würde.
Fazit: Charlie Sheen untermauert mit diesem katastrophalen Film in erschreckend deutlicher Weise seinen tiefen Fall und ich kann nur jedem davon abraten, sich diesen Stuss anzutun. Im Untertitel heißt es so schön "Wirklich nichts ist wirklich" - es sollte auf die Qualität dieses Machwerks bezogen eher heißen: Wirklich nichts ist gut!



"Ein MordsTeam - On the Other Side of the Freeway"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 11.03.13)

Sorry, aber "Ziemlich beste Freunde" habe ich (bisher) nicht gesehen. Ohne diesen enorm erfolgreichen Film wäre wohl "Ein MordsTeam" bei uns gar nicht auf die große Leinwand gekommen, nutzt man doch den enorm gestiegenen Bekanntheitsgrad von Schauspieler Omar Sy, um Kinogängern auch seinen neuen Film schmackhaft zu machen. Es geht um zwei ungleiche Pariser Cops - ein flapsiges Plappermaul aus der Vorstadt und ein karrierefokussierter Schnösel aus der noblen Innenstadt. Für einen gemeinsamen Fall müssen sich die Beiden als Team zusammentun, lernen den jeweils anderen natürlich mit der Zeit zu schätzen und werden am Ende Freunde.
Das alte Erfolgsrezept des klassischen Buddy-Films funktioniert auch heute noch gut, wenn es denn ansprechend und ideenreich umgesetzt wird. Punkten kann "Ein MordsTeam" hier ganz klar mit seinem gut agierenden und ebenso gut harmonierenden Hauptdarsteller-Duo, das für zahlreiche witzige Szenen sorgt. Beide Cops haben die Sympathien der Zuschauer recht schnell auf ihrer Seite, wobei Sy's Spiel zugegebenermaßen manchmal doch etwas übertrieben bzw. überzogen rüberkommt. Sei's drum, die Konstellation passt und über weite Strecken fühlt man sich bei dem Film durchaus gut unterhalten. Irgendwann zieht es sich aber auch gewaltig hin, was wohl leider der lahmen Story geschuldet ist, die kaum Spannung erzeugen mag. Das Drehbuch weist deutliche Schwächen auf, die Charakterzeichnung der Nebendarsteller ist praktisch nicht vorhanden und zumindest mir kam es so vor als wären einige Dialoge und Szenen zu sehr auf's französische Publikum zugeschnitten - gewisse "Häh?"-Momente haben sich da durchaus eingeschlichen. Ob man den stets präsenten, ernsten Unterton besser weggelassen hätte, vermag ich nicht zu beurteilen.
Dafür dass "Ein MordsTeam" in meinen Augen praktisch nur von seinen beiden gegensätzlichen Protagonisten und ihrer amüsanten Interaktion lebt, ist meine Bewertung erstaunlich hoch ausgefallen. Mit besserem Drehbuch, mehr Einfallsreichtum und vielleicht etwas kürzerer Laufzeit wäre aber auf jeden Fall noch mehr drin gewesen.



"Identity Thief - Voll abgezockt"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 18.03.13)

Sandy Bigelow Patterson, ein braver Familienvater und Büroangestellter, staunt nicht schlecht als eines Tages an einer Tankstelle seine Kreditkarte durchgeschnitten wird und er sogar Ärger mit der Polizei wegen eines angeblich versäumten Gerichtstermins bekommt. Des Rätsels Lösung: Die Betrügerin Diana hat seine Identität gestohlen und räumt nun in einem ungehemmten Konsumrausch sein Konto leer. Als Sandy auch noch seinen Job zu verlieren droht, macht er sich auf den Weg nach Florida, um Diana in seine Heimatstadt zu holen. Denn nur dann können die Cops gegen sie vorgehen...
Das Problem von vielen Hollywood-Komödien findet sich schon seit Jahren in den platten, nach Schema F zusammengeklöppelten Drehbüchern, welche statt feinsinnigem Spiel (aus dem oft genug die Komik von selbst entsteht) oder originellen Ideen eher provozierende Anzüglichkeiten, billige Kalauer und 08/15-Figuren-Konstellationen in den Vordergrund stellen. Das KANN mitunter sogar ganz witzig sein, vermag aber selten einen kompletten Film zu tragen. Auch "Voll abgezockt" hat durchaus so manch witzige Szene zu bieten, außerdem gefällt die Ausgangs-Idee und auch der sympathische Jason Bateman gibt sein bestes. Doch auf der anderen Seite herrscht immer wieder Langeweile, das Spiel von Melissa McCarthy (erinnert an eine Ami-Version von Cindy aus Marzahn..) wirkt hier und da sehr überzogen bis nervig und die Story schwächelt ebenfalls im Verlauf zusehends. Allein die Nebenhandlung mit den bösen Verfolgern (zwei Killer und ein Kopfgeldjäger), die Untätigkeit der Polizei oder die Läuterung der notorischen Betrügerin kommen schon sehr sehr bemüht rüber. Und wie sich der Film schamlos über Stereotypen und Klischees lustig macht (vor allem Dicke), das stößt mächtig sauer auf. Eine Komödie ähnlicher Form, die dieser um Lichtjahre voraus ist, wäre "Ein Ticket für zwei". Den Streifen kann ich nur wärmstens empfehlen, für "Identity Thief" sollte man dagegen lieber auf die TV-Ausstrahlung warten. Für den kleinen Fernseh-Hunger zwischendurch ist der als "Popcorn-Futter für die Massen" konzipierte Film gerade noch so okay.



"Jack the Giant Slayer"

(im Kino - in 3D - gesehen am 19.03.13)

Rotkäppchen, Frau Holle, Aschenputtel, Hänsel und Gretel, Dornröschen u.s.w. u.s.f. - es gibt viele Märchen die wir wohl alle kennen und die uns als Kind vorm Schlafengehen vorgelesen wurden. Zu der etwas unbekannteren Sparte gehört sicherlich "Hans und die Bohnenranke", aus dem sich nun für Bryan Singers neuesten Film bedient wurde. Grob gesagt geht es darum dass der Bauernjunge Jack eher zufällig einige Zauberbohnen in die Finger bekommt, von denen eine nach Berührung mit Wasser zu einem Gremlin mutiert.. äh, ich meine zu einer mächtigen Bohnenranke. Diese ragt hinauf bis zur Welt der Riesen (zwischen Himmel und Erde gelegen), die den Menschen nicht unbedingt wohlgesonnen sind. Dummerweise wird die Prinzessin des Königsreichs bei der Aktion unfreiwillig dort hinauf befördert, weshalb ihr Vater einen Suchtrupp losschickt um sie wieder auf die Erde zu holen. Jack geht natürlich mit, denn er hat sich - wie könnte es anders sein - in die Königstochter verliebt...
Das klassische Märchen an sich verfügt ja eher über einen simpel strukturierten Handlungsverlauf und klar definierte Figuren ohne jegliche Tiefe. Bryan Singer übernimmt diese Prämisse für seinen Film und ob das in der heutigen Zeit, in der eher ambivalente Helden angesagt sind, noch funktioniert, muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Ich für meinen Teil habe es geradezu genossen, wie geradlinig und klassisch "Jack and the Giants" (deutscher Titel) inszeniert ist. Das bezieht sich ja nicht nur auf die Story und das Charakterdesign, sondern auch auf die Technik, die mit satten Farben und vor allem wunderbar ruhiger Kameraführung gerade heutzutage eine echte Wohltat ist. Allein dafür hat der Film schon ein Extralob verdient! ^^ Aber die Geschichte macht auch einfach insgesamt einen runden Eindruck, das Darsteller-Ensemble überzeugt auf ganzer Linie (vor allem Nicholas Hoult und Ewan McGregor), der Humor kommt nicht zu kurz und die CGI-Effekte mögen zwar nicht überragend ausfallen, reichen jedoch vollkommen aus. Gut, ein paar Logikfehler zauberten ab und zu ein Runzeln auf meine Stirn (Stichwort: Flucht unter die Königsrobe; oder die unlogisch verteilten Bohnenranken am Rand des Zwischenreichs der Riesen), aber das kann den Gesamteindruck nur marginal trüben. Mit dem ein oder anderen Storykniff und einem etwas bombastischeren Finale hätte "Jack the Giant Slayer" vielleicht eine noch höhere Wertung ergattern können, aber man kann ja nicht alles haben. Der Film ist ein rasantes, äußerst geradlinig erzähltes Fantasy-Abenteuer, das nicht zuletzt wegen der "altmodischen Inszenierung" (positiv gemeint!) und den gut aufgelegten Darstellern hervorragend unterhält. Ach ja, die Dreidimensionalität kommt nur recht selten so richtig zum Tragen, steht dem Streifen aber alles in allem durchaus gut zu Gesicht.



"Heute bin ich blond"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 25.03.13)

Diagnose: Krebs! Und zwar nicht irgendeiner: Die erst 21-jährige Sophie bekommt es mit einem ziemlich bösartigen und nicht operablen Tumor an der Lunge zu tun, bei dem Angaben im Internet von einer gerade mal 15-prozentigen Heilungschance sprechen. Trotzdem nimmt die junge Frau mit Hilfe von Chemo- und Bestrahlungstherapie den Kampf auf und wehrt sich auch dagegen, von der heimtückischen Krankheit ihr Leben bestimmen zu lassen...
Basierend auf einem autobiographischen Bestseller lässt der Film seine Zuschauer an einem dramatischen Stück von Sophies Leben teil haben. Wir lernen sie kurz vor der Diagnose kennen, sind dabei wenn ihr die schlimme Nachricht vom Arzt mitgeteilt wird und erleben ihren Kampf gegen den Krebs mit all den Facetten die diese harte Zeit mit sich bringt. Das klingt jetzt nicht unbedingt nach einem allzu spannenden Film und um ehrlich zu sein ist er auch ein gutes Stück zu lang(-atmig) geraten. Gut gemacht ist er, aber allzu viel kann so ein "verfilmter Krankheitsverlauf" natürlich nicht bieten. Außerdem verstehe ich nicht ganz, warum der titelgebende Aspekt mit den Perücken bzw. eher den verschiedenen Rollen, in die Sophie schlüpft, irgendwie viel zu oberflächlich abgehandelt und erklärt wird. Hmm, egal, ein bisschen hat mich dann noch gestört, dass die Nebenwirkungen von Chemo und Bestrahlung doch etwas "verharmlosend" dargestellt werden, auch wenn diese natürlich je nach Patient unterschiedlich stark ausfallen können. jedenfalls gibt es ansonsten gar nicht viel an "Heute bin ich blond" auszusetzen. Die Hauptdarstellerin macht ihre Sache als Schauspielnovizin erstaunlich prima und kommt sehr glaubhaft rüber, bloß ein paar der Nebendarsteller fand ich weniger überzeugend (z.B. den Krankenpfleger). Der stets präsente Optimismus wirkt zum Glück nicht aufgesetzt und macht Krebs-Patienten sicher Mut, was wohl auch als heeres Ziel des Films angesehen werden darf!? Ich persönlich bin überrascht, wie wenig mich Sophies Schicksal am Ende letztlich berührt hat, von einigen durchaus bewegenden Momenten mal abgesehen. Ob es bei "Heute bin ich blond" zum Happy-End kommt verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Ob Ihr Euch dieses Drama anschauen möchtet kann ich ebenfalls nicht sagen.



"Der Junge im gestreiften Pyjama"

(im TV gesehen am 29.03.13)

Berlin zur Zeit des Dritten Reichs: Der Vater des 8-jährigen Bruno wird zum KZ-Kommandanten befördert und zieht mit seiner Familie daher in ein abgeschiedenes Anwesen, in dessen Nähe sich besagtes Konzentrationslager befindet. Trotz ausdrücklichem Verbot schleicht sich der abenteuerlustige Bruno in die dem Haus angrenzenden Wälder und stößt nach einiger Zeit auf einen Elektrozaun, hinter dem ein kleiner jüdischer Junge namens Shmuel hockt. Die beiden freunden sich an...
Bedarf es eines weiteren Films zur Aufarbeitung von Nazideutschland? Gibt es davon nicht mittlerweile genug!? Nun, meiner Meinung nach ist jeder Beitrag zur Thematik willkommen, solange er gut gemacht ist und im Idealfall etwas Neues beizutragen hat. So wie "Der Junge im gestreiften Pyjama", der mit einem völlig neuen Blickwinkel aufwarten kann und dadurch eine ganz eigene Intensität aufbaut. Die kranke nationalsozialistische Ideologie aus den Augen eines 8 Jahre alten Jungen, genauer gesagt des Sohnes eines hochrangigen Nazi-Soldaten, darum dreht sich der Film. In seiner kindlich naiven Art begreift Bruno gar nicht, was da um ihn herum vor sich geht, während sich der Zuschauer dessen natürlich jederzeit bewusst ist. Aber wie soll der Kleine auch durchblicken, wenn man ihm Wahrheiten verschweigt, sein Privatlehrer ihm Müll erzählt und er an einer Stelle sogar einen Propagandafilm über das ach so schöne Leben im KZ mit ansieht. Also haben wir auf der einen Seite die "Missdeutungen" des Jungen: Er hält das KZ für eine Farm, die Kleidung der Gefangenen für Pyjamas, die Nummern darauf für ein Spiel, er denkt der Hausbedienstete Pavel hätte freiweillig seinen Job als Arzt aufgebeben und er beneidet Shmuel sogar um seine Spielkameraden hinter dem Zaun (welcher seiner Ansicht nach Tiere fernhalten soll). Auf der anderen Seite arbeitet der Film auch exzellent mit dem Nicht-Ausgesprochenen, mit Blicken und Andeutungen. Das zusammen genommen verfehlte bei mir nicht seine Wirkung und hat mich echt bewegt. Wütend wird man ob der völligen Idiotie der Nazis, die natürlich auch den Kindern ihr pervers-gefährliches Weltbild einzutrichtern versuchen. Fassungslos ist man wegen der dargestellten Umgangsweise mit den Juden bzw. den angedeuteten Greueltaten (ich sage nur: schwarzer Rauch...). Traurig ist man aus Mitleid für die KZ-Häftlinge, ohnmächtig wegen der sich abzeichnenden Zuspitzung bis zum erbarmungslos grausamen Finale, welches mir unter die Haut ging und Tränen in die Augen trieb. Zum Glück wurden in "Der Junge im gestreiften Pyjama" die Charaktere sehr schön herausgearbeitet. Neben Hauptfigur Bruno - dargestellt von Asa Butterfield, den viele gewiss aus "Merlin" oder "Hugo Cabret" kennen - fand ich z.B. auch die zunehmende Wandlung seiner Mutter sehr interessant. Schade dass darauf nicht genug eingegangen wird und man es nur am Rande mitbekommt. Nun darf man natürlich nicht verschweigen, dass die Macher es mit dem Realismus mitunter nicht allzu genau nehmen - wobei das gewiss eher der Romanvorlage geschuldet ist. Dass sich Shmuel tagtäglich ungestört in eine nicht bewachte Ecke des KZs verkriechen kann, dass für Häftlinge eine etwas arg leichte Fluchtmöglichkeit besteht oder dass Brunos unzählige "Ausflüge" gerade aufgrund des sehr überschaubaren Grundstücks, auf dem er sich eigentlich aufhalten darf, immer unbemerkt bleibt - diese Punkte und wenn man pingelig ist sicher noch einige andere muss man einfach hinnehmen. Wer das nicht kann oder wen die recht ruhige Erzählweise der Geschichte stört, wird womöglich wenig mit dem Streifen anfangen können. Allen anderen kann ich nur empfehlen mal einen Blick zu riskieren, denn trotz bzw. gerade aufgrund des Verzichts auf Visualisierungen des Holocaust-Schreckens ist diese sensible, neue Herangehensweise an eine uns allen wohl bekannte Thematik in meinen Augen ziemlich gut gelungen.


7.4.13 22:39


Meine neuen BDs und Videospiele




Der 13.03.13 - dieses schöne Datum kann ich doch nicht ohne neuen Blogeintrag verstreichen lassen! ^^ Und was bietet sich besseres an als der zweite große Schwung Blu-rays für meine nach wie vor von DVDs dominierten Filmsammlung. Und hier sind sie, die neuen BDs:


  • Captain America - The First Avenger
  • Der Unglaubliche Hulk
  • Dragonball - Evolution
  • Green Lantern - Emerald Dawn [Director's Cut]
  • Green Lantern - Emerald Dawn
  • Hellboy II - Die goldene Armee (die 2-Disc-Special-Edition)
  • Iron Man II
  • Kick-Ass
  • Prince of Persia - Der Sand der Zeit (die Collector's-Steelbook-Edition)
  • Resident Evil - Damnation
  • Resident Evil IV - Afterlife
  • Superman Returns (Teil der schicken Superman-Spielfilm-Collection)
  • Superman IV - Die Welt am Abgrund (Teil der schicken Superman-Spielfilm-Collection)
  • Superman III - Der stählerne Blitz (Teil der schicken Superman-Spielfilm-Collection)
  • Superman II - Allein gegen alle (inkl. Richard-Donner-Cut in der OV; Teil der schicken Superman-Spielfilm-Collection)
  • Superman - Der Film [Director's Cut] (Teil der schicken Superman-Spielfilm-Collection)
  • Superman - Der Film (Teil der schicken Superman-Spielfilm-Collection)
  • The Green Hornet
  • The Last Airbender - Die Legende von Aang
  • Thor - God of Thunder



Bei Games- und Comicverfilmungen sage ich in der Regel nicht nein, das dürfte bei einem Blick auf meine Neuzugänge wohl klar sein. Die ersten beiden Superman-Filme hatte ich zwar schon auf DVD, aber als die wirklich schicke Blu-ray-Box für einen guten Preis zu bekommen war, konnte ich nicht widerstehen. Zumal ja von Teil 1 auch noch die alte Kinofassung und von Teil 2 der Richard-Donner-Cut (wenn auch leider nur auf englisch) enthalten sind. Finde es übrigens nach wie vor sehr schade, dass es zu dem exzellenten "Superman Returns" keine direkte Fortsetzung gegeben hat. :/ Ebenfalls bedauerlich ist in meinen Augen die Nicht-Fortführung der "Last Airbender"-Saga, denn mit der ersten Verfilmung hat M. Night Shyamalan durchaus gut vorgelegt. Nun ja, sieht wohl nicht jeder so..

Ach ja, die beiden "Superman"-DVDs habe ich übrigens für unser Sneak-Quiz gespendet. Anderweitig wird man DVDs heutzutage ja doch nicht los.. *g*


An der Spielefront wird es dieses mal brutaaaaal:


XBOX 360:
  • Call of Duty V - World at War (ab18; natürlich uncut)
  • Condemned II - Bloodshot (ab18)
  • Ninja Gaiden II (ab18)
  • Saints Row II (ab18; natürlich uncut)
  • Tom Clancy's Rainbow Six - Vegas II (ab18; natürlich uncut)



Alles Importe, wobei "Condemned II" und "Ninja Gaiden II" sogar niemals in Deutschland auf den Markt kamen, es also nicht einmal eine kastrierte Version für unser Zensur-liebendes Land gibt. Gut dass es für uns bevormundete Erwachsene NOCH möglich ist recht problemlos und ohne ein Vermögen auszugeben an diese ganzen Spiele heran zu kommen. Wie gesagt: Noch...


Bis zum nächsten Update. Ta!
13.3.13 21:27


Mein Film-Monat - Februar 2013

Wahrscheinlich habt Ihr meine neue Vorgehensweise bereits mitbekommen: Bei Twitter poste ich recht zeitnah meine Bewertungen in EINEM kurzen Tweet, während es hier monatlich etwas längere Rezensionen zu lesen gibt. Ausufernd lang wie früher werden die aber nicht, sonst hinke ich wieder viel zu schnell hinterher und die Rubrik schläft erneut ein. Und das will doch nun wirklich niemand...

Hier nun also meine Reviews zu den Filmen, die ich im Februar gesehen habe:



"Warm Bodies"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 04.02.13)

Lebende Tote. Ihre Faszination und Inspiration für Filme - und mit "The Walking Dead" neuerdings auch Fernsehserien - ist seit Jahren ungebrochen. Dabei sorgen die fauligen Zeitgenossen nicht nur für Grusel und Spannung, sondern haben sich mit "Shaun of the Dead", "Zombieland" u.s.w. auch im Komödienfach bereits erfolgreich etabliert. "Warm Bodies" geht noch einen Schritt weiter und setzt voll und ganz auf einen Untoten als Haupt- und Identifikationsfigur, aus deren Sicht wir erstmals einen "Insider-Blick" in den Zombiealltag bekommen, mit allen Problemen die solch ein tristes Dasein mit sich bringt. Natürlich ist Protagonist "R" (an seinen vollständigen Namen hat er keine Erinnerung) nicht in der Lage, sich abseits einiger weniger Sprachfetzen neben Grunzen und Knurren vernünftig zu artikulieren, weshalb wir seine Gedanken im Film einfach als Kommentar aus dem Off hören. Ein sehr cleverer Schachzug der Macher. Die Einführung in "Warm Bodies" ist schlicht grandios, mit liebevollen Pointen gespickt und definitiv das Originellste was das Zombiefilm-Genre seit langem hervorgebracht hat. Leider kann dieses starke Anfangs-Niveau nicht bis zum Ende gehalten werden, die eher konventionelle Handlung flacht ein wenig ab und originelle Einfälle blitzen ein bisschen zu selten auf. Dabei entwickelt sich "Warm Bodies" übrigens zur reinrassigen RomZomCom, also einer romatischen Zombie-Komödie, in der sich "R" in das (lebendige!) Mädchen Julie verliebt und dadurch langsam aber sicher ins Leben zurückfindet. Dabei kämpfen er und seine neue Freundin nicht bloß gegen ihre offensichtlichen Unterschiede oder andere Untote (vor allem die gefährlichen "Knochen") an, sondern auch gegen Julies Vater, der im Umgang mit laufenden Leichen keine Gnade kennt. Die alte Geschichte eines jungen Paares aus unterschiedlichen "Gesellschaftsschichten", welches um seine Liebe kämpfen muss, wird in "Warm Bodies" gekonnt variiert und sorgt natürlich alleine durch seinen frischen Ansatz und die daraus resultierenden, zahlreichen skurrilen Situationen für jede Menge Spaß. Schade dass sich auch einige Ungereimtheiten in die Story eingeschlichen haben (z.B. was schleichende/rennende Untote angeht oder auch die iwie zu gute Sprechfähigkeit von R's Kumpel), das hätte bestimmt nicht sein müssen. Insgesamt lässt sich "Warm Bodies" wohl als originellste Zombiefilm-Variante seit Jahren bezeichnen und kann auch mit seiner erfrischend anderen Liebesgeschichte durchaus überzeugen. Der geniale Anfang sorgt aber auch für spätere, leichte Enttäuschung, denn der Handlung fehlt im Verlauf der rechte Biss und die cleveren Ideen sind den Machern zu schnell ausgegangen. Trotzdem reicht's bei mir noch zu einer wackeligen 2.
P.S. Wem Hauptdarsteller Nicholas Hoult bekannt vorkommt, der hat ihn vielleicht vor 10 Jahren in "About a Boy oder Der Tag der toten Ente" gesehen. Übrigens auch ein ziemlich guter Film. Wenn auch ohne Zombies. Dafür mit Hugh Grant. ^^



"The Sweeney"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 11.02.13)

Es war einmal eine englische 70er Jahre Serie namens "Die Füchse"... und wenn sie nicht gestorben ist, so lebt sie noch heute als Kinofilm-Remake weiter. ^^ Grob gesagt geht es um eine ruppige Spezialeinheit der Londoner Polizei, die Sweeney, welche recht unkonventionell agiert um böse Buben zu fassen. Egal ob Verdächtige, Zeugen oder eigene Kollegen - von dieser Truppe wird niemand mit Samthandschuhen angefasst. Nach einer scheinbaren Fehleinschätzung ihres Chefs, Jack Regan, wird jedoch ein interner Ermittler auf den Plan gerufen und der Spezialeinheit droht das Aus. Im Mittelpunkt des in kühle Bilder gehaltenen Films steht eben jener Jack Regan, durchaus glaubhaft verkörpert von Ray Winstone. Aber was nützt einem eine gute Schauspielleistung, wenn die Figur mit ihrer betont cool-grobschlächtigen Art von Anfang an eher nervig rüberkommt und kaum Möglichkeiten bietet, als Identifikationsfigur zu dienen!? Alle anderen Charaktere spielen mit deutlichem Abstand nur die zweite Geige und bleiben einem durchgehend fremd, insgesamt lässt einen die Truppe leider ziemlich kalt. Dadurch wird auch bedauerlicherweise keine echte Spannung aufgebaut, wirklich gepackt hat mich die solide inszenierte Handlung nicht, auch nicht die Actionszenen. Und das obwohl ansehnliche Schießereien und Verfolgungsjagden durchaus vorkommen. Vielleicht hab ich auch einfach ein Problem damit, wenn Cops auf Regeln und Vorschriften scheißen und sich ihr Verhalten dem der Gangster zu sehr anpasst. Das mag in locker-flockigen Actionkomödien durchgehen und cool wirken, in bewusst realistisch gehaltenen Filmen wie "The Crime" (dusseliger deutscher Titel btw.) stößt es mir persönlich doch eher sauer auf. Alles in allem kann ich nur sagen, dass dieser routinierte Genre-Vertreter als Abend-Krimi im Fernsehen besser aufgehoben wäre als im Kino. Der Film ist wirklich nicht schlecht gemacht, auch Ray Winstone merkt man sein Können absolut an und die ein oder andere Actionsequenz kann sich echt sehen lassen. Aber über passables Mittelmaß kommt er bei mir nicht hinaus, sorry.



"Hänsel und Gretel - Hexenjäger"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 18.02.13)

"Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald,
sie mochten's finster und machten Hexen kalt.
Sie killten sie im Häuschen von Pfefferkuchen fein,
wie blutig mag so ein Schnetzelfest wohl sein..."

Moment, ging der Text von dem alten Kinderlied nicht ein wenig anders!? Kann gut sein, aber passt ja, denn der Film hält sich ebenfalls nicht unbedingt so ganz sklavisch an das ursprüngliche Gebrüder-Grimm-Märchen und hört auch nicht auf, nachdem die Kinder eine Hexe im Ofen verbrannt haben. Ganz im Gegenteil fängt damit der Spaß erst an! Im Erwachsenenalter sind Hänsel und Gretel nämlich zu berühmt-berüchtigten Hexenjägern herangereift, die den unheimlichen Geschöpfen mit großem Einfallsreichtum und einer fetten Portion Coolness die Lebenslichter ausblasen. Doch als die Geschwister einem eigenartigen Fall von Kindesentführungen nachgehen, bekommen sie es plötzlich mit einer besonders fiesen Oberhexe zu tun.
An meiner Benotung könnt Ihr schon sehen, dass "Hänsel & Gretel" nicht frei von Schwächen ist, in seinem offenbar bewusst eng gesteckten Rahmen funktioniert dieser "Big Budget Trash" allerdings hervorragend. Gott sei Dank nehmen die Macher das Geschehen zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst, es war ihnen wohl klar wie albern bis geradezu bescheuert die dünne Handlung und einzelne Elemente daraus (z.B. Hänsels Diabetes oder der mittelalterliche Defibrilator) rüberkommen würden. Okay, mit der Coolness übertreiben sie es hier und da und die große Stärke des Films - seine Konzentration auf irre Funsplatter-Action-Fantasy - sorgt gleichzeitig für den größten Kritikpunkt: Wirkliche Spannung kommt nicht auf, die Figuren lassen einen aufgrund der schwachen Charakterzeichnungen ziemlich kalt. In 3D habe ich "Hänsel & Gretel" leider nicht gesehen, aber auch zweidimensional machen die Actionszenen einiges her und werden mit comichaft übertriebenen und daher eher lustigen als ekligen Gore-Effekten garniert. Zu Gute halten muss man dem Machwerk auch die zahlreichen netten Ideen, seien es die variantenreichen Hexen-Arten oder die amüsant abwechslungsreichen Tötungsmöglichkeiten eben jener Hexen, die das Heldenduo ausgiebig nutzt. Oh und der Riesentroll, der hat ja wohl den stYle gepachtet, echt mal! Insgesamt ist bei "Hänsel und Gretel - Hexenjäger" ein durchaus spaßiges, wenn auch betont trashiges Popcorn-Kino herausgekommen, von dem man sich nicht zuviel erwarten sollte, das für kurzweilige 85 Minuten und vor allem für die Sneak allerdings einen prima Job geleistet hat. ^^
P.S. Liebe Kinder, bitte immer daran denken: Don't eat the fucking Candy!
P.P.S. Immer wieder herrlich, die verschiedenen Versionen des Liedes von Otto!



"Stirb langsam V - Ein guter Tag zum Sterben"

(im Kino gesehen am 23.02.13)

Fortsetzungen haben es oft nicht leicht, da ist "Stirb langsam" keine Ausnahme. Teil 2 hat das Konzept des kultigen Erstlings wie ich finde gelungen "kopiert", gleichzeitig kann man dem Film aber auch Innovationslosigkeit vorwerfen. Teil 3 geht einen neuen Weg, entfernt sich dadurch aber imho zu sehr vom ursprünglichen Konzept. Teil 4 hingegen verfrachtet die Figur McClane in einen modernen, CGI-getränkten Actionkracher und funktioniert trotz der völligen Abwesenheit alter Stirb-langsam-Tugenden hervorragend. Die Frage ist nun: Nimmt sich die neueste Fortsetzung daran ein Beispiel? Oder besinnt man sich gar zurück auf das Ursprungskonzept? Leider weder das eine, noch das andere...
Der Kurzauftritt von Töchterchen Lucy lässt zu Beginn noch hoffen, dass man nahtlos an "Live Free or Die Hard" anschließen möchte, doch dann nimmt McClane den Flieger nach Moskau und das Unheil seinen Lauf. Wer auch immer auf die Idee kam, den Plot in Russland spielen zu lassen, gehört ernsthaft vom Nakatomi Plaza geworfen! Die trostlosen Locations machen leider nicht viel her und im Zusammenspiel mit der uninspirierten (anfangs etwas wirren) Story wähnt man sich eher in einer Direct-to-DVD-Produktion von Steven Seagal denn in einem High-Budget-Actionfilm. Natürlich kann man einwerfen dass die Reihe noch nie durch ausgefeilte Handlungen glänzte, aber hier stimmt ja nicht mal der Bösewicht (um nicht zu spoilern gehe ich nicht näher darauf ein) und das ist dann schon extrem bitter. Überhaupt gibt es neben McClane wirklich keine einzige Figur, die erinnerungswürdige Auftritte hat, leider trifft das auch auf seinen Sohn Jack zu. Jai Courtney würde ich mal als klassische Fehlbesetzung bezeichnen, fehlt ihm doch jegliche Ausstrahlung und kommt er doch weitestgehend eher unsympathisch rüber. I mean, was macht Jack da am Anfang? Wieso behandelt er seinen Vater wie Scheiße und hält ihm gar eine Knarre vor's Gesicht? Geht das nicht etwas zu weit!? Die Chemie zwischen Willis und Courtney stimmt einfach nicht, die Streitereien zwischen Vater und Sohn wirken unmotiviert und sind einem letztlich egal. Kein Vergleich zum Vorgänger und dem gelungenen Duo McClane/Farrell! Selbstverständlich ist Bruce Willis als John McClane nach wie vor eine coole Sau und natürlich wurden ihm auch für "Ein guter Tag zum Sterben" ein paar richtig gelungene Momente und passende One-Liner auf den Leib geschrieben - doch die glänzende Oberfläche hat Risse bekommen: McClane wird in manchen Szenen zum Sidekick degradiert, er hechelt seinem Sohn teils unbeholfen hinterher und auch seine Sprüche treffen weiß Gott nicht immer ins Schwarze. Klingt nicht so wild, wirkt allerdings erschreckend unpassend und untypisch für ihn. Und was ist mit der Action? Nun, die kann nicht ansatzweise mit Teil 4 gleichziehen. Sie ist zwar aufwändig inszeniert und bietet optisch einige richtig geile Sequenzen, kommt aber auf der anderen Seite irgendwie seelenlos rüber und vermag den Zuschauer weder richtig zu packen, noch ihm die heute so wichtigen Wow-Momente zu präsentieren. Dazu kommt - vor allem bei der langen Verfolgungsjagd - eine zu hektische Kameraführung (Gewackel, extreme Nahaufnahmen, schnelle Schnitte), so dass die Übersicht zum Teil flöten geht. So negativ das jetzt alles klingt: Unter den zahlreichen, osteuropäischen Billig-Actionfilmen wäre "Stirb langsam V" eindeutig und unangefochten der König. Für den kleinen Action-Hunger zwischendurch ist der Film tatsächlich brauchbar. Nur als Teil der legendären "Die Hard"-Reihe, da muss man bedauerlicherweise von einer herben Enttäuschung sprechen. Da Willis bereits eine weitere Fortsetzung angedeutet hat, möchte ich folgendes vorschlagen: Startet bitte damit dass McClane unter der Dusche steht und Holly die Geschehnisse aus Teil 5 nur geträumt hat, okay?? :D
P.S. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr Euch die Fakten-Flut von Batz und Manniac reinziehen!
P.P.S. "Stirb langsam IV" habe ich damals in meiner Rezension die Note 2 gegeben! #Isso
P.P.P.S. Hier mit Fakten gefüllte "Zeitungs-Cover" zu den vier Vorgängern:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4



"Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht"

(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 25.02.13)

Die junge Erin flüchtet vor der Polizei, benennt sich in Katie um und wagt in einem kleinen Fischerdorf den Neuanfang - inklusive Techtelmechtel mit dem verwitweten, zweifachen Vater Alex. Doch oh weh oh weh, ihre Vergangenheit holt sie wieder ein...
Ein Film von Lasse Hallström (Chocolat, Schiffsmeldungen), nach einem Roman von Nicholas Sparks (A Walk to Remember, Wie ein einziger Tag). Na kein Wunder dass ICH als MANN von diesem FRAUENfilm nicht begeistert war. So könnte man denken, zumindest wenn man mich nicht besser kennt. Wenn doch, weiß man vielleicht dass all die genannten Film-Beispiele mir sogar ausgesprochen GUT gefallen und ausgelutschtes Schubladendenken daher bei mir leider nicht zieht. ^^ Woran liegt's dann, dass ich keine bessere Note rausrücken konnte!? So leid es mir tut, aber "Safe Haven" macht einfach zu viel falsch. Der Film beginnt mit Katies Flucht vor den Cops und fragmentarischen Rückblicken auf ein schlimmes Ereignis. Was ist passiert? Was hat sie getan? Warum wird sie gesucht? Die Neugierde, die beim Zuschauer geweckt wird, verfliegt ernüchternd schnell, denn im Folgenden wird die Polizisten-Parallelhandlung viel zu selten aufgegriffen und einfach nicht gescheit weitergeführt. Was mit Katie los war und warum sie auf der Flucht ist, bleibt viel zu lange im Dunkeln. Der Großteil von "Safe Haven" dreht sich einfach nur um ihr beschauliches Leben in dem kleinen Städtchen, in dem sie Zuflucht findet, und um die Liebelei mit Ladenbesitzer Alex. Dieser Teil versprüht mit seiner Aneinanderreihung von banalen Szenen und Dialogen allerdings zu keinem Zeitpunkt die nötige Magie, um als romantisches Drama bei mir Emotionen zu wecken. Schade eigentlich, denn Hauptdarstellerin Julianne Hough ist echt bezaubernd. Nützt aber wenig, der Mittelteil von "Safe Haven" ist einfach nicht wirklich gelungen und definitiv zu langatmig geraten. Interessant wird es erst wieder mit einem überraschenden Plot-Twist, der in ein durchaus spannendes Finale mündet. Hier rückt nämlich der Thriller-Aspekt rund um Katies Geheimnis in den Vordergrund. Na ja und am Schluss gibt's noch eine weitere Wendung, die aber leider irgendwie fehlplatziert wirkt bzw. im Vorfeld schlicht nicht gut genug in der Story "vorbereitet" wurde. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, um unnötige Spoiler zu vermeiden. :P Hätte man die viel zu seichte Romanze im viel zu langen Mittelteil doch nur interessanter in Szene gesetzt und hätte man den Thriller-Aspekt zwischenzeitlich nicht so stiefmütterlich behandelt, aus "Safe Haven" wäre ein deutlich besserer Film geworden. Gute Ansätze allein reichen eben nicht, es kommt immer noch auf die Umsetzung an. Und die lässt hier einfach zu Wünschen übrig.


6.3.13 19:57


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