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Wenn Batman bettet



Nach langer Pause ist er back, back in bat! Nach diesem verkorksten Wortspiel möchte ich ehrlich gesagt auch gleich beginnen; keine Zeit für unnötiges Geplänker was sowieso keinen interessiert. Ihr wisst ja Bescheid: Fred (bitte die englische Aussprache verwenden) schreibt sich über Videospiele die Seele aus dem Leib und manchmal textet er auch über Filme oder was sonst so ansteht.

Beginnen möchte ich mit "Shin Megami Tensei: Persona 3". Ein hochgelobtes RPG, welches nach langer Wartezeit auch unsere Gefilde erreicht hat. Falls es einige nicht wissen: Es wird als eines der besten Rollenspiele der PS2-Ära gehandelt und hat 2007 einiges an Preisen eingeheimst.
In "Persona 3" schlüpft ihr in die Rolle eines Schülers, der auf eine neue Schule gewechselt ist. Er wird auch direkt mit einem ihm völlig unbekannten, kleinen Jungen konfrontiert, der ihn zu einer mysteriösen Unterschrift auffordert. Danach folgt die Konfrontation mit einer Klassenkameradin und Wohnheimkumpanin, die mit einer Pistole hantiert. Und ehe man sich versieht ist man ein Teil von SEES (kurz für "Specialized Extracurricular Execution Squad" - Etwa "Eine auf außerschulische Handlungen spezialisierte Truppe") und vermöbelt des Nachts Shadows mit einer Hand voll Schulkameraden. Natürlich auserwählten Schulkameraden. Denn nicht jeder nimmt die Besonderheiten jeder Nacht gleich wahr...

Nachdem die komplette Einführung in die Spielwelt nach ca. zwei Stunden fast vollends geglückt ist, wird man mit dem Rollenspielaspekt konfrontiert. Was, erst jetzt? Richtig, denn der größte Teil des Spiels wird mit dem Sozialleben des Protagonisten abgehandelt. Der größte Teil? Dann kauf ich mir lieber Sims! Hey, jetzt nicht frech werden! Also, es ist der vermeintlich größte Teil; um es mal auf den Punkt zu bringen: Der Spieler entscheidet. Wer keine Lust auf das Leben eines Teenagers hat, der gezwungen ist einer japanischen Lehranstalt beizuwohnen, kann auch den (fast) immer gleichen Tagesablauf so sehr beschleunigen, dass man sich schnell im immer nächtlichen RPG-Alltag findet - aber nicht finden muss, man hat die Wahl. Nach der Geisterstunde exisitiert die so genannte "Dark Hour", in der man fröhlich im zum größten Teil zufallsgenerierten Dungeon Shadows jagt, im Level aufsteigt, Geld anschafft und/oder sich Personas zu Eigen macht. Bei den Personas wird das Spiel nun etwas tiefgängiger.

Das komplexe Fusionssystem, mit welchem man die über 100 Wesen miteinander verschmelzen lassen kann (bis zu 5 (!) Personas lassen sich so zu einem fusionieren), wird direkt vom Level der sozialen Kontakte beeinflusst. Wobei der Level dieser besagten Kontakte schlicht einem Erfahrungsbonus gleichkommt, welcher nach der Fusion Wirkung zeigt. Dieser kann aber ausnahmslos auf den Hauptcharakter Einfluss haben, da nur er in der Lage ist seine Personas zu wechseln (sogar im Kampf ist ein Personawechsel pro Runde möglich). Zwei Dinge sollten aber dennoch beachtet werden: Egal wie toll man die Fusion plant, man kann auf diese Weise keine Personas heranzüchten, die das eigene Level übersteigen. Ferner kann man so die restlichen Partymitglieder nicht beeinflussen. D. h. normales Training bleibt unabdingbar - ein nettes Feature bleibt es dennoch. Schon weil der Erfahrungsbonus wirklich beachtlich ist und so die Personas ein nicht zu verachtendes Mehr an Fähigkeiten parat halten.

Im Spiel stellt die Kopplung mit den Personas eine untrennbare Verbindung dar, da sie sozusagen den Geist des Charakters widerspiegeln. Beim Helden ist das wieder etwas anderes, denn bei ihm symbolisieren sie die sozialen Kontakte, welche das gesamte Fusion-Feature legitimieren und erklären. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen bestimmen beim Protagonisten - mit Ausnahme der HP und SP (Spirit Points, gleich MP) - die Personas, wie die Statuswerte aussehen. Nur die Statuswerte? Nein, auch die Stärken und Schwächen werden so festgelegt. Darunter fallen Stich-, Schlag- und Schussattacken, als die physischen Vertreter, und die 6 Elemente Feuer, Wind, Eis, Blitz, als auch die bei Treffern tödlichen Exoten Licht und Dunkelheit.

Das erste Mal im Dungeon angelangt stellt man sofort fest, dass die Zufallskämpfe aus den hierzulande bekannten "Shin Megami Tensei"-Vertretern passé sind. Man sieht alle schattigen Wesen auf dem Bildschirm und kann diesen auch mit etwas Übung leicht ausweichen. Es gibt drei unterschiedliche Kampfbeginne. Will man sich einen Angriffsvorteil verschaffen, muss man dem Gegner mit einer Waffe seiner Wahl auf den Latz hauen, bevor er ein Partymitglied bemerkt. Scheitert dieser Versuch, so geht man das Risiko eines feindlichen Angriffsvorteils ein. Beim typisch hohen "SMT"-Schwierigkeitsgrad absolut nicht zu empfehlen! Interessant hierbei ist der Einfluss der Waffenwahl. Wird man mit einem Bogen bemerkt und zum Kampf gezwungen, ist die Chance für einen feindlichen Angriffsvorteil hoch, wobei die Boxhandschuhe das krasse Gegenteil darstellen. Dafür aber in Sachen Reichweite den Kürzeren ziehen und somit ein höheres Risiko darstellen.
Neben Tartarus (dem Zufallsdungeon) kommt es ca. ein Mal im Monat zu Storymissionen, die meistens innerhalb der Stadt während der "Dark Hour" stattfinden. Dort darf man dann immer einen Bosskampf bestreiten und manchmal auch kleinere Vorgegner erledigen. Da diese zu einem festen Zeitpunkt stattfinden sollten vorsichtige Naturen einen Spielstand am Tag zuvor bereithalten, um möglicherweise nochmal aufzuleveln. Netterweise werden an diesem Tag die Kämpfenden nicht müde und man kann sich praktisch so lange man will im Zufallsdungeon aufhalten.

Apropos müde: Alle Charaktere können vom zu vielen Kämpfen erschöpft werden. Mit etwas Pech werden sie sogar noch krank. Spätestens jetzt heißt es, Finger weg vom Kampf! Die Nachteile sind nämich nicht zu verachten. Man erhält schon im müden Zustand deutlich mehr Schaden und teilt auch weniger aus. Es gibt insgesamt vier dieser Zustände. Neben "tired" und "sick" existieren noch "good" und "great". Bei Letzterem sollte man sich logischerweise nicht vor einem Besuch in Tartarus drücken.
Beeinflussen kann man den Zustand auch durch Aktionen wie früh zu Bett gehen oder den Gang zur Toilette. Wobei man nur beim zeitigen Betthorchen sicher einen Zustand besser erreicht.

Mut, Charme und schulische Leistung! In diesen drei Kategorien darf man den Protagonisten während des untypischen RPG-Alltags üben. Alle Kategorien lassen sich bei verschiedenen Aktivitäten erhöhen. Traut ihr euch den mysteriösen Burger zu essen, dessen Ingredien ein Geheimnis sind, so steigt euer Mutwert langsam aber sicher um ein Level. Ein romantischer Film erhöht natürlich eure Flirtfähigkeiten und damit euren Charme. Wer fleißig vor dem Matratzenhorchen lernt oder an Schultagen die Bibliothek besucht wird sich bald über bessere Prüfungsergebnisse freuen dürfen und vielleicht noch anderweitig belohnt.

Im Kampf kommt das aus den Vorgängern bekannte "One More"-Kampfsystem zum Einsatz. Hierbei wird beim Ausnutzen des Schwachpunktes oder bei einem Volltreffer ein weiterer Zug drangehängt; was ebenso für den Feind gilt. Das kann man - und das ist in diesem Teil neu - so lange mit seinem Schützling durchziehen, bis alle Gegner "flachliegen", denn dann hat man die Möglichkeit mit einer "All Out Attack" den Sack zuzumachen (zumindest bei den meisten gewöhnlichen Kämpfen). Bei diesem speziellen Angriff wird der Schaden, den die Partymitglieder mit einem einzelnen Angriff verursachen würden addiert, um beträchtlichen Schaden zu verursachen.
Die Schwachpunkte bzw. Stärken der Gegner rauszufinden geht ratzfatz. Komfortabel ist, dass man sich diese nicht merken muss und nach der absolut ersten, etwas längeren Analyse später augenblicklich die Information parat hat. Natürlich wissen aber die KI-Kollegen nach einmaliger Analyse bis zur Unendlichkeit, wie der Hase lang läuft und agieren dementsprechend. Dann verlass ich mich einfach auf die! Nur ein Narr von ungeahnter Größe würde so denken! Denn Vorsicht ist geboten! Wirklich vorteilhaft verhalten sie sich nicht häufig genug, als dass man sich darauf verlassen könnte. Als Spieler sollte man unbedingt selbst das Ruder in die Hand nehmen, um Frust vorzubeugen. Segnet der Held das Zeitliche, so flimmert die nett gemachte Game-Over-Sequenz über den Bildschirm (wer hätt's gedacht, bei der PS2 ).
Die Waffenwahl ist auch nicht zu verachten. Nur der Protagonist kann zwischen den meisten Waffentypen wechseln. Alle Nahkampfwaffen können bis zu drei Treffer in einem Zug verursachen, wobei drei Treffer auch gleichzeitig einen Volltreffer darstellen. Trifft man mit einer Nahkampfwaffe sein Ziel nicht, so könnte es passieren, dass man "flachliegt". Hierbei gilt auf beiden Seiten: Erhält man bis zu seinem nächsten Zug einen Treffer, so kann man den Zug auch nutzen. Passiert das aber nicht, verbringt man einen Zug mit aufstehen. Auch noch zu beachten ist, dass ein Kurzschwert beim Verfehlen weniger anfällig für das "Flachliegen" ist als ein Speer oder ein Hammer. Was bleibt, ist der Bogen: Die einzige von zwei Fernwaffen, die man auch selbst ausrüsten kann und den Vorteil hat, dass man beim Verfehlen niemals auf den Po plumpst.

Den vermeintlich größten Teil des Spiels nehmen die "Social Links - Sozialen Kontakte" ein. Nachdem man einige Freundschaften geschlossen hat und mit System vertraut gemacht wurde, fängt man an zu planen. Ach, heute ist Donnerstag, da kann ich entweder zum Schwimmverein gehen oder dem alten Pärchen einen Besuch abstatten oder mit der einsamen Spielplatznutzerin Zeit verbringen. Hierbei sollte man lediglich beachten, dass man ab bestimmten "Social Link Levels" die entsprechende Persona dabei haben sollte, um nicht mehr Zeit als nötig - davon hat man nämlich nicht unendlich - mit den Kontakten zu verbringen. Wann man jedoch die Persona dabei haben muss, wird einem nicht gesagt und die Anzahl an mitführbaren Personas ist beschränkt. Es gibt 22 verschiedene Soziale Kontakte (von denen 2 automatisch leveln), die der geneigte Spieler zu bewältigen hat, was beim ersten Durchspielen nahezu unmöglich ist. Man wird mit durchaus interessanten Mini-Storys konfrontiert, die geschickt anfängliche Storyhänger kaschieren.

In der Präsentation zeigt sich das Spiel durchweg gut. Die Grafik kann sicherlich nicht mit Bomben á la "Final Fantasy XII", "Rogue Galaxy" oder "Valkyrie Profile 2: Silmeria" mithalten, will sie aber auch gar nicht. Der Anime-mäßige Stil passt perfekt. Gespickt mit hübschen Details, netten Mangacharakterbildchen (ähnlich wie bei "Trauma Center") und einigen äußerst spektakulären Effekten kann sie dennoch überzeugen. Eher selten bekommt man Animesequenzen zu Gesicht. Einzig die etwas undetailliert wirkenden Charaktermodelle wirken wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Der Soundtrack ist äußerst solide geworden. Neben einigen richtigen Highlights finden sich aber Lieder, die man einfach zu häufig hört und somit nervanfällig sind. Die Musikstücke sind erfrischend poppig geworden und wirken neben den eher epischen Stücken aus anderen Rollenspielen wie ein Wohltat.
Alles andere als echt hören sich einige Soundeffekte an. Es kommt schon öfter vor, dass man sich einfach denkt, dass es wirklich gar nicht passt. Beispielsweise hört sich ein Schwertangriff eher so an, als würde man in einen riesigen, hart gewordenen Kaugummi dreschen. Das haben schon PS1-Spiele wesentlich besser hinbekommen.
Die englische Sprachausgabe kann aber voll überzeugen. Es wird so richtig Leben in die Charaktere gehaucht, obwohl es keine richtigen Sequenzen (von den wenigen Animesequenzen abgesehen) gibt. Man wird also mit Mangabildern, Text und bei wichtigen Szenen zusätzlich mit Sprachausgabe abgefertigt.

"Persona 3" punktet vor allen Dingen mit der spielerischen Abwechslung und der Freiheit, die dem Spieler hiermit gegeben wird.
Richtig cool ist das Gegnerdesign geworden - hier erwarten den Spieler teilweise richtig abgefahrene Ideen.
Das zeigt sich auch bei einigen Bosskämpfen, die weiterhin durch besondere Ideen punkten können.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und fügen sich geschmeidig in die alles andere als typische RPG-Story ein.
Die Kämpfe machen richtig Laune und das Abschaffen der Zufallskämpfe lässt die Scharmützel niemals nervig werden - übertriebenes Training kann man sich nämlich sparen.
Auch schön ist, dass die Charaktere die Kämpfe kommentieren und das Zusammenspiel verschiedenster Charaktere eine stattliche Anzahl an Sprachsamples zusammen bringt.

Ein auffallend störender Minuspunkt stellt der Zufallsdungeon dar, denn die grundlegenden Bestandteile sind immer die gleichen. Da hilft auch keine Änderung des Grafikdesigns mehr; der Dungeon ist lediglich in insgesamt sechs unterschiedlich aussehnde "Blocks" eingeteilt. Und mal ganz im Ernst: Sechs verschiedene Designs auf über 250 Etagen verteilt ist eindeutig zu wenig.
Dem Alltag fehlt es an Pepp. Insgesamt zu wenige Besonderheiten lassen zahlreiche Tage nahezu identisch wirken; da hilft es auch nicht, dass die Mitbewohner häufig etwas anderes zu sagen haben. So etwas wie Wetter kam den Entwicklern wohl auch nicht in den Sinn. Gerade mal vier verschiedene Designs bedingt durch die Jahreszeiten darf man virtuell erleben.
Die teilweise richtig dämlichen Party-Mitglieder handeln mit gelegentlich äußerst eingeschränkter, teilweise sogar vom Zufall basierter Intelligenz - die gerne mal ein Game Over beschert.
Schon fast deprimierend klein ist die Spielwelt. Die Welt so kompakt wie möglich zu halten, um immer gleiche Laufwege möglichst kurz zu halten, ist bestimmt keine schlechte Sache. Aber hier hat man's eindeutig übertrieben. Vorschlag für den Nachfolger: Bietet dem Spieler wenigstens an, wie er es haben will. Per Tastendruck längere Laufwege zu verkürzen hätte angenehmer gewirkt, anstelle einer aufgezwängt winzigen Welt.
Um den Schwierigkeitsgrad zu drücken, hat man dem Spieler nur zwölf Personas gewährt, die er gleichzeitig mitnehmen kann, was bei einer Fünfer-Fusion richtig blöd werden kann (ihr wisst schon, fünf weg, einer bleibt). Da hilft auch kein Persona-Compendium (dort kann man Personas, die man besitzt, abspeichern und sich später jederzeit entgeltlich besorgen) - es ist so einfach unangenehm umständlich.
Das Menü ist mit Abstand das lahmste, was mir je untergekommen ist. Gefühlte fünf (!) Sekunden dauert der Wechsel zu einem Untermenü. Da überlegt man es sich wahrlich zwei Mal, ob man wirklich was nachschauen oder umstellen will...
Das Spiel ist leider komplett auf Englisch, aber keinesfalls schwer verständlich.

Schlussendlich bleibt "Shin Megami Tensei: Persona 3" eines der letzten RPG-Highlights für die PS2. Wer Lust darauf hat kann bedenkenlos zugreifen, sonst bitte anspielen - die Kritikpunkte sind teilweise nicht ohne. Die sehr hohe Spieldauer von ca. 70 Stunden dürfte einigen Rollenspielern bestimmt das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, nicht wahr? *sabber*

Meine persönliche Meinung und Erwähnenswertes
Ich würde mir das Spiel auf jeden Fall wieder kaufen und ärgere mich schwarz, dass man uns nicht gleich die aufgemotzte "Persona 3"-Version bereitgestellt hat - von der darf man jetzt nur noch träumen (welche übrigens im Ganzen "Shin Megami Tensei: Persona 3 FES" heißt). Drei Dinge haben mich schon sehr gestört: Das unverschämt lahme Menü, die (manchmal) mäßig intelligent agierenden Partymitglieder und die kleine Spielwelt. Im Gegensatz dazu stehen das interessante und absolut simple System der Sozialen Kontakten mit ihren hübschen Geschichtchen, die zum Ende hin mitreißende Story und das tolle Kampfsystem. Der Zufallsdungeon an sich wird natürlich schnell eintönig, aber wirklich gestört hat mich das nicht. So blieben wenigstens Überraschungen aus und ich konnte mich ganz auf die Kämpfe konzentrieren (was teilweise auch bitter nötig ist). Der Schwierigkeitsgrad ist fordernd, aber nicht überfordernd. Meines Erachtens genau richtig. Ich mag es, die Wahl zu haben, weswegen ich eine deutsche Übersetzung und alternativ englische Texte sehr begrüßt hätte. Was mir schnell fast erleichternd auffiel: Mehr als fünf Spielstände! Denn genau fünf Spielstände pro Memory Card bot seinerzeit "Shin Megami Tensei: Lucifer's Call". Ein Zoom hätte dem Spiel ganz gut getan *punkt*

Ach und für dich Alanar nochmal kurz das Fazit "buy it bis rent it".
Für Runefaust: Nimm den Bogen und "shoot it".
Und Tiuri kann sich bedenkenlos ein "forget it" darunterschreiben.




Bleiben wir doch einfach mal bei "Persona 3". Ich merk doch, ihr wollt mehr .
Ein Ärgernis von gewaltiger Größe stellte für mich der letzte Bosskampf dar. Keine Sorge, ich werde nur auf die allernötigsten Details eingehen.
Nach etwa einer Stunde Kampf hatte ich den Boss so weit, dass er gleich abkratzen müsste. Doch Rollenspieler wissen, dass man sich erst freuen sollte, wenn der Kampf auch wirklich beendet ist. Typischerweise kommt es nämlich dazu, dass der Boss urplötzlich neue, verheerende Angriffe in petto hat. So auch hier und das in einer der absolut miesesten und fiesesten Varianten, wie ich sie je erlebt habe. Der Massenangriff verursachte nämlich willkürlich Zustandsveränderungen (oder auch mal keine). Bis zu dieser Stelle hatte ich mit Vorbereitung + Vorbosskämpfen etwa 2,5 Stunden gespielt und was passiert? Der Held wird in den Beserkermodus versetzt, hat keine (oder nur sehr wenig) Verteidigung mehr und wird mit dem nächsten Treffer ins Jenseits geschickt - Game Over! Zweiter Versuch, nächster Tag. Nach einigem Hin und Her kam ich zum Schluss, dass ich mich unmöglich gegen genügend Zustandsveränderungen schützen könnte, um mit Sicherheit siegreich zu sein. Auf gut Glück stürze ich mich wieder ins letzte Gefecht und es passiert genau das Gleiche! 5 Stunden umsonst mitgefiebert, aber ich wollte noch lange nicht aufgeben.
Bei meinem nächsten Versuch hatte ich den Boss wieder soweit, dass er mit Zustandsveränderungen so um sich schmiss, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Doch dieses Mal wurde ich nicht zum Beserker, ein anderes Partymitglied wurde verzaubert und handelte somit für den Gegner. So spät im Spiel beherrscht fast jeder eine Vollheilung. Und jetzt könnt ihr euch ja denken, was passiert ist...
Der Boss wurde tatsächlich komplett geheilt und ich durfte (fast) von vorne beginnen. Jetzt ratet mal, was passiert ist, als ich ihn wieder so weit hatte? Ganz genau, doch dieses Mal wurde ich zum Retter in der Not - natürlich für den Endgegner.
Langsam neigten sich meine Itemreserven dem Ende, doch ich wollte noch nicht aufgeben. Jetzt kämpfte ich schon 3,5 Stunden und musste einfach siegen. Ihr wisst ja, aller guten Dinge sind drei... Schon wieder wurde jemand zum glücklichen Vollheiler des Bosses und meine Wut war in diesem Moment nicht in Worte zu fassen. Ich wollte die Situation mit Fassung nehmen, sah durch meine Items und merkte, dass es jetzt funktionieren musste oder ich würde aufgeben müssen.
Nach all dem Pech vollführte ich Freudensprünge, als ich den letzten Schlag tat. Insgesamt allein an diesem Versuch gingen fast 5 Stunden drauf, aber das war's mir wert: Die Endsequenz! Naja, zumindest fast... Keine Sorge, ich möchte niemandem das Ende verderben .


Die Eintönigkeit hat gesiegt. Ich hatte geplant mindestens zwei Spiele abzuhandeln. Aber ich denke das reicht für einen neuen Start erstmal (oh Kopfschmerz, weiche von mir...). Ich möchte unbedingt wissen, ob es euch lieber ist, wenn ich über weniger Spiele ausführlich berichte oder wieder die alte Kurz-Review-Variante heranziehen soll. Jedwede Kritik ist natürlich wie immer erwünscht. Ach, vielleicht noch ein dummer Witz zum Schluss: Oh dort vorne, steht da Jack Pot.


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Hinweis von Tiuri: Für den Inhalt seiner Gastblogger-Einträge ist allein Batman verantwortlich. Seine Kommentare und Ansichten spiegeln nicht unbedingt meine Meinung wider. Klar soweit? ^^
17.5.08 13:21
 
Letzte Einträge: Meine neuen DVDs und Videospiele, Meine neuen DVDs und Videospiele


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Phoenix (19.5.08 14:50)
Hui Hui Hui ^^.
Das is ne ausführliche beschreibeung eines Spieles ^^. DA du jetzt gut vorgelegt hast dun viel mehr gesagt hast als ich je hätte sagen können und mache die review davon einfach zu einem Link hierher ;P
Hoffe du hast nix gegen ^^


Tiuri / Website (22.5.08 23:24)
Aber Denis, Du hättest doch sicher genauso viel geschrieben wie ich Dich kenne.

@Batman:
Welcome back mein Lieber! Auch wenn ich mit dem Game in der Tat nichts anfangen kann fand ich die Ausführungen doch sehr lesenswert. Ich kann halt nur nichts weiter dazu sagen.. *g* Na vielleicht beim nächsten Mal. ^^


Runefaust (23.5.08 21:14)
Na, das nenne ich mal ein eindrucksvolles Comeback :-) Sehr schöner (und vor allem umfangreicher) Artikel zu einem interessanten Spiel.

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