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Die Wixxerin




(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 30.05.07)


Kurzinhalt:
Die 50-jährige Maggie braucht dringend Geld, denn ihr Enkelsohn Ollie ist schwer krank und nur eine Operation in Australien kann ihm noch das Leben retten. Leider fehlen seinen Eltern die finanziellen Mittel für die Überführung, also versucht Maggie einen Job zu bekommen um helfen zu können. In ihrem Alter schwierig bis unmöglich, bis sie sich nichtsahnend in einem Sex-Club auf die Stellenausschreibung einer "Hostess" meldet. In ihrer Not nimmt Maggie das lukrative Angebot an und muss fortan Männer mit der Hand befriedigen. Innerhalb kürzester Zeit macht sie sich dabei einen Namen als "Irina Palm" und die Kunden stehen Schlange bei ihr. Doch Sohn Tom wird misstrauisch und möchte erfahren woher der plötzliche Geldregen stammt...


Meine Meinung:
Liest sich als Inhaltsangabe etwas schweinisch, das geb ich zu. Aber der Film ist keineswegs eine billige Voyeuristenshow, selbstverständlich werden die etwas "delikaten" Szenen nur angedeutet bzw. hält die Kamera zumindest nicht drauf. Trotzdem natürlich mal ein etwas anderes Thema, das hier aufgegriffen wird. Das macht den Film auch irgendwo recht interessant, da verschiedene Situationen in "Irina Palm" einfach äußerst komisch sind. Der Kontrast zwischen schüchterner, auf dem Land lebender 50-jähriger Frau und dem knallharten Sex-Business in der Großstadt macht den Reiz dieses sehr ruhigen und gemächlichen Filmes aus. Wenn Maggie anfängt sich in ihrer Wichs-Kabine häuslich einzurichten, ihre Aufgabe für sie langsam zur Routine wird oder sie sich mit einem "Penisarm" herumschlagen muss, ist das mitunter sehr amüsant inszeniert. Auch die Darstellung des Clubbesitzers Mikky verblüfft durch unerwartete Vielschichtigkeit, nachdem der zunächst scheinbar typisch knallharte und unsympathische Zuhälter auch seine menschliche Seite zeigen darf und durch Maggie regelrecht aufgeweicht wird. Soweit zu den Positiva des Streifens.

Leider wird das Tempo bei "Irina Palm" für meinen Geschmack zu oft in den Zeitlupenmodus geschaltet, zu oft wurde es etwas langweilig und die Handlung zog sich zäh dahin. Ich weiß dass es sich um eine Tragikomödie handelt, dann muss ich aber sagen dass die ungewöhnliche Thematik wohl doch nicht ganz für einen abendfüllenden Spielfilm geeignet ist. Vielleicht lag es auch zum Teil an Hauptdarstellerin Marianne Faithfull, die mir ZU zurückhaltend gespielt hat. Fast bekam ich den Eindruck ich hätte eine Laienschauspielerin vom örtlichen Nachwuchstheater vor mir, so emotionslos und träge wirkte ihre Darbietung auf mich. Hackt Maggie einen Arm ab, sie wird ein paar Minuten darüber nachdenken und dann langsam mit einem "Oh, das ist jetzt aber nicht gut... hmmm... Aua!?" reagieren. Aber gut, was weiß ich schon, woanders wird Marianne Faithfull hoch gelobt. Tja, was soll ich sagen, Jake Gyllenhaal beispielsweise hat ebenfalls die Mimik eines Betonpfeilers, seine Fans hat er trotzdem. *g*

Fazit:

Wer ein Drama mit ungewöhnlicher Thematik und durchaus treffendem, trockenem Humor sucht kann bei "Irina Palm" ruhig einen Blick riskieren. Mir war der ruhige Film ein bisschen ZU ruhig und daher mitunter etwas langweilig. Außerdem hat mir das extrem zurückhaltende Schauspiel von Marianne Faithfull nicht so recht gefallen. Im Bewertungs-Mittelfeld kann ich die skurrile Geschichte der wichsenden Witwe aber dennoch ansiedeln.
1.7.07 16:29
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


HI (1.7.07 16:33)
Eine sehr schön Kritik, aber auch ein sehr schöner Film über die wichsende Witwe.


thadeus / Website (1.7.07 21:29)
Schöne Kritik, wenn da nur nicht Jake Gyllenhall wäre. Nie "Donnie Darko" gesehen?!


HI (1.7.07 21:57)
Ich schon. Klasse Film, klasse Schauspieler


Tiuri / Website (2.7.07 22:45)
Danke schön, wieso werd ich nur für meine kurzen Kritiken so gelobt, ich glaub ich lass die langen gleich ganz weg.

@Thadeus:
Doch, "Donnie Darko" hab ich mir damals aus der Videothek ausgeliehen, noch bevor der Film so gehypt wurde. Mich hatte einfach das Cover neugierig gemacht. Ich glaube das war der Film bei dem man die animierten DVD-Menüs ausschalten kann, oder!? Das war nämlich das beste an der DVD, den Film hab ich mir mit meinem besten Freund angesehen und wir fanden ihn beide mega-grottig. Mit das mieseste was wir seit langem ertragen mussten.

Aber nicht nur deswegen halte ich von Jake Gyllenhaal nichts. Find halt dass er kein guter Schauspieler ist... und da er dazu nicht mal gut ausschaut hat er bei mir gelitten.
                                                                                                                        

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