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Ich sehe was was Du nicht siehst!




(im Kino - Sneak Preview - gesehen am 18.07.07)


Kurzinhalt:
Cris Johnson versucht sich in Las Vegas mit einer kleinen Zaubershow und gelegentlichem Glücksspiel über Wasser zu halten und dabei möglichst nicht aufzufallen. Er hat nämlich ein Geheimnis: Seit jeher hat Cris die Gabe in die Zukunft zu blicken, allerdings nur zwei Minuten und nur seine eigene Person betreffend. Bisher gibt es nur eine Ausnahme und die hat mit einer Frau zu tun, von der er immer wieder träumt. Als er sie dann trifft stellt sich heraus dass seine Fähigkeiten durch sie plötzlich erweiterbar sind. Währenddessen beginnt sich das FBI für ihn zu interessieren und Agent Callie Ferris versucht Cris für ihre Zwecke einzuspannen - die da wären: Einen Atombombenanschlag europäischer Terroristen in Los Angeles vereiteln. Als die Terroristen davon Wind bekommen jagt nicht mehr nur das FBI Cris hinterher...


Meine Meinung:
Geschichten über Zeitreisen - und im weitesten Sinne gehört "Next" in diese Kategorie - haben bei mir sofort einen gewissen Bonus. Ich mag die Thematik einfach, genau wie alles was "Mystery" angeht. Doch bei "Next" gehen die Meinungen, zumindest wenn man ins entsprechende Kino.de-Board schaut, weit auseinander. Drei Kritiken, drei völlig unterschiedliche Bewertungen (30%, 60%, 80%)! Von mir kommt nun eine weitere Wertung im grünen Bereich (meine 2- entspricht 70%) dazu, doch letztlich kann ich auch die weniger begeisterten Stimmen nachvollziehen.

Die Grundidee des Science-Fiction-Action-Thrillers gefällt mir extrem gut: Was wäre, wenn man zu jeder Zeit und in jeder Situation zwei Minuten in die Zukunft blicken und danach sein Handeln ausrichten könnte? Für die Umsetzung dieses Gedankens hat man eine Menge schöner Ideen eingebracht, Cris spielt nämlich des öfteren verschiedene Zukunftsvarianten durch und dem Zuschauer ist nicht immer sofort klar ob er gerade die Realität oder bloß ein Gedankenspiel sieht. Das sorgt für Verblüffung und auch jede Menge Spaß (z.B. beim Austesten möglicher "Anmachsprüche"), zumal Cris, der ja ständig unglaublich viele Varianten im Kopf hat, nahezu unantastbar wird. Er trickst gemütlich die nach ihm suchenden Wachleute in einem Casino aus und schlendert ihnen ungesehen quasi vor der Nase entlang, er weicht auch Kugeln oder anderen gefährlichen Dingen aus wie es Neo in der Matrix nicht besser könnte. Ob das nun realistisch ist oder nicht spielt hierbei in meinen Augen keine Rolle, Cris bei seinem Treiben zuzusehen ist halt einfach sehr unterhaltsam. ^^

Hinwegsehen muss man natürlich über einige Plot- und Logiklöcher, wobei letztere sozusagen naturbedingt mit diesem Genre verknüpft sind. Wen so etwas stört, der kann sich sicher tierisch über "Next" aufregen - es wäre aber schade drum. Was die Story angeht konzentriert man sich vollkommen auf Hellseher Cris, die Intentionen der Terroristen bleiben z.B. völlig im Dunkeln. Warum sich das FBI zur Abwehr eines Atombombenanschlags so sehr auf Cris' Mithilfe stützt, wird auch nicht wirklich deutlich. Aber das kann man noch durchgehen lassen unter der Voraussetzung dass die zwar von seinen Fähigkeiten Wind bekommen haben, allerdings nicht wissen dass er bloß ZWEI Minuten in seine EIGENE Zukunft sehen kann. Wobei sich das ja im Laufe des Films ändert... aber davon konnte das FBI am Anfang wiederum nicht ausgehen. ^^ Alles in allem gestaltet sich der Storyverlauf schon etwas hanebüchen, das muss man einfach so feststellen, aber wie gesagt: Solange der Film Spaß macht!?

Die Schauspieler liefern allesamt eine solide Leistung ab, Nicolas Cage und die wunderbare Julianne Moore sind absolut passend besetzt, dazu noch Jessica Biel als Love Interest, Thomas Kretschmann als böser Terrorist und Peter Falk in einer kleinen Minirolle - über niemanden kann ich wirklich etwas negatives sagen.

Fazit:

"Next" zehrt vor allem von seiner hochinteressanten Grundidee und kostet die Möglichkeiten, die sich aus den hellseherischen Fähigkeiten des Protagonisten ergeben, sehr gut aus. Mitunter kommt regelrechtes Murmeltiertag-Flair auf, wenn man die gleiche Situation mehrmals in verschiedenen Varianten erlebt. Die Logik der Geschichte wird naturgemäß oft auf eine harte Probe gestellt, aber auch dank der soliden Actionszenen schaffen es Regisseur Lee Tamahori und die gute Darsteller-Riege unter'm Strich einen unterhaltsamen, kurzweiligen Science-Fiction-Film abzuliefern. Das clever montierte "Was wäre wenn"-Szenario zu verfolgen macht einfach Spaß!


P.S. Juhuu, mein Fazit hat es (leicht gekürzt) in die Ausgabe 33/2007 von KinoLive geschafft - zu finden auf Seite 26 oder direkt hier:


6.8.07 17:54
 


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