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Mein Kino-Monat - Juni 2008

"Forgetting Sarah Marshall - Nie wieder Sex mit der Ex"

TV-Serien-Komponist Peter wird von seiner Freundin, einer bekannten Schauspielerin, nach langjähriger Beziehung verlassen. Peter kommt nur schwer mit dem Trennungsschmerz klar und möchte sich mit einem Urlaub auf Hawaii daher ablenken. Doch zufällig trifft er dort im Hotel Sarah und ihren neuen Lover, den Musiker und Frauenheld Aldous Snow, wieder. Aber es gibt ja noch die hübsche Hotelangestellte Rachel...
Mit Liebeskomödien ist es wie mit Wein: Je älter desto besser. Früher setzte man noch überwiegend auf Romantik und umwerfende Stars wie Sandra Bullock oder Hugh Grant, heute liegt der Fokus eher auf Schenkelklopfern und peinlichen Situationen. "Nie wieder Sex mit der Ex" plätschert mit seiner nicht gerade originellen Story vor allem in der ersten Hälfte so vor sich hin, dem Film geht dabei vor allem eines ab: Charme! Erst als Peter auf Hawaii ankommt wird der Streifen langsam besser, auch wenn sich weiterhin immer wieder Durchhänger einschleichen. Großes Plus wie ich zugeben muss: Die Charaktere bedienen vor allem am Ende keine üblichen Klischees. Aus dem Cast herausragen kann ganz klar Russell Brand als Aldous Snow, der einige der besten Szenen bzw. Dialoge zugesprochen bekommt. Hauptdarsteller Jason Segel ist nett, wenn auch manchmal zu weinerlich. Die Gags sitzen bei "Forgetting Sarah Marshall" mal mehr und mal weniger gut, insgesamt kommt da aber einfach zu wenig um den Film länger in Erinerung zu behalten. Auf den Punkt gebracht würde man den Streifen wohl als belanglos bezeichnen, so sehr sich die Darsteller auch bemühen. Kann man sich mal auf DVD reinziehen, muss man aber nicht.



"The Bank Job - Baker Street"

1971 ereignete sich in London ein Bankraub, dessen genaue Umstände bis heute unklar sind - Akteneinsicht ist erst im Jahr 2054 (!) zu erwarten. Der Film nimmt sich dieser Thematik an und strickt um die wenigen verbürgten Fakten ein spannendes Katz- und Mausspiel. Dabei ist in diesem Fall die Planung und Durchführung des eigentlichen Raubs eher minder spannend, die Handlung nimmt nur langsam Fahrt auf und präsentiert sich zunächst als durchschnittliche Krimikomödie. Wäre da nicht der wie üblich äußerst coole, charismatische Jason Statham als Protagonist Terry, es käme in der ersten Filmhälfte wahrscheinlich sogar Langeweile auf. Doch zum Glück ziehen die Macher die Spannungsschraube in der zweiten Hälfte spürbar an. Terry und seine Truppe erbeuten aus den Bankschließfächern nämlich nicht nur Bargeld und jede Menge Schmuck, sondern auch brisante Informationen, deren Veröffentlichung sowohl der Geheimdienst als auch ein berüchtigter Gangsterboss verhindern wollen. Es entwickelt sich daraufhin ein verzwickter Thriller um Korruption und einen möglichen Skandal des britischen Königshauses, und am Ende laufen die Fäden gekonnt in einer großen Auflösung zusammen. Das macht dann absolut Laune und entschädigt für die mittelprächtige erste Filmhälfte. Der 70er Jahre Look sorgt zudem für das passende Flair und die Erkenntnis dass "Bank Job" unter'm Strich ein durchaus sehenswerter Heist-Film geworden ist. Ach ja, wer darauf wartet dass Statham seine Kampfkünste zum besten gibt, wird wohl eher enttäuscht werden. Das nur als Warnung.



"Ruinen"

Horrorfilme mit unverbrauchtem Szenario muss man heutzutage mit der Lupe suchen, meist läuft's ja doch auf einen irren Killer hinaus der hinter leicht bekleideten, großbusigen und dauerkreischenden Teenies herrennt und diese nach und nach abmetzelt. Hmm, okay, auch in "Ruinen" gerät eine Gruppe denk-resistenter junger Leute in eine missliche Lage - aber diese missliche Lage hat man so bisher noch nicht gesehen. Der Großteil des Films spielt sich auf einer kleinen Maya-Pyramide ab, auf der die Protagonisten sozusagen festgehalten werden, denn aus irgendeinem Grund werden sie von den Eingebohrenen daran gehindert die alte Ausgrabungsstätte zu verlassen. Wer sich nicht spoilern lassen möchte liest am besten net weiter, klar soweit? Aaalso, bei "The Ruins" geht das Böse mal nicht von einem Killer aus, auch treibt sich kein Monster in/auf der Pyramide herum, hier sind es die Rankpflanzen. Jajaa, die haben irgendwie ein Eigenleben entwickelt und auf ihrer Speisekarte steht eindeutig Menschenfleisch. Nette Idee und vor allem wenn sich die Pflanzen dann in den Menschen "einnisten" führt das zu ziemlich ekligen Szenen. ^^ Eklig ist ein gutes Stichwort, der Film beinhaltet durchaus einige unappetitliche Momente (ich sag nur Beinamputation!), bezeichnenderweise sind das dann auch die Highlights - also neben der eigentlichen, frischen Idee. Ansonsten weist "Ruinen" in meinen Augen leider einen nicht zu unterschätzenden Mangel auf: Es fehlt Spannung! Ich weiß ja nicht wie es Euch geht (TM by Bernd Fischer), aber mir hat auch die kurze, öde Einführung der Charaktere nichts gebracht - die waren eindimensional wie immer und mir als Zuschauer herzlich egal. Hinzu kommt das Problem dass sich der Film halt auf sehr engem Raum abspielt und dort auch nicht sooo viel passiert. Wie genau das "Killer-Efeu" nun die Menschen auffrisst oder welchen Hintergrund das Ganze hat wird nicht im entferntesten erklärt - dass die Planzen Klingeltöne und Stimmen nachahmen können hilft dann auch nicht unbedingt weiter.
Fazit: "Ruinen" punktet mit einer originellen Idee und teils durchaus heftigen Szenen, krankt aber meiner Ansicht nach an Spannungsarmut und bleibt bezüglich seiner interessanten Thematik einfach zu oberflächlich. Horrorfans dürfen mal einen Blick riskieren, ein Highlight des Genres ist der Film aber sicher nicht.



"Underdogs - Hundeleben"

Der ein oder andere von Euch wird vielleicht mitbekommen haben dass Hunde nicht unbedingt zu meinen Lieblingstieren gehören - kann mir da ein Film gefallen in dem selbige eine wichtige Rolle spielen? Ja, kann er durchaus. Es geht bei "Underdogs" um ein Programm, in dem ausgewählte Häftlinge im Gefängnis knuffige Labrador-Welpen zu fähigen Blindenhunden ausbilden sollen. Eigentlich nichts für den rauhbeinigen Mosk, der sich lieber auf die knastinterne Meisterschaft im Gewichtheben vorbereiten würde. Aber er hat keine Wahl und muss mit ein paar anderen Knackis dran glauben. Seine ablehnende Haltung gegenüber "seinem" Hund gefährdet dann auch zunehmend das Erreichen des Programmziels, doch natürlich beginnt sich Mosk mit der Zeit zu wandeln..
Okay okay, die Geschichte vom harten Kerl, für den Gefühle ein Fremdwort sind und der dann doch noch seinen weichen Kern entdeckt, ist nicht unbedingt neu. Wenn sie allerdings so sensibel und humorvoll wie hier erzählt wird, kann sie trotzdem immer noch für einen recht vergnüglichen Kinoabend sorgen. Großen Anteil daran hat meiner Meinung nach Mosk-Darsteller Thomas Sarbacher, der mich total an Robert de Niro erinnert und der seine Rolle hervorragend auszufüllen vermag. Von den Nebendarstellern konnten mich derweil nicht alle überzeugen (fand die Direktorin iwie unpassend, Ingo Naujoks ebenso, der Hundetrainer sprach mitunter wie aus dem Drehbuch vorlesend..), aber die Story konzentriert sich ja zum Glück auf die Figur des Mosk. Insgesamt erzählt "Underdogs" eine schöne Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Hund, und wie diese einen Menschen auch verändern kann. Das ist nichts spektakuläres und perfekt ist der Film auch nicht, aber für die Sneak nahezu perfekt geeignet. Gelangweilt hab ich mich jedenfalls nicht. ^^


19.7.08 12:31
 


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