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Mein Kino-Monat - Juli 2008

"Kung Fu Panda"

Animationsfilme werden mittlerweile ja zu Hauf ins Kino gespült, da wird es immer schwieriger aus der Masse hervorzustechen. 2007 ist dies nur Pixars "Ratatouille" (Note 2-) gelungen, in diesem Jahr konnte bisher "Horton hört ein Hu!" (Note 2+) von den Blue Sky Studios positiv überraschen. Zumindest bis zum heiß ersehnten "Wall-E" haben sich nun allerdings die Mannen von DreamWorks Animation die CGI-Krone geschnappt, denn mit ihrem neuesten Streich legen sie die Messlatte wahrlich verdammt hoch!
Einmal mehr setzt man dabei auf knuffige Tiere, die in diesem Fall in ein Kung-Fu-Filmsetting verfrachtet werden. Dass die Geschichte des Außenseiters, an den zunächst niemand glaubt und der am Schluss über sich hinauswächst, keinen Innovationspreis gewinnt ist klar. "Kung Fu Panda" setzt diese Story jedoch mit soviel Liebe zum Detail um, mit solch herzlichen Figuren und einem genau richtig dosierten philosophischen Einschlag, dass es eine wahre Freude ist. Zudem ist der Film durchgehend unheimlich lustig ausgefallen, die Situationskomik traf mein Komikzentrum erstaunlich oft und heftig - was nicht zuletzt dem tollpatschig-sympathischen Hauptdarsteller zu verdanken ist. Doch "Kung Fu Panda" hat noch mehr zu bieten, und zwar richtig richtig coole Martial-Arts-Sequenzen, die zwar erst gegen Ende auftrumphen können, dann aber dermaßen mitreißend inszeniert sind dass so manches Realfilm-Vorbild vor Neid erblassen dürfte. Der Endkampf hätte ruhig noch länger dauern können, ich fand ihn grandios! Weiterer Pluspunkt: Die tollen Animationen und teils wunderschönen Hintergründe haben mich wahrlich beeindruckt, der Look des Films ist nahezu perfekt. Großes Lob dafür an DreamWorks. Etwas schade fand ich, dass die "Furiosen Fünf" viel zu kurz kommen und äußerst blass bleiben, das passt nicht zum ansonsten hervorragend ausgearbeiteten Feld der Nebenfiguren (selbst Po's Ziehvater kann in seinen wenigen Szenen mehr überzeugen). Außerdem bin ich nicht hundertprozentig glücklich mit den deutschen Synchronsprechern, vor allem bei Hape Kerkeling als Po - der durchaus eine gute Arbeit abliefert! - hab ich das Gefühl man hätte doch besser eine der Trailer-Stimmen genommen (dort waren es die dt. Sprecher von Jack Black und John Cusack).
"Kung Fu Panda" ist in meinen Augen bisher eines der ganz wenigen echten Highlights des Kinojahres 2008! Ein paar Kleinigkeiten verhindern zwar die Höchstwertung, doch wer auf optisch beeindruckende, super-witzige und mit Liebe gemachte Animationsfilme steht, darf sich den Film nicht entgehen lassen. Mit abwechslungsreicher Kampfaction sollte man natürlich auch was anfangen können, noa. ^^



"Hancock"

Die meisten sogenannten Superhelden tun sich schwer ihr Schicksal als Vorbild und Weltenretter zu akzeptieren, doch einer versucht's erst gar nicht: Hancock scheißt auf sein Bild in der Öffentlichkeit, besäuft sich gerne und macht bei seinen "Heldentaten" - wenn er sich denn mal aufraffen kann - in der Stadt soviel kaputt dass die Menschen ihn regelrecht hassen. Doch dann rettet er ausgerechnet einem PR-Berater das Leben und dieser möchte ihm fortan helfen ein neues Saubermann-Image aufzubauen...
Die Idee ein richtiges Arschloch als Superheld in den Mittelpunkt zu stellen hat definitiv Potenzial, die Ausführung kann im Falle von "Hancock" nur bedingt überzeugen. Sicher, der Film macht Laune, keine Frage. Wie auch anders, es handelt sich schließlich um ein Will-Smith-Vehikel und dieser könnte mit seinem unglaublichen Charisma selbst den popeligsten Flop-Film noch enorm aufwerten. Auch hier beherrschen Smith und seine coolen One-Liner das Geschehen - es macht einfach Spaß dem Star bei seinem Treiben zuzusehen. Leider lässt "Hancock" in der zweiten Hälfte enorm nach und die Fassade des hochwertigen Blockbuster-Films beginnt merklich zu bröckeln. Das zeigt sich vor allem an der dünnen und wenig spannenden Handlung, die zudem noch mit etwas holprigen Drehbuchideen und Charakter-Beziehungen aufwartet (um spoilerfrei zu bleiben gehe ich mal nicht näher darauf ein). Auch die Hauptfigur an sich beginnt zu schwächeln, da Smith zwar gewohnt klasse spielt, sein John Hancock allerdings nie so richtig beim Zuschauer als eigenständiger Charakter akzeptiert wird - das rächt sich leider irgendwann. Zudem braucht's bei einem Superhelden halt auch einen zünftigen Bösewicht, einen ebenbürtigen Gegner. Wenn der fehlt bleibt am Ende ein bitterer Nachgeschmack und so wirklich fesselnd und mitreißend KANN das Finale dann auch leider nicht geraten. Unter'm Strich hätte man aus dem Thema einfach wesentlich mehr machen können, trotzdem sorgen ein wie üblich überzeugender Will Smith, der passende Humor und die ansehnlichen Tricks für einen launigen Kinoabend. Punktabzug gibt's zu guter letzt natürlich noch für die Kameraleute, die sich bedauerlicherweise als halbblinde Epileptiker herausstellen. Anders sind das nervige Gewackel und die allzu übertriebenen Nahaufnahmen nicht zu erklären..



"99 Francs - 39,90"

Tja, hmm, also ich hab ja nichts dagegen wenn in der Sneak mal ein außergewöhnlicher Film gezeigt wird, aber mit dem hier konnte ich echt nicht viel anfangen. Muss aber nichts heißen, viele andere fanden ihn gut.. ^^ "39,90" ist eine Buchverfilmung und führt den Zuschauer auf eine Reise in die Welt des Werbetexters Octave Parango. Dieser ist ein ziemlich erfolgreicher Kreativkopf in der Branche, aber auch ziemlich arrogant, zynisch, gerne mal auf Koks und zunehmend mit sich selbst und seinem Job hadernd. Am Anfang steht er oben auf einem Hochhausdach und stürzt sich von dort in die Tiefe. Der Film zeigt also Rückblicke, doch das Ende des Films ist gar nicht mal so festgelegt wie man zunächst meinen könnte...
Mir ist "39,90" definitiv zu abgedreht und schräg inszeniert, so manch surreale Szene zerstört regelrecht den glaubhaften Spielfilmcharakter, zudem wird die Geschichte oft wirr und zerstückelt erzählt. Mit dem koksenden und kotzenden Octave kann man sich wahrlich kaum identifizieren, er und alle anderen Figuren bleiben einem die gesamte Laufzeit viel zu fremd(artig). Als bissige Abrechnung mit der Werbeindustrie versagt der Streifen in meinen Augen ziemlich, mal abgesehen davon dass diese Thematik auch alles andere als spannend ist und mich ziemlich kalt lässt. Einzelne Passagen funktionieren ganz gut, andere ziehen das Gesamtpaket allerdings leider wieder runter. Wie gesagt, das wirkt alles zerstückelt und höchst unausgegoren. Eigentlich schade, denn diverse visuelle Schmankerl (z.B. der Weg einer Pille in den Magen) wissen durchaus zu Gefallen und so manch abgefahrene Idee (z.B. der Hamster auf Speed) zauberte ein breites Grinsen auf mein Gesicht. Nützt aber auch nicht mehr viel, denn "99 Francs" hat mir einfach insgesamt nicht zugesagt und daher kann ich nicht mehr als eine knappe "5" vergeben.



"Selbstgespräche - Come In and Burn Out"

Wer kennt sie nicht, die Anrufer irgendwelcher Call-Center, die einem auf penetrante Art und Weise irgendwelche Zeitschriften-Abos, Lotto-Scheine oder sonstigen Quatsch andrehen möchten. In "Selbstgespräche" geht es nun um eben solche Mitarbeiter: Z.B. den extrem menschenscheuen Adrian, der sich am Telefon in eine Kundin verliebt. Sascha, der Angst hat mit seiner Freundin den nächsten Schritt zu gehen und fest an eine Showmaster-Karriere glaubt. Oder auch Richard Harms, den Abteilungsleiter, dessen Ehe ein Trümmerhaufen ist. Der Film lässt uns am Leben dieser und noch weiterer Menschen teilhaben, deren Krisen alle im Prinzip auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen sind. Eine witzige Idee, denn im Call-Center geht es ja gerade um Kommunikation und trotz aller markiger Tipps von Richard hapert es (privat) nicht nur bei seinen Mitarbeitern an der Umsetzung. "Selbstgespräche" macht nicht den Fehler und setzt auf billige Gags und Slapstick, sondern verlässt sich voll und ganz auf seine aus dem Leben gegriffenen Charaktere, nimmt diese ernst und lässt den bodenständigen Humor aus ihnen heraus entstehen. Das klappt wunderbar und lässt den Streifen scheinbar mühelos eine perfekte Balance zwischen Komödie und Drama halten. Man wird sozusagen gleichermaßen zum Lachen und zum Nachdenken angeregt. Dass einem die Figuren schnell ans Herz wachsen liegt auch an den äußerst glaubhaften Darstellern, vor allem August Zirner (als Richard) und Johannes Allmayer (als Adrian) spielen einfach exzellent. Zum Glück, denn "Selbstgespräche" kommt inszenatorisch schon fast wie ein Bühnenstück daher und wirkt vom schlichten Look her eher wie für's Fernsehen gemacht. Gestört hat mich das nicht, die Figuren und ihre kleinen Geschichten sind einfach interessant genug um diesen eigentlich recht gemächlich voranschreitenden Film sehr sehenswert zu machen. Wegen mir hätte "Selbstgespräche" jedenfalls noch länger dauern können.. ^^



"Die Chroniken von Narnia II - Prinz Kaspian von Narnia"

Im allgemeinen wird diese Fortsetzung wohl im Vergleich zum ersten Teil (Note 3+) als besser eingestuft, ich persönlich sehe das etwas anders. Für mich geben sich die beiden Narnia-Verfilmungen nicht viel, wobei die Vor- und Nachteile anders verteilt sind. "Prinz Kaspian von Narnia" ist erwachsener und düsterer inszeniert, gleichzeitig aber leider auch weniger märchenhaft. Dafür wirken die Special-Effects merklich ausgereifter und die Schlachten (zwei große sind's an der Zahl) haben ebenfalls zugelegt. Der Reiz des Neuen geht der Geschichte leider völlig ab und im Gegensatz zum Vorgänger gestaltet sich die "Einführung" hier mitunter ziemlich zäh und langatmig. Bis die vier aus Teil 1 bekannten Kids endlich auf Kaspian und die Narnianer treffen vergeht einfach zu viel Zeit. Weitere Negativpunkte sind der unpassende (spanische?) Akzent von Prinz Kaspian (1:0 für die OV würd ich mal sagen) und in meinen Augen auch der Wechsel von der uns bekannten Welt nach Narnia. Hier ist's kein "Tor" wie in "Der König von Narnia", hier befinden sich die Kids in einer U-Bahn-Station und landen dann einfach so in Narnia - natürlich völlig unbemerkt von den anderen Menschen um sie herum!? Also besonders glücklich war das in meinen Augen nicht gelöst. Sei's drum, als Familien-Fantasy-Abenteuer-Film funktioniert "Die Chroniken von Narnia II" durchaus gut, auch wenn sowohl der recht beliebig wirkenden Story und leider auch den Charakteren der Biss und das gewisse Etwas weitestgehend abgeht. Hoffentlich holt man da aus der Figur Kaspian im kommenden dritten Teil mehr heraus. Wenn ich schon von den Charakteren schreibe darf logischerweise der Löwe Aslan nicht fehlen. Dieser sorgt leider für den größten "What the fuck?"-Moment des gesamten Films, leider nicht im positiven Sinne. Denn der Löwe versteckt sich erstmal lange Zeit im Wald und lässt völlig grundlos zunächst viele der Narnianer in den Tod gehen, bevor er endlich im letzten Moment eingreift und ihnen hilft (bzw. helfen lässt...). Seine Begründung, warum er nicht eher hilft - sinngemäß aus dem Gedächtnis wiedergegeben: "Es geschieht niemals etwas zweimal auf dieselbe Weise!" WHAT THE FUCK??? Für alle Buchkenner hoffe ich dass dort dieser Mist besser und schlüssiger erklärt wird, denn im Film macht es absolut keinen Sinn dass Aslan sich erstmal entspannt zurücklehnt und nichts tut - okay außer dass der Film ansonsten wohl weit eher zum Abspann übergegangen wäre. Hätte Aslan also sowas gesagt wie "Ich kann Euch noch nicht helfen, die Drehbuchschreiber meinen das wäre der Dramaturgie abträglich!", hätte ich's noch gelten lassen. Hat er aber nicht. :/ Anyway, kommen wir zum Bösewicht: Beim Telmarer Lord Miraz hat man sich Mühe gegeben ihn als echten Fiesling hinzustellen, das klappt auch sehr schnell. Man lernt den Burschen ruck zuck hassen. Und trotzdem hat mir Tilda Swinton als Weiße Hexe (die hier einen schönen Cameoauftritt hat!) etwas besser gefallen, wahrscheinlich weil sie weniger.. menschlich war. ^^ Zu guter Letzt sollte man noch den gelungenen Humor von "Narnia II" erwähnen, Neuzugang Peter Dinklage (zuletzt im Kino in "Sterben für Anfänger" und im TV in "Nemesis - Der Angriff" zu sehen) hat daran sicher den größten Anteil.
Alles in allem kann "Prinz Kaspian von Narnia" das solide Niveau des Vorgängers halten (auch wenn der in meiner Gunst noch einen Tick vorne liegt), wirkt aber leider auch über weite Strecken recht beliebig und eher oberflächlich. Langweilig wird's trotz der schleppend vorankommenden ersten Filmhälfte nie wirklich, richtig mitreißend aber auch kaum. Bin gespannt was man aus Teil 3 macht...



"Superhero Movie"

Spoof-Movies und kein Ende. Nachdem mich "Date Movie" (Note 5-) so herbe enttäuscht hatte, verwundert es wohl nicht dass ich mir "Fantastic Movie" und "Meet the Spartans" lieber komplett gespart habe. Auch der Name David Zucker allein hat keine allzu große Sogkraft mehr, zeigte doch die Qualitätskurve mit "Scary Movie IV" (Note 3-) leider nach unten. Bei "Superhero Movie" hab ich demnach lange mit mir gehadert ob ein Kinobesuch angebracht ist - letztlich fiel die Entscheidung dann aufgrund EINES Namens: Leslie Nielsen! Der ist zwar sichtlich gealtert, aber wenn man sich Harrison Ford im vierten Indy-Film anschaut.. hey, warum nicht nochmal den guten Frank Drebin reaktivieren? Okay, das ist Wunschdenken und ein weiterer "Nackte Kanone"-Teil würde wohl eh nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen können, trotzdem muss man ganz klar sagen: Nielsen ist und bleibt einfach Kult. Schade nur dass in "Superhero Movie" einmal mehr nicht seine angestammte deutsche Stimme zu hören ist, sondern die von Morgan Freeman. Das trübt den Spaß leider ziemlich und ist umso ärgerlicher weil im Trailer noch die richtige Synchro genommen wurde. :/ Erfreulich sind neben Nielsens Auftritt als Onkel Albert weitere Verbeugungen vor der guten alten Zeit: So freut sich der Kenner nicht nur über ein Wiedersehen mit Robert "Airplane" Hays, sondern es wird auch einer berühmten Szene aus "Die Nackte Kanone" gehuldigt - ich sag nur Nordberg-Abgang.
Darüber hinaus darf man einfach nicht zuviel erwarten. Als Grundgerüst hat man sich den ersten "Spider-Man" ausgesucht, aus dem sogar viele Szenen 1zu1 verulkt werden. Keine schlechte Idee, nur wirken andere Superhelden-Vorlagen - wie "X-Men" oder "Fantastic Four" - leider oft lieb- und wahllos in die Handlung reingeklatscht. Einmal mehr wundert man sich wieso Zucker hier nicht mehr Eleganz im Umgang mit dem ihm so vertrauten Genre beweist - wobei man erwähnen sollte dass er hier nicht selbst Regie geführt hat. Das entschuldigt trotzdem nichts. ^^ Ganz klar: Ich HABE viel gelacht bei "Superhero Movie", die Superhelden-Thematik ist genau mein Ding und so manch eigentlich bereits ausgenudelter Gag funktioniert einfach immer wieder auf's Neue. Jaaa, auch die "Fäkalscherzchen" (pupsende Oma, urinierender Dragonfly etc.) verfehlen ihre Wirkung nicht - wobei sie hier auch nicht ZU eklig präsentiert werden wie ich finde. Sehr schade dass zum Teil dann allerdings doch arg plumpe und auch peinliche Gags bemüht werden - die Verulkung von Steven Hawking ist beispielsweise absolut daneben.
Insgesamt würde ich für "Superhero Movie" eher einen DVD-Abend mit Freunden empfehlen, auch sollte man sich darüber klar sein dass der Streifen im Prinzip nur eine weitere Fließband-Produktion im nicht enden wollenden Spoof-Movie-Strom geworden ist - wer damit leben kann kommt zumindest teilweise durchaus auf seine Kosten. Und hey, allein wegen der Nackte-Kanone-Szene hat sich für mich der Kinobesuch schon gelohnt..



"Die Girls von St. Trinian"

Wer liebt ihn nicht - den bissigen, schwarzen, englischen Humor. Zuletzt kam dieser bei der Komödie "Sterben für Anfänger" sehr schön zum tragen. Nun lief in der Sneak mit "Die Girls von St. Trinian" ein Film über ein chaotisches Mädcheninternat voller anarchischer Schülerinnen und mit höchst unorthodoxer Unterrichts-Gestaltung. Irgendwann kristallisiert sich dann auch so etwas wie eine Story heraus, wenn nämlich die gesamte Schülerschaft - bestehend aus höchst unterschiedlichen Klischee-Grüppchen (Prolls, Emos, Snobs, Streber etc.) - zusammentut und mit der Direktorin einen Plan ausheckt, die hochverschuldete und im Fadenkreuz des spießigen Bildungsministers stehende Schule vor der endgültigen Schließung zu retten. Was recht vielversprechend mit Einblicken in den teils kuriosen und teils fiesen Alltag der Schule beginnt, endet bedauerlicherweise ziemlich lahm und mit der Erkenntnis dass hier Potenzial für eine wirklich bissige Komödie verschenkt wurde. Das Timing ist oft schlecht, die Pointen ziehen nur selten, die Frage "Was soll das alles!?" kreist bedauerlicherweise viel zu schnell im Kopf des Zuschauers herum. Man nehme nur die Rolle des Hehlers: Trotz Russell Brand (zuletzt in "Nie wieder Sex mit der Ex" recht überzeugend) total verschenkt. Oder die Direktorin: Warum zum Geier wurde sie mit einem Mann (Rupert Everett) besetzt?? Diese Travestie-Nummer ergibt einfach keinen Sinn und wirkt fehl am Platz. So zieht sich also dieser merkwürdig-kaltlassende Film wie Kaugummi hin und vermag nie wirklich zu überzeugen. Hier und da wurden nette Ideen eingestreut, zugegeben, aber alles in allem hat mich "Die Girls von St. Trinian" ziemlich enttäuscht. Das könnt Ihr besser, liebe Engländer!


17.8.08 15:46
 


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