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Mein Kino-Monat - September 2008

Ich weiß ich habe lang nichts gepostet, ich weiß ich hinke mit den Kinofilmen hinterher, ich weiß der aktuelle M!/Gamepro-Eintrag steht noch aus - ich weiß aber auch dass mir einfach die Zeit zum bloggen fehlte und fehlt. Sorry dafür, ich hoffe Ihr verzeiht mir.. ^^ Aber nun mal zu den Kinofilmen:



"Redbelt"

Noch ein Kampffilm wie neulich "The Fighters"? Jein, denn das Thema Martial Arts ist hier im Prinzip nur Mittel zum Zweck und dient eher einer modernen Heldengeschichte. Mike Terry, hervorragend gespielt von Chiwetel Ejiofor (puh, gut dass ich den Namen nicht aussprechen muss *g*), ist dieser Held. Ein Mann mit Prinzipien, ein Mann mit einem Ehrenkodex. Als Kampfsport-Lehrer für Jiu Jitsu versucht er seine Grundsätze auch an die Schüler zu vermitteln. Die Inszenierung von Fights als Wettkampf ist ihm verpönt, das Kämpfen allein zur Unterhaltung widerstrebt ihm total. Aber Mike bestreitet in "Redbelt" einen ganz anderen Kampf und genau darum dreht sich die Story: In einer Welt voller Habgier, Korruption und Machtspielchen seiner Linie treu zu bleiben ist nicht einfach - Mike zeigt allerdings dass es durchaus funktionieren kann. Mir gefällt sowas, ich wünsche mir dass es in der Realität viele solcher "Helden" gibt, daran beginnt man ja leider oft zu zweifeln. Wie sich die Situation um Mike zuspitzt, wie er belogen und betrogen wird und wie er letztlich doch ein Zeichen setzen kann - das alles erzählt "Redbelt".
Zugegebenermaßen ist das nicht durchgehend spannend und bei dem ein oder anderen Handlungsstrang hat man das Gefühl er wird nicht richtig zu Ende geführt, aber die Message im allgemeinen und die Hauptfigur im besonderen haben mir einfach gefallen. Schade dass man nicht noch ein paar wirklich sehenswerte Fights mit reingebracht hat, denn WENN hier mal gekämpft wird dann hat man das Gefühl der Kameramann macht selber mit.. muss ich mehr sagen? ¬.¬ Dass selbst die TV- und Leinwandübertragungen allerdings in Wackeloptik gezeigt werden ist dann meiner Ansicht nach nur noch lächerlich und ein grober Fehler im Film. Sollen sie mal in Wirklichkeit so machen wenn ein Boxkampf bei RTL gezeigt wird, ich glaube die Zuschauer würden seeeehr sauer!
Aber egal, kommen wir zum Fazit: "Redbelt" ist eine nette kleine Heldengeschichte, die ohne den tollen Hauptdarsteller allerdings niemanden wirklich hinter'm Ofen hervorlocken könnte. Für eine Sneak durchaus okay, und sei es nur um Tim Allen mal in einer ungewohnt ernsten Rolle zu erleben..



"Wanted"

Der Trailer ließ auf einen coolen Actionfilm schließen, es galt nur die Daumen zu drücken dass man von der Action auch etwas erkennt. Diesbezüglich kann man aufatmen, trotz einiger Szenen in denen das Gewackel etwas zu viel ist, lassen sich die Verfolgungsjagden und Schießereien gut verfolgen. Alles andere wäre auch fatal für "Wanted", denn hier liegen die großen Stärken des Streifens. Schon lange durfte man nicht mehr derart stylishe und originelle Action bewundern, das Zuschauen macht da unheimlich Spaß. Dass auf physikalische Gesetze und Glaubwürdigkeit keinen Pfifferling gegeben wird, tut dem ganzen keinen Abruch. Im Gegenteil, bei einer Comic-Adaption - und eine solche ist "Wanted" - kann es ruhig überzogen und unrealistisch zugehen. Ebenfalls schön dass man den Stoff ausnahmsweise mal NICHT auf familienfreundlich getrimmt hat um auch Teenies ins Kino zu locken, sondern es erstaunlich hart und blutig zur Sache geht. Zusätzlich kann ich die Darsteller auf der Habenseite verbuchen: James McAvoy nimmt man vor allem zu Beginn den unscheinbaren Normalo sofort ab, umso unterhaltsamer gerät dann sein Wandel zum Profikiller. Morgan Freeman spielt routiniert gut und Angelina Jolie passt eh perfekt in solch einen Film - wobei man in meinen Augen bei ihr nur mit den Tattoos (ich hasse diese potthässlichen Teile) übertrieben hat.
Einzig fader Beigeschmack von "Wanted" ist und bleibt die Story: Nein, nicht die Tatsache dass die Handlung dünn wie Esspapier ist, sondern einmal dieser hanebüchene Unsinn mit dem Webstuhl (das war mir einfach eine Spur zu lächerlich) und dann natürlich die fragwürdige Arbeitsweise der Bruderschaft, die ja angeblich mit ihren vom Schicksal bestimmten Morden das Gleichgewicht der Welt aufrecht erhalten.. ähm, naaaa ja. Doch unter'm Strich überwiegt natürlich die stylishe Bombast-Action des Films, der sich auch zum Glück nicht allzu ernst nimmt und damit genau die richtigen Voraussetzungen für einen durchaus unterhaltsamen Blockbuster liefert, den ich jedem nur empfehlen kann! Ach und Frau Jolie, nur falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: Bitte bitte einen dritten "Tomb Raider" drehen, klar soweit? ^^



"Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf"

Ich mag Computeranimationsfilme, das geb ich zu. Die Höchstwertung bei "Wall-E" heißt allerdings nicht dass ich unkritisch mit diesen Machwerken ins Gericht gehe. Das sieht man gut an folgender Auflistung meiner Bewertungen der letzten Jahre:

2003
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2+ Findet Nemo

2004
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2+ Shrek II - Der tollkühne Held kehrt zurück
2 The Incredibles - Die Unglaublichen
3+ Back to Gaya - Die heldenhaften Abenteuer von Buu und Zino
3+ Shark Tale - Große Haie, kleine Fische

2005
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2 Robots
3 Terkel in Trouble
3- Madagascar - Wild Life

2006
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1 Ab durch die Hecke
2 Hoodwinked - Die Rotkäppchen-Verschwörung
2 Open Season - Jagdfieber
2- Barnyard - Der tierisch verrückte Bauernhof
2- Cars - Autos wie wir
3+ Ice Age II - Jetzt taut's
3+ Happy Feet
3+ Flushed Away - Flutsch und weg
3 Urmel aus dem Eis
3 The Wild - Tierisch wild
3 The Ant Bully - Lucas der Ameisenschreck
3 Monster House
3- Das hässliche Entlein & ich

2007
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2- Ratatouille
3+ TMNT - Teenage Mutant Ninja Turtles
3 Bee Movie - Das Honigkomplott
3- Shrek III
3- Lissi und der wilde Kaiser
4+ Surf's Up - Könige der Wellen
4 Die Legende von Beowulf

2008
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1- Kung Fu Panda
2+ Horton hört ein Hu!
3 Die Drachenjäger
5+ Urmel voll in Fahrt

Wie man sieht, erst zweimal die Bestnote 1 - stellt sich die Frage WARUM "Wall-E" so großartig ist und in diese kleine Gruppe aufgenommen wird!? Liegt es an der Optik, die Pixar-typisch ein Augenschmaus geworden ist? Nein, technisch weiß der Film zwar zu begeistern, aber das allein genügt nicht. Liegt es an der einfachen Geschichte mit seiner typisch simplen aber doch passenden Moral? Nope, das isses auch nicht. Liegt es an den Dialogen? Wohl kaum, in der ersten Hälfte des Films wird quasi gar nicht gesprochen. Dann muss es am Humor liegen, oder? Na ja, zu lachen gibt es natürlich genug, aber bestimmt nicht mehr als in vergleichbaren Filmen - vielleicht sogar etwas weniger. Wie zum Geier konnten mich die Pixar-Kreativen DANN überzeugen??
Die Antwort ist einfach und doch schwer in Worte zu fassen. Der schlichte Hinweis sich die Abenteuer von Wall-E einfach selbst anzuschauen dürfte Euch - auch wenn ich den Kinogang in der Tat für PFLICHT halte - nicht gerade befriedigen. Also versuche ich es mal: Es gab noch keinen Pixar-Streifen bei dem mich eine Figur so gepackt und berührt hat wie Wall-E - von der ersten Minute an schließt man diesen süßen kleinen Kerl in sein Herz. Ausgerechnet ein Roboter hat es geschafft in Rekordzeit eine emotionale Bindung mit dem Zuschauer herzustellen, dabei wurde von den Machern wirklich jedes Detail perfekt umgesetzt. Egal ob Mimik und Gestik, Gefühlsregungen und überhaupt das Verhalten von Wall-E, hier wurde dermaßen liebevoll gearbeitet dass ich nicht anders kann als von einem Geniestreich zu sprechen. Die wundervolle Liebesgeschichte zwischen dem Helden und der Sonde Eve setzt dem ganzen dann die Krone auf, diese schlägt jede RomCom der vergangenen Jahre um Längen.
Die Story rund um die fern von der Erde in einem riesigen Luxusraumschiff "dahinvegitierenden" Menschen und ihre mit Hindernissen gepflastere Rückkehr in die alte Heimat ist natürlich ebenfalls sehr ansprechend ausgefallen und genau wie der erste Teil des Films gespickt mit vielen amüsanten Details, die alleine schon keine Langeweile aufkommen lassen. Am genialsten fand ich ja die Interaktion zwischen Wall-E und dem kleinen Reinigungsbot, einfach herrlich. Ich möchte auch gar nicht viel mehr zu dem Film sagen, es bedarf da keiner langen Texte. Vielleicht noch ganz kurz zu den einzigen Negativpunkten: Mir persönlich waren es etwas zu viele "Wolliiii" und "Iwaaaa" Aussprüche im Film, aber das ist zu verschmerzen. Absolut nicht verstehen kann ich die teilweise Einbindung von REALEN Menschen!! Keine Ahnung was die Jungs von Pixar da geritten hat, allerdings passt das einfach überhaupt nicht und wirkt leicht irritierend bzw. seltsam. Sehr schade, damit bleibt "Wall-E" die ultimative Traumbenotung "1+" leider leider verwehrt.. ^^
Unmissverständliches Fazit zu "Wall-E": Unbedingt anschauen! In meinen Augen weit besser als die eh schon guten Pixar-Filme der letzten zwei Jahre und wahrscheinlich einer der besten CGI-Streifen überhaupt. Für mich ein heißer Anwärter auf den Film des Jahres, SO viel Charme und Atmosphäre ist kaum zu toppen. Und auch wenn die Ähnlichkeit zu Nummer 5 frappierend ist: Wall-E ist eine der besten neuen Figuren die seit langem die Kinoleinwand betreten hat - da kann selbst Captain Jack Sparrow nicht mithalten.
Als Vorfilm läuft übrigens "Presto" und wie sollte es anders sein: Auch der ist Pixar mal wieder superb gelungen.



"Babylon A.D."

Irgendwie vermisse ich sie, die großen Actionhelden im Kino. Schwarzenegger und Stallone, wie sie fiesen Schurken ordentlich Blei in den Hintern pusten oder ihnen mit der groben Kelle einen Scheitel ziehen. Van Damme und Seagal, wie sie mit vollem Körpereinsatz blaue Flecken verteilen und es schaffen filigran zwischen ganzen zwei unterschiedlichen Gesichtsausdrücken zu wechseln. Jajaa, das waren noch Zeiten. Heute sieht es etwas anders aus, mögliche Actionhelden wie The Rock oder Vin Diesel schaffen es einfach nicht ähnlichen Kultstatus zu erlangen oder ähnliche Klassiker ins Kino zu bringen wie ihre "großen Vorbilder". Die furchtbare Entwicklung der letzten Jahre, was den vermehrten Einsatz der Wackelkamera bei Actionsequenzen angeht, hilft da natürlich auch nicht unbedingt. Und damit wären wir bei "Babylon A.D.", bei dem ich so sehr gehofft hatte dass der europäische Einfluss - es handelt sich ja um eine französisch-amerikanische Co-Produktion - vielleicht für eine positive Überraschung bei der Kameraführung sorgen könnte. Nun, das Gegenteil ist der Fall: Wenn hier gekämpft wird erkennt man praktisch nichts vom Geschehen, die Kamera wackelt und schwenkt wie wild umher, und das mitunter in einer Heftigkeit wie ich es noch nicht erlebt habe. Die wenigen Prügeleien die der Film bietet - vor allem die einzige Stelle in der Michelle Yeoh theoretisch zeigen KÖNNTE was sie drauf hat - kann man komplett in die Tonne kloppen! Wieder einmal muss ich mich ernsthaft fragen welche Drogen Filmemacher heutzutage nehmen, dass sie tatsächlich glauben es wäre "cool" und würde das "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl stärken, wenn während Actionszenen einfach nur sinnlose Zooms, hektische Schnitte und katastophal-wackelnde Aufnahmen das kaum erträgliche Bild bestimmen. Es macht leider immer öfter keinen Spaß mehr, sich Actionstreifen anzuschauen, vor allem im Kino.
Nun hat "Babylon A.D." natürlich noch den Diesel-Bonus, denn als mürrisch-cooler Haudrauf-Einzelgänger macht er seine Sache nach wie vor hervorragend. Zum Glück passt seine deutsche Synchro imho ziemlich gut zu ihm, auch wenn Diesel im Original unschlagbar ist. Aber diese Stimme geb ich mir dann wenn endlich "Chronicles of Riddick - Assault on Dark Athena" für die Xbox 360 erscheint.. hehe..
Das Problem bei "Babylon A.D.": Aus der vielversprechenden Handlung wird einfach nicht genug gemacht. Die ganzen Storyhäppchen rund um das mit besonderen Fähigkeiten gesegnete Mädchen Aurora und diese Sekten-Gemeinschaft bauen durchaus Neugier und eine gewisse Erwartungshaltung auf, die am Ende des Films nicht erfüllt werden können. Ganz im Gegenteil, mir schwirrte sofort die Spock'sche Frage im Kopf herum - "Ist da sonst gar nichts mehr!?". Der Streifen wirkt auf den Punkt gebracht wie gewollt aber nicht gekonnt. Die Geschichte enttäuscht, die Einbindung von Michelle Yeoh wirkt verschenkt, bei der Action wurde vieles verdorben weil man oft nichts erkennt, der Look des Films hat mir persönlich ebenfalls nicht zugesagt. Was bleibt ist Vin Diesel, dessen Coolness "Babylon A.D." Gott sei Dank noch ein wenig aufwerten kann. Unter'm Strich kann man aber nicht umhin von einem Reinfall zu sprechen. Bedauerlich, aber wahr.



"Tropic Thunder"

Ben Stiller ruft zur fröhlichen Big-Budget-Komödien-Sause und sie alle kommen: Jack Black, Robert Downey Jr., Nick Nolte, Matthew McConaughey - um nur einige zu nennen. Viele kleine, nette Cameo-Aufritte sollte man besser nicht verraten, das verdirbt die Überraschung. ^^ Sie alle spielen also nun in einem Kriegsfilm, in dem eine Gruppe Schauspieler im Dschungel "ausgesetzt" wird und sich plötzlich mit einem Rauschgiftkartell auseinandersetzen muss, deren Mitglieder keinen Spaß verstehen. Letzteres sollte der Zuschauer aber, denn trotz beachtlichen Kulissen, jeder Menge sehr ansehnlicher Pyrotechnik, teils fast schon heftiger "Splatter"-Einlagen und der realen Gefahr für die Hauptdarsteller, darf man "Tropic Thunder" zu keiner Sekunde ernst nehmen. Stiller parodiert hier nicht nur Kriegsfilm-Klischees im allgemeinen, sondern feuert zusätzlich jede Menge böse Seitenhiebe in Richtung Hollywood - sowohl was die Egomanie der Schauspieler angeht als auch den alltäglichen Geschäftswahnsinn der Filmproduzenten. Ganz nebenbei erwähnt sorgt Tom Cruise als eben solcher Produzent für eine irrwitzige Darstellung, die definitiv im Gedächtnis bleibt (sein peinliches Scientology-Video bleibt allerdings ungeschlagen *gg*).
Wie dem auch sei, Ben Stiller packt seinen Streifen voll mit Ideen und deckt verschiedenste Humorpaletten ab - Slapstick, Wortwitz, Situationskomik, derbe Scherze, Anspielungen, Parodien, Fäkalhumor.. alles dabei. Bissig geht er dabei zu Werke, nur wurde MEIN Komikzentrum leider nicht immer getroffen. Vielleicht hab ich viele Gags nicht verstanden, vielleicht schießt Stiller auch über's Ziel hinaus, keine Ahnung, aber wirklich umgehauen hat mich "Tropic Thunder" nicht gerade. Der Anfang, allein mit den Fake-Trailern, ist durchaus gelungen, und im Finale dreht der film auch richtig schön auf, aber im Mittelteil gibt's meiner Ansicht nach auch einige Hänger. Die Storyidee ist halt für sich genommen grandios, trägt den Streifen allerdings nicht bis zum Ende. Wobei ich denke das ist Geschmackssache, ich kann absolut nachvollziehen wenn hier die Bewertungen weit auseinandergehen. Ich kann sagen dass ich die überzeichneten Charaktere, die absurde Handlung und die bissigen Gags durchaus gut fand, ein Komödien-Highlight ist "Tropic Thunder" aber nicht. Eine solide "3" gibt's dafür von mir.



"Transsiberian"

Und da haben wir wieder einen dieser gewissen Sneak-Filme. Wird "Transsiberian" bei uns regulär im Kino anlaufen? Unwahrscheinlich. Würde ich ihn mir regulär ansehen? Wohl kaum. Selbst im Fernsehen hätte ich wohl ziemlich schnell abgeschaltet, denn der Anfang verheißt zunächst nichts gutes und zieht sich etwas hin. Aber wie es manchmal so kommt, man soll den Film nicht vor dem Abspann lob.. ääh, verteufeln. Was wie ein uninteressantes Charakterdrama beginnt, entwickelt sich hier zum unheilvollen Thriller, dessen Spannungsschraube wahrscheinlich gerade durch den meist gemächlichen Verlauf später so wirkungsvoll anzieht. Es geht übrigens um ein amerikanisches Ehepaar (Jessie und Roy), das mit der transsibirischen Eisenbahn nach Moskau fährt, dabei die Bekanntschaft mit einem dubiosen Pärchen und einem russischen Polizisten macht und.. na ja das Ehepaar gerät in Schwierigkeiten, mehr sollte man gar nicht verraten.
Der in meinen Augen größte Pluspunkt des Films ist Emily Mortimer als Jessie, die eine ganz tolle Leistung abliefert und den Zuschauer damit mehr und mehr an ihre Person und die Geschichte fesselt. Woody Harrelson als Roy fand ich jetzt nicht soo berauschend, Ben Kingsley als undurchsichtiger Cop spielt dagegen superb wie immer. Mit einfachen Mitteln gelingt "Transsiberian" zumindest in der zweiten Hälfte eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die genauen Absichten der einzelnen Figuren bleiben lange Zeit nebulös, ein cleveres Mittel die Spannung aufrecht zu erhalten. Die Aufnahmen der weitläufigen Schneelandschaften Russlands passen perfekt zur Atmosphäre, trotz des zähen Anfangs kann ich also nicht umhin diesen Psycho-Thriller als gelungen zu betrachten. Ein netter kleiner Sneak-Streifen, dem man ruhig mal eine Chance geben sollte!


7.11.08 23:18
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Batman (17.11.08 01:53)
Mach nur weiter so, mach nur weiter so! Wirklich tolle Kurz-Rezensionen.

"Wall-E" hat eben Herz. Etwas, was vielen Filmen fehlt. Ich fand auch schon "Ratatouille" grenzgenial. Es ist doch irgendwie schön, dass das "Genre" der Animationsfilme so überdurchschnittlich heraussticht. Man überlegt sich bei solchen Streifen eben zwei Mal, ob das Skript gut genug ist, um die hohen Animationskosten zu decken.

"Transsibirien" hat seine Reize, "Wanted" würde mich ebenso locken. "Tropic Thunder" habe ich gesehen und fand's ganz brauchbar (der Anfang war suuuper (also nach den Trailern), der Mittelteil hat meiner Meinung nach auch ziemliche Hänger). "Redbelt" zieht mich auch magisch an. Im Endeffekt hast du mich heiß auf ziemlich viele Filme gemacht und wenn ich diesen Eintrag ausgelassen hätte, hätte ich Einiges verpasst.

Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr im Kino... ich glaube zuletzt "Spider-Man 3" gesehen zu haben (fand ich ganz toll). Das hat eben so seine Vorteile. Es ist ein höherer Genuss, wenn man sich seltener (überteuertes) Kinogehen gönnt. Deswegen ist es gut, dass es Leute wie dich gibt, die das wesentlich objektiver bewerten können. Danke!

P.S. Das Bild zu "Redbelt"... irgendwie denke ich da, dass der Kerl von Ich & Ich zu sehen ist... eieiei.


Tiuri / Website (24.11.08 00:11)
@Batman:
Hey wie schön auch mal auf DIESE Blogeinträge ein Feedback zu bekommen, das hat ja eher Seltenheitswert. Wer weiß, wenn Du irgendwann anderweitig auf einen der Filme stößt (DVD oder TV), denkst Du Dir: Hey, darüber hab ich doch mal was beim ollen Tiuri gelesen, den Streifen muss ich mir mal ansehen.. ^^

Objektiv bin ich allerdings ganz gewiss nicht, das würde ich auch niemals von mir behaupten. Ich wüsste auch nicht wie man einen Film objektiv bewerten soll, da sowas ja eindeutig reine Geschmackssache ist. Ich geb nur MEINE Meinung kund, dass diese sich immer mit anderen deckt ist unwahrscheinlich. *g*

P.S. Ich wüsste nicht mal wie der Kerl von Ich & Ich aussieht...
                                                                                                                        


Batman (25.11.08 22:18)
Zum P.S.: Sieh ihn dir hiermal an.

Ich sagte ja auch extra "objektiver", nicht allgemein objektiv. Aber du machst das schon ganz fein. ^^
Allgemein kann ich nur noch beifügen, dass man - wie ich finde - schlecht dazu kommentieren kann, wenn man die Filme nicht kennt.
Man könnte natürlich so etwas schreiben, wie: "Danke Tiuri, du hast mich auf die Filme A, B, C heiß gemacht, die schau ich mir an". Ich zweifle daran, ob dich diese Art der Kommentare glücklich machen würde. ^^


Batman (25.11.08 22:18)
Mist, das mit dem Link hat nicht geklappt: Naja, dann schau ihn dir hier mal an *grummel*: http://images.ga-bonn.de/bilderserien/bild.php?id=94550


Tiuri / Website (24.12.08 01:55)
@Batty:
Gut okay, die Ähnlichkeit ist da, bin einverstanden. ^^

Prinzipiell macht mich jeder Comment glücklich, wobei ich doch nicht der einzige sein kann der ab und zu ins Kino geht, oder? Zumindest über "kostenlos.de" holt sich der ein oder andere doch sicher mal einen der Filme..
                                                                                                                        

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