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Mein Kino-Monat - Januar 2009

"Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht"

Die erste Sneak im neuen Jahr und gleich eine positive Überraschung. Sicherlich liegt "Nick und Norah" bei weitem nicht auf "Juno"-Niveau, trotzdem ist diese Teeniekomödie nicht vergleichbar mit billigen Amercian-Pie-Klamotten von der Stange. Es geht um den schüchternen Nick, der nur schwer von seiner egozentrischen Ex loskommt und eine Nacht lang mit seinen schwulen Bandkollegen sowie der eigenwilligen Norah um die Häuser bzw. durch die Clubs zieht - immer auf der Suche nach der Örtlichkeit wo die angesagte Band "Where's Fluffy" ein Geheimkonzert gibt. Wie die Nacht letztlich endet und wer am Schluß in wessen Armen liegt dürfte kein großes Rätsel darstellen, der Weg dorthin ist aber sehr unterhaltsam ausgefallen.

Zunächst mal können die Darsteller vollends überzeugen. Michael Cera spielt als Nick echt total süß (wie schon in "Juno") und bildet zusammen mit Kat Dennings (Norah) eine gut funktionierende Paarung. Die beiden werden als Figuren ernst genommen, was unheimlich wichtig ist um den Film halt nicht zur puren Lachnummer verkommen zu lassen. Dafür ist vielleicht eher der Nebenplot um Norahs Freundin Caroline da (ich sag nur Entführung, Kotzen, Kaugummi ^^), was sich aber in der hier wohldosierten Form ebenfalls perfekt einfügt. Immerhin stehen den wenigen platten Witzen mehr als genug kleine, originelle Ideen gegenüber - an der Stelle sei nur Nicks gelbes Auto (ein Yugo) erwähnt. Zu guter Letzt sammelt der Streifen noch mächtig Pluspunkte mit seinen niemals dämlich wirkenden, oft sogar richtig cleveren Dialogen. Ach ja und die Musik stimmt ebenfalls, wäre anders auch ein Skandal bei dem Titel des Films. *g*

Die Mischung aus all den guten Zutaten macht dann auch ein paar Durststrecken wett, welche sich zugegebenermaßen eingeschlichen haben. Wie gesagt, wir haben es hier nicht mit einem weiteren "Juno" zu tun, sondern "nur" mit einer grundsympathischen, in meinen Augen sehr unterhaltsamen Teenie-Romantik-Drama-Komödie. Und das ist doch schon viel wert, noa.



"The Transporter III"

Es gab im letzten Jahr so einige Fortsetzungen, die eher enttäuschend ausgefallen sind (z.B. "Urmel voll in Fahrt", "Aliens vs. Predator II" oder "Dark Knight") - doch die Fortsetzungen von Fortsetzungen trifft es im allgemeinen besonders hart. Man denke nur an die dritten Teile von "Mission: Impossible", "Die Mumie", "Blade", "Final Destination", "Rush Hour", "Shrek", "The Santa Clause" u.s.w. Die Liste ließe sich sicher noch erweitern. Ein weiterer Titel kommt nun mit "The Transporter" hinzu, dessen aktueller Kinoausflug bei weitem nicht mehr so unterhaltsam wie seine Vorgänger ausgefallen ist. Eigentlich sollte man meinen dass die bewährte Mischung aus rasanten Auto-Verfolgungsjagden bzw. -Stunts, stylishen Kampfeinlagen und dem cool-lässigen Jason Statham eine sichere Bank ist, doch hier torpedieren viele Nervfaktoren und Ungereimtheiten das natürlich immer noch interessante Erfolgsrezept.

Größtes Problem ist eindeutig der Neuzugang Natalya Rudakova als Valentina, die dem Zuschauer vor allem in der ersten Hälfte des Films eigentlich NUR auf die Nüsse geht. Außer nuttig auszusehen und sich wie ein Vollpfosten zu benehmen kommt von ihr nicht viel rüber, weshalb ihre "Wandlung" in der zweiten Hälfte und ganz besonders die "Liebesgeschichte" mit Frank einfach nur aufgesetzt und total unpassend wirken. Übrigens gilt das dann natürlich leider auch für Franks Verhalten (z.B. als er für sie strippen soll und das auch noch tut statt der zickigen Göre die Wagenschlüssel anderweitig abzuluchsen) - it doesn't fit! Das i-Tüpfelchen sind allerdings die unfassbar dämlichen Unterhaltungen der beiden über Essen, also ich dachte echt ich bin im falschen Film. Auf der anderen Seite wird Franks alter Freund Inspektor Tarconi nur halbherzig und mit sehr wenigen Auftritten in die Story integriert, dabei ist dem Synchronstudio übrigens entgangen dass dieser in Teil 1+2 KEINEN so deutlich hörbaren französischen Akzent hat. Erinnert mich an Frau Farbissina, die im zweiten Austin-Powers-Teil plötzlich mit Ossi-Dialekt daherkam (und nebenbei bemerkt ihren Namen in Verbissenheit änderte.. *kotz*). Wie dem auch sei, zurück zu "Transporter III" (HA, ein Reim, sensationell oder? ^^).

Die Action im Film ist zum größten Teil gut gelungen, fällt hier und da jedoch mit zu hektischen Schnitten auf und gerade bei den Fights vermisse ich so richtig gute neue Ideen. Trotzdem: Dieser Teil ist der einzige der alles in allem überzeugen kann (neben der pfiffigen Idee mit den explosiven Armbändern *hehe*) und für den sich das Anschauen des Streifens doch noch lohnt - zumindest irgendwann im TV oder auf DVD.. Was man bei keinem der Transporter-Teile machen darf, ist die Logik hinterfragen. Die Story, die Stunts, die originellen Ideen - am Ende könnte man das alles als hanebüchen und blödsinnig abtun. Sollte man aber nicht, zumindest nicht bei dieser Art von Film. Und doch stellte sich mir bei "Transporter III" die Frage warum zum Geier Frank da überhaupt mit der doofen Russin (ach nein, Ukrainerin, sorry) quer durch Europa düst!? Ich meine, was macht das für einen Sinn?? Warum wird die olle Schrabnelle von den bösen Buben nicht einfach irgendwo versteckt und gut ist? Hätte auch den Vorteil dass der Zuschauer sie nicht so lange ertragen müsste.. ^^

Kommen wir zum Fazit: "The Transporter III" bemüht sich auf der einen Seite redlich an die stylishen Kampf- und Stunteinlagen der Vorgänger anzuknüpfen, was zum großen Teil auch ganz gut gelingt. Jason Statham gibt auch sein bestes, das muss man ihm lassen. Nur leider hapert es auf der anderen Seite gewaltig beim Drehbuch, das zu wenige pfiffige Ideen und mit Valentina dafür einen ganz und gar nicht pfiffigen Charakter einführt. Die dumme Nuss nervt nämlich gewaltig! Dazu kommen noch einige andere Kleinigkeiten die ich jetzt aber nicht mehr alle aufführen werde (der generelle kühle Look des Films sagt mir zum Beispiel nicht so zu), unter'm Strich enttäuscht der Film halt gerade im Hinblick auf seine Vorgänger gewaltig. Wie gesagt, ein weiterer dritter Teil der eine Filmreihe nach unten zieht. Dumm gelaufen.



"Ghost Town - Wen die Geister lieben..."

"Stromberg" ist wohl jedem ein Begriff, die Serie rund um eine Versicherungsabteilung ist gerade wegen dem genialen Christoph Maria Herbst ein absolutes Muss. Das Original aus England, "The Office", kennt man (mich eingeschlossen) hier dagegen nicht unbedingt. Die Hauptrolle spielt Ricky Gervais, ein wirklich toller Komiker, der mir vor allem in der Serie "Extras" (lief auf Comedy Central) aufgefallen war. Wer auch ihn noch nicht kennt, kann das nun mit "Ghost Town" im Kino ändern.

Taxifahrer: "Wohin soll ich Sie fahren?
Pincus: "Ich will nicht zur 54sten Ecke Madison."
Taxifahrer: "Okay das grenzt es ein.."


Der Film erzählt eine harmlose Geistergeschichte, die sich darum dreht dass ein Zahnarzt namens Bertram Pincus (Gervais), nachdem er im Verlauf einer Operation fast 7 Minuten lang klinisch tot ist und wiederbelebt wird, plötzlich die Verstorbenen sehen und sogar mit ihnen sprechen kann. Sie alle drängen Bertram nun ihnen bestimmte Gefallen zu tun, typische "unerledigte Dinge" halt. Der tote Frank hält die Meute einigermaßen im Zaum, dafür soll der Zahnarzt aber die bevorstehende Hochzeit seiner Witwe Gwen verhindern und zack, natürlich verliebt sich Bertram prompt in die gute Gwen...

Ärztin: "Jeder muss mal sterben."
Pincus: "Ja aber gewöhnlich am Ende des Lebens und nur das eine mal. Und für immer."
Ärztin: "Da ist jeder anders..."


Sicher, die Handlung gestaltet sich nicht unbedingt originell und ziemlich vorhersehbar ist der Verlauf auch, aber der Film ist irgendwie richtig nett gemacht und unterhält durchgehend. Den größten Anteil daran hat eindeutig Ricky Gervais, der vor allem zu Beginn den mürrischen Misanthropen heraushängen lässt, was für unheimlich amüsante Szenen sorgt. Dabei bleibt seine Figur immer äußerst sympathisch, egal wie "kotzbrockig" er sich anderen Menschen gegenüber verhält. Seine herrlich sarkastischen Sprüche gepaart mit der unnachahmlichen Gervais-Mimik machen einfach Spaß, da gibbet nix. ^^ Téa Leoni und Greg Kinnear fallen in ihren Nebenrollen da natürlich etwas ab, machen aber ebenfalls einen guten Job. Zum Ende hin verliert die Fantasy-Komödie leider etwas Biss, was aber der Entwicklung des Hauptcharakters zuzuschreiben und durchaus verschmerzbar ist. Mir hat "Wen die Geister lieben" auf jeden Fall gut gefallen und ich glaube ich sollte mir doch mal die "The Office"-DVD kaufen..



"The Rocker - Voll der (S)Hit"

Der Schlagzeuger Robert Fishman wird aus seiner Rockband Vesuvius gekickt, welche gerade einen lukrativen Plattenvertrag erhält. 20 Jahre später feiern Vesuvius immer noch große Erfolge und der verbitterte Fish darf immerhin mal in der Garagenband seines Neffen aushelfen, als diese einen Drummer für den Schulball sucht. Doch Fish hat wieder Blut geleckt und als er eher unfreiwillig über YouTube bekannt wird, nutzt er seine zweite Chance und geht mit den Teenies auf Tour...
Okay, also der Trailer hatte mich jetzt nicht wirklich überzeugen können, zeigte er doch recht deutlich wohin die Reise hier geht - nämlich hin zur recht anspruchslosen und überraschungsfreien Komödie. Doch innerhalb seiner Grenzen funktioniert "The Rocker" eigentlich sogar ganz gut, die Gagdichte ist hoch genug und auf allzu peinliche Kalauer wird größtenteils verzichtet. Hauptdarsteller Rainn Wilson merkt man den Spaß an der Rolle des "Rock-Opi" an und auch wenn er hier und da etwas zu sehr an Jack Black erinnert, holt er aus seiner Figur mehr raus als man zunächst vermuten könnte. Schade dass die anderen Bandmitglieder recht farblos bleiben, aber immerhin gibt's BS zu sehen (Teddy Geiger) und ein waschechter Lindsay-Lohan-Klon hat's ebenfalls in den Cast geschafft (Emma Stone). Die Story verläuft ziemlich formelhaft und steuert auf ein wenig überraschendes, aber dennoch passendes Happy End zu. Wer "School of Rock" (Note 3) mochte und mit Klischees sowie teils flachen Witzen kein Problem hat, macht bei "The Rocker" nicht viel falsch. Meine Empfehlung: Auf den DVD-Release warten und für den gepflegten DVD-Abend mit ein paar Kumpels ausleihen!



"Changeling - Der fremde Sohn"

Jedes Jahr etwa zu dieser Zeit nehmen meine Kinobesuche merklich zu, denn es naht wieder einmal die Verleihung der Academy Awards und da kann es natürlich nicht schaden möglichst viele der (mehrfach) nominierten Filme gesehen zu haben. Manchmal quäle ich mich dafür durch Obergurken wie "Chicago" (bäh, Musical-Rotz!), manchmal kommen mir dafür aber auch Highlights wie "Der fremde Sohn" auf den Tisch.. bzw. die Kinoleinwand. Der Film spielt im Los Angeles des Jahres 1928 und handelt von Christine Collins, die verzweifelt versucht ihren verschwundenen Sohn Walter wiederzufinden. Als die Polizei ihr Monate später verkündet dass der Junge gefunden wurde, erkennt sie sofort dass es sich nicht um ihren Sohn handelt. Um die durch die angebliche Aufklärung des Falls entstandene positive Publicity nicht zu gefährden, setzt die unter massiven Korruptionsvorwürfen stehende Polizei alles daran den "Problemfall" der sich sorgenden Mutter ruhig zu stellen...

Mein lieber Scholli, nach seiner langen Schauspielkarriere ist Clint Eastwood auf dem besten Weg eine mindestens ebenso erfolgreiche Karriere als Regisseur dranzuhängen. Ob "Perfect World", "Space Cowboys", "Mystic River" und wie sie alle heißen, Eastwoods Regiearbeiten zeichnen sich nicht nur durch ihre meist sehr ruhige Erzählweise aus, sondern vor allem auch durch eine durchweg hervorragende Qualität. "Changeling" stellt hier keine Ausnahme dar. Das emotionale Drama zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Darstellerriege aus (vor allem Angelina Jolie ist grandios wie ich finde!), sorgt vor allem durch die perfekte Ausstattung für passende Atmosphäre, bringt die spannende Handlung durch berührende und auch verstörende Elemente gekonnt voran und behält trotz 140-Minuten-Laufzeit immer eine Intensität, die Langeweile niemals aufkommen lässt. Die Storyelemente greifen auch so gut ineinander: Die Suche nach dem Sohn, der Kampf gegen die Untätigkeit und Korruption des L.A.P.D., die Geschichte des Serienmörders und seines unfreiwilligen Helfers (ziemlich heftige Kost!) - das alles fesselt besonders vor dem Hintergrund dass "Changeling" auf wahren Begebenheiten beruht.

Nicht gefallen haben mir nur ein paar kleine Ungereimtheiten: Wieso ist Christine quasi rund um die Uhr (um die Augen herum) geschminkt? Steht ihr danach wirklich der Sinn wenn sie doch eigentlich ganz andere Sorgen hat? Und was ist mit den eindeutigen Beweisen bzw. Zeugen die bestätigen können dass der ihr zurückgebrachte Junge nicht ihr Sohn ist - warum werden die nicht sofort öffentlich gemacht oder einem Richter vorgeführt? Wäre damit nicht der ganze "Schwindel" schneller aufgeflogen? Warum werden die Beweise erst am Ende vor Gericht zur Sprache gebracht? Hmmm.

Wie dem auch sei, festzuhalten gilt dass Clint Eastwood mit "Der fremde Sohn" ein stimmungsvolles Kriminaldrama mit perfekter Besetzung sehr ansprechend und glaubhaft umgesetzt hat. Der Streifen mag kein Meilenstein sein, aber er ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert und ich sag mal so: Hoffentlich geht's so weiter bei den kommenden Oscar-Anwärtern die ich noch gucken werde. *g*



"Revolutionary Road - Zeiten des Aufruhrs"

Kate Winslet und Leonardo DiCaprio sind ohne Frage herausragende Schauspieler, gemeinsam wird man sie auf ewig als "Titanic"-Liebespaar in Erinnerung behalten. Dass "Zeiten des Aufruhrs" ebenso erinnerungswürdig ist wage ich stark zu bezweifeln, wobei dies nicht an den beiden Darstellern liegt. Sie zeigen einmal mehr ihr Können vor der Kamera, gerade Kate Winslet beindruckt mit einem sehr intensiven Schauspiel. Doch leider hapert's gewaltig bei der Geschichte, die im Grunde viel zu selten interessante Impulse setzt und eher langatmig dahinplätschert. Sicherlich ist die Thematik nicht ohne: Das Ehepaar April und Frank Wheeler, das zunächst voller Träume und Lebenslust steckt, driftet zunehmend ab in ein "gewöhnliches" und damit im Prinzip sinnentleertes Kleinbürgerleben. Während Frank, der seinen 08/15-Bürojob eigentlich hasst, sich an die Vorteile seines banalen Lebensstils klammert und die Nachteile wohl zu verdrängen versucht, droht April an diesen vermeintlich schönen Gesellschaftskonventionen zu ersticken. Die großen Ambitionen der beiden sind dahin und als April aus dem Käfig ausbrechen möchte steht plötzlich auch die Ehe der Wheelers auf der Kippe.

Der Plot spielt zwar in den 50er Jahren, ist aber wohl für viele auch heute noch genauso aktuell und leibhaftig - auch wenn es sich die meisten nicht eingestehen werden. ^^ "Revolutionary Road" macht nun aber den Fehler sich komplett auf den Weg der Charakterstudie zu stützen und das reicht in diesem Fall einfach nicht, dazu kann das Thema dann doch wieder nicht genug fesseln. Positiv stechen übrigens die Szenen mit dem "verrückten" Sohn der Vermieterin heraus, der den Wheelers unverblümt die Wahrheit um die Ohren knallt und ihnen im Gegensatz zu allen anderen Menschen den sprichwörtlichen Spiegel vor die Nase hält. Das sind dann wirklich großartige Momente, von denen der Film spürbar profitiert. Insgesamt kann man wohl sagen dass an "Zeiten des Aufruhrs" handwerklich und darstellerisch absolut nichts auszusetzen ist, dass jedoch inhaltlich zu wenig geboten wird um nachhaltig zu begeistern. Okay, die möglichen Folgen unverwirklichter Lebensvorstellungen und Träume werden ganz gut aufgezeigt, aber das war's auch schon. Das Eheleben der Wheelers bleibt einem dagegen seltsam fremd und damit bleibt man zu unberührt von deren Problemen - schwer zu sagen woran das liegt. Ich glaube der Film springt viel zu schnell in die Zeit in der die Probleme schon allgegenwärtig sind, es gibt recht bald Szenen wo man sich fragt warum Frank so fies und so wenig einfühlend mit seiner Frau umgeht. Man hätte die Liebe zwischen den beiden anfangs stärker herausarbeiten müssen, jedenfalls sehe ich das so.

Ach ja, noch einen dicken Rüffel gibt's übrigens für den Nervfaktor dass sich in jeder gefühlten zweiten Einstellung jemand eine Zigarette anstecken muss! Boah dieses Dauergequalme nervt tierisch und der Film hätte nun wirklich auch mit weniger Gepaffe funktioniert!!
Letztlich kann man sich "Zeiten des Aufruhrs" zwar gerne mal anschauen um Kate und Leo wieder gemeinsam in Aktion zu erleben, für viel mehr als das reicht's aber nicht unbedingt. Schade drum.



"The Fall"

Der Stuntman Roy Walker hegt in einem Hospital liegend nur den Wunsch sich das Leben zu nehmen und damit seinen körperlichen (Stunt ging schief) und seelischen (Freundin hat ihn verlassen) Schmerzen ein Ende zu bereiten. Da seine Beine zertrümmert sind versucht er die achtjährige Alexandria einzuspannen, ihm die benötigte Flasche Morphium-Tabletten zu besorgen. Um das Mädchen bei Laune zu halten erzählt er ihr eine epische Geschichte von fünf unterschiedlichen Helden, die sich zusammentun um auf einen Rachefeldzug gegen einen üblen Bösewicht zu gehen...
"The Fall" wechselt hin und her zwischen der Realität im Krankenhaus und dem phantasievollen "Märchen", das zwar Roy erzählt, welches dem Zuschauer aber (leider) sozusagen durch Alexandrias Vorstellungskraft visualisiert wird. Nun ist der Teil im Hospital ja schon alles andere als spannend und eher einer Valium-Tablette gleichzusetzen, doch die Phantasiewelt schlägt dem Fass dann den Boden aus. Das ganze als extravagant oder speziell zu bezeichnen wäre die höfliche Form, es ausgemachten und konfusen Blödsinn zu nennen trifft es meiner Meinung nach viel besser. Ungewöhnliche, teils bizarre Locations, abgedrehte Kostüme, eine allgemein sehr farbenfrohe Optik - das soll dann wohl ein Kunstwerk für die Augen sein!? Ich konnte dem ganzen nicht viel abgewinnen, das erinnert mich nur allzu sehr an den grottigen "The Fountain". Optisch außergewöhnlich, durchaus, aber nicht im mindesten interessant und vor allem storytechnisch ein einziger Witz. "The Fall" nervt mit völlig wirren und viel zu verrückten Ideen bzw. Handlungsschlenkern, lässt nicht mal einen Funken Spannung oder Dramatik aufkommen (wie auch, die lächerlichen Figuren bleiben einem total fremd) und steigert das Ganze dann noch mit seiner unpassenden sowie aufgesetzt wirkenden "künsterischen" Optik ins gänzlich Absurde.

4 Jahre lang wurde der Film in etwa 20 Ländern gedreht, finanziert hat ihn der Regisseur quasi im Alleingang (kein Wunder dass Investoren fern blieben..), schade dass er nun 2 Jahre nach Fertigstellung doch noch die Sneak-Zuschauer quälen musste und nicht im Giftschrank weggeschlossen wurde. Zu den Drehorten sagt der Regisseur übrigens: "Wir hatten Aufstände, wurden mit Steinen beworfen und vertrieben und mussten immer wieder zu diversen Locations zurückkehren, es war sehr schwierig." Alle Achtung, da wurde einigen Leuten wohl schon während des Drehs klar was für ein Schund dabei herauskommen würde.. ^^ Ach ja, das "+" bei der Note gibt's wirklich nur weil der Teil im Krankenhaus (also die Realität) seine paar ganz netten Momente hat. Doch ganz ehrlich, ich habe schon lange keinen Film mehr im Kino ertragen müssen bei dem ich mehrmals kurz davor war den Saal zu verlassen - so genervt hat mich "The Fall"!


22.2.09 00:01
 


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