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Auf der Suche nach dem Heiligen Gral





Kurzinhalt:
Robert Langdon, Experte für religiöse Symbole, wird zu einem Mordfall im Louvre hinzugezogen. Der Tote hat Symbole und Codes hinterlassen, die Langdon zusammen mit der Polizei-Kryptologin Sophie Neveu deuten bzw. entschlüsseln soll. Doch pötzlich wird Langdon selbst zum Tatverdächtigen, höchste Zeit also sich mit Amélie.. äh, mit Sophie aus dem Staub zu machen und selbstständig nach den Hintergründen des Mordes zu forschen. Dabei kommen die beiden einer großen Verschwörung auf die Spur, der größten Vertuschungsaktion in der Geschichte der Menschheit - bzw. der katholischen Kirche sollte man eher sagen. Wer mit diesem ganzen Glaubens-Firlefanz nix am Hut hat, den juckt das "große Geheimnis" wohl eher wenig. ^^

Meine Meinung:

Ich habe das Buch von Dan Brown - ein weltweiter Bestseller - nicht gelesen und kann daher keine Vergleiche ziehen. Eines steht aber fest, dem Film merkt man jederzeit an dass es sich um eine Romanverfilmung handelt. Ich kann mir sogar vorstellen dass die Geschichte als Buch recht spannend ist, obwohl ich glaube dass der ganze Hype um Buch und Film total unangebracht und übertrieben ist. Na ja, das kommt halt dabei heraus wenn die depperte katholische Kirche sich immer über jeden Furz aufregt... Wie dem auch sei, "The Da Vinci Code" hat mir genau das geboten was ich nach dem Trailer erwartet hatte: Einen leidlich spannenden "Schnitzeljagd"-Thriller mit groß angelegter Verschwörungs-Geschichte, die weder so packend noch so interessant ist wie sie gerne sein möchte und wie sie im Film dargestellt wird. Im Vergleich zum durchaus gelungenen "National Treasure" (mit Nicolas Cage) bietet dieser Film hier weniger Kurzweil, weniger Rasanz und weniger Action - dagegen naturgemäß einen ganzen Batzen mehr Hintergrundstory. Das ganze wird auch sehr atmosphärisch und geheimnisvoll aufgebaut, keine Frage, doch die meiste Zeit hetzt "Sakrileg" eigentlich nur von einem Informationsdialog zum nächsten, es wirkt mitunter wie ein heruntergenudeltes Vorlesen aus dem Drehbuch bzw. der Romanvorlage - unterbrochen von anderen Szenen damit der Zuschauer kurz über das Gehörte nachdenken kann. Und zu verarbeiten gibt es da einiges: Da geht es um Geheimnisse, um Verschwörungen, um Geheimbunde, um den Templerorden, um Killer, um religiöse Ansichten, um den heiligen Gral etc. etc. - alles ganz nett, aber mit Verlauf des Films gestaltet sich der Weg zur Entschlüsselung der vielen Rätsel in meinen Augen immer langatmiger und irgendwie auch langweiliger. Vielleicht liegt's auch daran dass es im Prinzip keine klassische Spannungskurve gibt, ich hatte das Gefühl die Spannung bleibt durchgehend konstant auf einem (mittleren) Level, ohne typische Ruhemomente und richtige Höhepunkte. Das ermüdet dann nach einer Weile. Zudem kann auch die fabelhafte Besetzung nicht vollends überzeugen. Das liegt wohl weniger an den Schauspielern selbst, als vielmehr den Rollen, die offenbar wenig Entfaltungsspielraum zulassen. Tom Hanks und Jean Reno hat man auf jeden Fall schon überzeugender gesehen, die wunderbare Audrey Tautou kommt hier nicht einmal ansatzweise so gut zur Geltung wie in "Die fabelhafte Welt der Amélie" oder "Mathilde". Alfred Molina hat bloß eine kleine Rolle und kann daraus genauso wenig machen wie der neben Ian McKellen mit am überzeugensten agierende Paul Bettany. Alles in allem halt große Namen, aber in diesem Fall nicht viel dahinter.

Fazit:
In Unkenntnis des Buches kann ich "The Da Vinci Code" schlicht und einfach nur als Durchschnitts-Thriller bezeichnen. Regisseur Ron Howard scheint sich ziemlich eng an die Vorlage zu halten, denn viele Szenen wirken so als würden die Protagonisten direkt aus dem Buch ablesen und einfach nur versuchen möglichst viele Informationen loszuwerden damit man es schafft alles wichtige in die Laufzeit des Films zu quetschen. Zuviel Input und zuwenig Schauwerte könnte man sagen, da ist es auch dem hervorragenden Cast nicht vergönnt noch viel rauszureißen. "Sakrileg" mag als Roman exzellent funktionieren, als Film ist's bedauerlicherweise nur ein routinierter Thriller geworden, den man sich durchaus ansehen kann (reicht auf DVD), der aber nicht wirklich lange im Gedächtnis bleibt. Okay, vielleicht ist er interessanter für Leute die auf dem Religions-Trip sind - dazu zähle ich mich nicht gerade. :D

P.S. Vielleicht spielt ja jemand mit dem Gedanken sich das gleichnamige Spiel zum Film zu besorgen!? Diejenigen seien gewarnt: In Maniac und Gamepro konnte das Game (jeweils beide Versionen) nur 69% bzw. 73% ergattern - also für eine Filmumsetzung ganz passabel, jedoch alles andere als ein Toptitel.

P.P.S. Und WIEDER geht es u.a. um den Templerorden, und WIEDER fordere ich eine Verfilmung von "Baphomets Fluch" - denn George und Nico sind nunmal die Experten auf diesem Gebiet! Klar soweit?
4.6.06 14:11
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Micha (6.6.06 08:31)
Oh wie schade, das ist der zweite Kommentar nach einem Kinobesuch von The Da Vinci Code, und beide nicht so positiv. Dabei waren meine Erwartungen sehr hoch, gab im Vorhinein einiges zu lesen und zu erfahren, tolle Besetzung, super Vorlage... Denn das (Hör-)Buch finde ich klasse und spannend! Im Kino habe ich ihn mir noch nicht angesehen, nach den Kommentaren zu urteilen warte ich vielleicht bis zur DVD, mal sehn, wie es mit Lust, Zeit und besseren Alternativen aussieht.


Tiuri / Website (8.6.06 07:38)
Tja, wie gesagt denke ich der Hype um diesen Film ist total übertrieben, bei dem Buch mag das vielleicht anders sein (kann ich nix zu sagen). Bei Kino.de gehen die Meinungen zu "The Da Vinci Code" auseinander, falls Du ihn also noch gucken solltest bin ich auf Deine Meinung gespannt. ^^

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