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Hasch mich, ich bin ein Mutant!





Kurzinhalt:
Welch Überraschung: Jean Grey is back in da house. Allerdings schiebt sie nach ihrer Rückkehr 'n ziemlichen Hals auf die X-Men und schließt sich lieber der Bruderschaft rund um Magneto an - was Wolverine natürlich nicht auf sich sitzen lässt. Wäre das doch nur das einzige Problem der Mutanten.. Nein, es wurde auch noch ein "Heilmittel" gefunden, das dauerhaft (*räusper*) für eine Unterdrückung des X-Gens sorgen kann. Eine gute Gelegenheit für Magneto in den Krieg zu ziehen, und unsere X-Men-Freunde halten logischerweise dagegen. Zumindest jene die bis zum Ende des Films noch übrig sind... *nochmal räusper* ^^

Meine Meinung:

Ein neuer Regisseur soll die hervorragende Arbeit von Bryan Singer zu einem glorreichen Trilogie-Abschluss bringen? Ob das gut geht? An "Mission: Impossible III" z.B. sieht man ja wie ein Stümper alle vielversprechenden Ansätze kaputt gemacht hat - da musste man also auch für die geniale "X-Men"-Filmreihe hoffen und bangen. Doch in gewissem Sinne kann Entwarnung gegeben werden: "Der letzte Widerstand" rockt echt die Hütte, zumindest als effektgeladener Actionfilm steht dieser Teil seinen Vorgängern in nichts nach. Und zum Glück hat der neue Regisseur, Brett Ratner, den Stil von Bryan Singer in etwa beibehalten, daher bedarf es diesbezüglich keiner Umstellung des Zuschauers. Die Story hat es ebenfalls in sich, beleuchtet auf der einen Seite Jean Grey's "neues, böses Ich" und stellt auf der anderen Seite mit dem Mutations-Heilmittel einen brisanten Aspekt des Umgangs mit Andersartigen in den Raum. Die Frage ob man sich seine Einzigartigkeit bewahrt oder diese lieber aufgibt um Intoleranz und Argwohn der "normalen" Menschen zu entfliehen ist sehr interessant und spinnt ähnliche Gedankengänge der Vorgänger gekonnt fort. Wobei ich sagen muss dass eine kleine Szene aus Teil 2 diesbezüglich mindestens ebenso wirkungsvoll ist wie der komplette dritte Film - ich sag nur: "Hast Du schonmal versucht... kein Mutant mehr zu sein?"

Erfreulicherweise sind fast alle Darsteller der Vorgänger wieder mit dabei (wo jedoch ist Nightcrawler abgeblieben???) und die Charaktere sowie die kleinen Beziehungsgeschichten untereinander werden brav weitergeführt - das ist mal mehr und mal weniger gut gelungen. Der Handlungsstrang um Rogue, Iceman und Kitty wirkt beispielsweise etwas zu kurz geraten und kommt nicht richtig rüber, was vielleicht auch an der äußerst unterkühlten Darstellung des Iceman liegt (gehört evtl. zur Figur, wirkt aber unpassend). Diese ich sag mal unfertig/unvollständig wirkende Abarbeitung eines Handlungsaspektes findet sich mehrmals im Film, man wird den Eindruck nicht los als hätte "X-Men III" locker eine halbe Stunde länger sein können. Auch Jean/Phoenix kommt mir etwas zu kurz und am bedauerlichsten finde ich das Verheizen der eher unbekannteren Mutanten, seien es komplette Neulinge oder auch bereits eingeführte Charaktere. Colossus, Juggernaut, Multiple Man, Spike und viele andere kommen über Statisten-Status nicht hinaus. Am deutlichsten wird dies bei Angel, der sogar eine eigene Rückblende sowie einen großen Raum auf dem Filmplakat spendiert bekommt und dann mit höchstens fünf Minuten Screentime eine total unwichtige Figur im Film darstellt. Stattdessen wird Dr. Hank "Beast" McCoy als Berater des Präsidenten in Mutanten-Fragen eine umfangreichere Rolle zuteil, wobei die Figur nicht großartig eingeführt wird und es so rüberkommt als gehöre sie schon immer zum X-Men-Team. Schade, ein Auftritt in einem der Vorgänger wäre da sinnvoll gewesen - sollte es den nicht ursprünglich sogar in Teil 2 geben?

!!!Achtung SPOILER!!!
"Der letzte Widerstand" stimmt mit dem Tod und der "Ent-Mutation" einiger wichtiger Charaktere einen harten Ton an, von dieser ungewöhnlichen Konsequenz ist man zunächst sehr überrascht und erstaunt. Nicht nur Cyclops muss gleich zu Beginn sein Leben lassen, auch der Anführer der X-Men, Charles Xavier, segnet - wohl um Jean's neue Macht zu unterstreichen - alsbald das Zeitliche. Am Ende dann noch Jean selbst, und nebenher die Ent-Mutation von Mystique (argh, mein Lieblings-Mutant!!!!!), Rogue, Magneto und anderen... das sind echt mal einschneidende Veränderungen! Denkt man zumindest bis zum Schluß, denn um sich sicherheitshalber alle Möglichkeiten für einen vierten Teil offen zu lassen, wurden diese konsequenten Veränderungen schnell mal in äußerst inkonsequente Veränderungen umgewandelt. Cyclops sieht man nicht sterben (eine Rückkehr ist also problemlos möglich), Professor X hat seinen Geist in einen anderen Körper transferiert und eifert somit in gewissem Sinne seinem Kumpel Data aus "Star Trek Nemesis" nach (*lol*), Jean ist ein mächtiger Mutant und ob Wolverine sie wirklich getötet hat am Ende ist fraglich - und zu guter Letzt wird durch eine kleine Szene mit Magneto angedeutet dass das Heilmittel die Mutantenkräfte möglicherweise doch nicht dauerhaft unterdrücken kann. Ergo: Man könnte sich leicht verarscht vorkommen, genauso gut hätten zum Schluß alle aus dem Holodeck marschieren können nach dem Motto: War doch alles nur eine Simulation! :P
!!!SPOILER Ende!!!

Alles in allem fehlt "X-Men III" wenn ich so genau darüber nachdenke wohl einfach a bisserl mehr Tiefe, a bisserl mehr Spielraum für die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Eine etwas längere Laufzeit des Films hätte doch niemandem geschadet, oder? Wobei auch nicht alles schief gelaufen ist, bloß nicht falsch verstehen. Ich finde sogar dass einige wenige Szenen von Magneto und Xavier den beiden Figuren unheimlich viel neues abgewinnen können - sehr gut gelungen!! Und ein anderer Aspekt ist ja auch der passende Humor, der hier in einer angenehmen Dosis immer wieder eingestreut wird und nie lächerlich wirkt. So erfahren wir z.B. wieso für einen fettleibigen Mutanten Platz in der kleinsten Hütte ist, wieso man beim Anrücken von Magneto und seiner Armee besser die Autotüren verriegelt (geile Szene! *rofl*) und wieso Häuser nicht nur in "Bad Taste" das Fliegen lernen. Der Cameo-Auftritt von Stan Lee und die Tatsache dass ein Junge auf seiner XBox 360 "Call of Duty II" zockt (aufgemerkt Sandor! *g*) sind dann natürlich noch i-Tüpfelchen was diese amüsanten Kleinigkeiten im Film angeht.

Größter Pluspunkt von "X-Men III" ist die Action, die hier definitiv nicht zu kurz kommt und beeindruckende CGI-Effekte en masse zu bieten hat. Es kracht und rummst an allen Ecken und vor allem das Finale auf Alcatraz (geile Aktion mit der Brücke!) stellt einen außerordentlich gelungenen Höhepunkt des Films dar. Hier wird Teil 3 der Reihe mehr als gerecht, kann man einfach nicht anders sagen.

Fazit:
"X-Men III" geht die Tiefe der ersten beiden Teile ganz klar ab, man darf diesbezüglich daher nicht zu viel erwarten. Wie der ausgewechselte Regisseur mit alten und neuen Figuren umgeht ist nur zum Teil gelungen, immerhin müssen wir keinen krassen Stilbruch ertragen. *aufatme* Trotz vieler kleiner Kritikpunkte die man durchaus anbringen kann (gerade wenn man "Der letzte Widerstand" mit den genialen Vorgängern vergleicht), der Film ist gelungenes Popcorn-Kino aller erster Güte geworden. Stets unterhaltsam, stets visuell mehr als ansprechend, stets tolle Action bietend - ich habe mich von Anfang bis Ende prächtig amüsiert bei diesem Spektakel. Ergo ein toller Film, wenn auch die Vorgänger klar besser waren. Hmm, was Bryan Singer wohl aus Teil 3 gemacht hätte? ^^


Bewertungen aller Teile:
"X-Men" führt die Charaktere gelungen ein und bot zu seiner Zeit eine der beeindruckensten Comic-Verfilmungen --- Note 1
"X-Men II" stet seinem Vorgänger in nichts nach, ist ihm vielleicht sogar leicht überlegen --- Note 1
"X-Men III" hat mit kleinen Schwächen zu kämpfen (gerade was die Charaktere angeht) und bietet nichtsdestotrotz hervorragende, kurzweilige Comic-Action--- Note 2+


P.S. Pünktlich zum Film gibt's auch wieder ein passendes Lizenzspiel in den Händlerregalen: "X-Men - The Official Game" - für XBox, XBox 360 und PS2 (Gamecube folgt wohl noch!?). Wer mit dem Kauf liebäugelt sei hiermit informiert: In der Gamepro haben alle drei Versionen 75% bekommen, in der Maniac dagegen die XBox 360 Fassung 74%, die XBox Fassung 73% und die PS2 Fassung 68%! Wenn man also unbedingt dieses mittelmäßige Game zocken möchte, sollte man wohl am besten zu einer Microsoft-Konsole greifen. ^^
4.6.06 20:10
 


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Micha (6.6.06 08:35)
Auf X-Men 3 freue ich mich wie ein kleines Kind. ^^
Liegt daran, dass ich bei den Vorgängern jeweils ein gewisses euphorisches Erlebnis hatte...
Irgendwo hab ich die Tage eine recht negative Kritik zum dritten Teil gelesen, das hier muntert mich wieder auf, mal gucken, ob ich am Wochenende dazu komme, mir den anzusehen!
(Hab noch nicht die gesamte Kritik gelesen, will noch etwas unvoreingenommen in den Film gehen.)


Tiuri / Website (8.6.06 07:42)
Nun, den Wechsel im Regiestuhl merkt man dem Film durchaus ein bißchen an, viele Leute stören sich wohl sehr daran dass Ratner der Thematik nicht so viel Tiefe gönnt wie es Singer in den beiden Vorgängern getan hat. Ist natürlich auch richtig, aber "X-Men III" ist trotzdem beste Unterhaltung allererster Güte! Ich hatte vom dritten Teil wesentlich weniger erwartet und wurde sehr positiv überrascht, hätte gerade Lust den Film nochmal anzuschauen.
Auch hier bin ich gespannt auf Deine Meinung.

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