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Ab in die Pampa...





Kurzinhalt:
Die Beziehung von Bob Munro zu seiner Frau und den beiden Kindern könnte man als leicht unterkühlt bezeichnen. Da hilft es nicht gerade dass er den geplanten Urlaub auf Hawaii canceln muss. Bobs Chef verlangt von ihm bei einer Präsentation in Colorado anwesend zu sein, wovon dieser seiner Familie allerdings nichts erzählt. Stattdessen packt er Frau und Kinder in ein luxuriöses Wohnmobil und fährt mit ihnen - natürlich - nach Colorado. Die Präsentation und eine Campingtour unter einen Hut zu bringen gestaltet sich jedoch schwieriger als zunächst angenommen...

Meine Meinung:

Nachdem ich den Trailer recht ansprechend fand und momentan einfach nichts anderes im Kino läuft was ich gern sehen würde, hab ich mich diese Woche für die "Chaoscamper" rund um Comedy-Urgestein Robin Williams entschieden. Letztlich gar keine so schlechte Wahl wie man vielleicht zunächst vermuten könnte. ^^

Eines muss klar sein: "R.V." (steht für "recreational vehicle") erfindet das Rad nicht neu, ganz im Gegenteil. Die Geschichte rund um den familientauglich inszenierten Roadtrip der Familie Munro setzt sich ausnahmslos aus bereits bekannten Bestandteilen dieses Komödienschlags zusammen - inklusive moralischer Botschaft, die dem Zuschauer hier am Ende des Films auch recht dick aufgetragen vermittelt wird. Klingt schlimmer als es ist, zumindest fand ICH die Message nicht wirklich nervig - das liegt wohl vor allem an den sympathischen Charakteren bzw. Hauptdarsteller Robin Williams, der das ganze irgendwie "ehrlich" rüberbringt. Dass sich das Story-Grundgerüst unglaublich vorhersehbar gestaltet (das Ende dürfte wahrlich niemanden überraschen) ist schade, ich frage mich wirklich ob es so schwer ist mal nicht nach Schema F vorzugehen und zumindest ein Stück Kreativität ins Drehbuch einfließen zu lassen. Hmm, offenbar setzt man lieber auf altbewährte Konzepte. Im Prinzip funktioniert das - zumindest in diesem Fall - zwar auch ganz gut, jedoch gilt auch hier genau wie bei "Slither": Es wäre mehr drin gewesen!

Sei's drum, alles in allem gestaltet sich der Roadtrip der Familie Griswold.. äääh ich meine Munro, durchaus spaßig und bietet Gelegenheit für allerlei absurde Situationen und mal mehr und mal weniger gut gelungene Gags - wobei mir vor allem die Aufeinandertreffen mit den Dauercampern der Familie Gornicke außerordentlich gut gefallen haben. Aber auch die zynischen Sprüche der aufsässigen Munro-Kids treffen oft genau ins Schwarze, wohingegen z.B. die "Fäkaldusche" oder auch der "Kampf gegen die Waschbären" eher billig daherkommen. Unter'm Strich habe ich mich eigentlich durchgehend gut amüsiert und ein paar Mal auch richtig lachen müssen, mehr konnte man auch ehrlich nicht erwarten.

Die Hauptrolle hätte übrigens auch gut Chevy Chase übernehmen können, erinnert "R.V." doch frappierend an die alten Griswold-Filme. Bei Robin Williams gibt's zumindest in Deutschland ein kleines Problem: Eine neue Synchronstimme! Irgendwie ist Williams wie kaum ein anderer mit der Stimme von Peer Augustinski verbunden und die Umgewöhnung fällt spürbar schwer. Grund für den unangenehmen Wechsel: Augustinski hat Ende letzten Jahres einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich nur langsam wieder erholt. Seine Stimme wurde zum Glück nicht beeinträchtigt, daher kann man hoffen dass er irgendwann wieder im Synchronstudio tätig sein wird. Auf jeden Fall gelten ihm von dieser Stelle aus meine besten Genesungswünsche!
Neben Williams, den man auch schonmal in besserer Form gesehen hat (oder liegt's echt nur an der Synchro!?), sticht eigentlich bloß noch Jeff Daniels als Travis Gornicke aus dem Cast heraus, der Rest der Schauspieler macht seine Sache aber auch recht ordentlich. Ich meine in solch einem Film erwartet man ja nun keine oscarverdächtigen Leistungen, nes pas?

Fazit:
"R.V." ist nicht mehr und nicht weniger als seichte Unterhaltung für die ganze Familie. Ein netter kleiner Roadtrip im Stile der "Schrillen Vier auf Achse", mit vorhersehbarer Story und größtenteils eher harmlosen Gags. Für einen vergnüglichen Kino- bzw. später DVD-Abend kann ich "Die Chaoscamper" uneingeschränkt empfehlen, man darf halt einfach nicht zuviel erwarten. Ich hab den Kinobesuch jedenfalls nicht bereut.
2.7.06 22:23
 


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