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Roll on!





Kurzinhalt:
Fred will mit Mara zusammen sein. Mara hat ein "Arschlochkind" (kurz: AK) namens Linus. Die einfache Rechnung: Linus muss Fred akzeptieren, sonst wird nix aus der Beziehung. Fred soll Linus nun einen Basketball seines Idols besorgen. Dieser Basketball wird nach jedem Spiel ins Publikum geworfen - dummerweise aber immer auf die Behinderten-Tribüne. Fred gibt sich nun als Rollstuhlfahrer aus und fängt den Ball tatsächlich. Dabei schubst er aber den großen Alba-Berlin-Fan Ronnie weg und zieht somit dessen Zorn auf sich. Hinzu kommt dass die junge Regisseurin Denise einen Imagefilm über die Behindtertenarbeit von Alba-Berlin dreht und Fred damit in die unangenehme Situation kommt, den Behinderten noch eine ganze Woche spielen zu müssen. Ob das gut geht?

Meine Meinung:

Eigentlich wäre ich ja lieber mal in "Little Miss Sunshine" gegangen, aber nachdem unser geliebtes (*hüstel*) Cinestar diesen Film - auf den ich mich schon sehr gefreut hatte - leider nicht ins Programm genommen hat, gibt's an dieser Stelle eben ein paar Worte zur deutschen Komödie "Wo ist Fred?". Es gab für mich eigentlich nur einen Grund dem Film Beachtung zu schenken: Christoph Maria Herbst! Einer der besten Komiker unseres Landes und auch immer ein Garant für gute Unterhaltung - behauptet jemand etwas anderes? Wenn ja, möge er für immer schweigen. *lol*

Wie üblich wurden kritische Stimmen laut, die "Wo ist Fred?" einen geschmacklosen Umgang mit Behinderten attestierten, eigentlich nichts neues wenn es um "Randgruppen" geht (siehe die Bully-Filme und ihre angebliche Schwulenfeindlichkeit). Auch in diesem Fall ist die Aufregung absolut unbegründet. Der Film tritt das schwere Los Behinderter nicht mit Füßen, sondern ignoriert sie ganz einfach nicht und macht sie halt auch mal zum Thema einer Komödie - warum denn bitte nicht??? Die Gags stützen sich im übrigen mehr auf die "gesunden Menschen" und ihren Umgang mit Behinderten, es wird sich also mitnichten über Behinderte an sich lustig gemacht. Gerade DIE Leute die wegen solchen Filmen am lautesten aufschreien, sind am weitesten von der Akzeptanz Behinderter, Schwuler etc. entfernt. Aber genug davon. ^^

"Wo ist Fred?" hat den großen Vorteil eine wirklich überzeugende Darstellerriege vorweisen zu können. Ich bin wahrlich kein großer Til Schweiger Fan, ganz im Gegenteil, doch er macht seine Sache hier echt gut und passt perfekt in die Rolle des "falschen Rollis". Ihm zur Seite stehen einmal natürlich Christoph Maria Herbst (der wie üblich eine geniale Vorstellung abliefert!), dann Jürgen Vogel (der immer noch nicht beim Zahnarzt war aber einen überzeugenden Sidekick abgibt) sowie die Damen Anja Kling und Alexandra Maria Lara (letztere muss zwar nur das fürsorgliche, lieb dreinschauende, etwas naive Püppchen spielen, aber das macht sie gut *G*). Alle zusammen geben sich redlich Mühe, um der Thematik möglichst lustige Szenen abzugewinnen. Und tatsächlich, der lockere Stil gepaart mit der erstaunlich treffsicheren Situationskomik und den stets passenden Figurenkonstellationen funktioniert prima. Dialogbeispiel: "Was für eine Behinderung hat der eigentlich?" - "Ganz normal.. Standard.." Ja, Jürgen Vogel als angeblicher Pfleger von Fred kennt sich gut aus. ^^

Obwohl die Handlung des Films nicht sehr originell daherkommt und auch nicht allzu viele Möglichkeiten für Überraschungen bietet, wird aus der Grundsituation (Fred muss zwischen seinen beiden "Identitäten" hin- und herspringen ohne ertappt zu werden) sehr viel herausgeholt, ich habe mich eigentlich durchgehend gut amüsiert. "Wo ist Fred?" überschreitet, und das möchte ich einfach nochmal betonen, bei seinen Rolli-Witzen nie die Grenzen zur Geschmacklosigkeit, ist aber auf der anderen Seite pfiffig und frech genug um nicht zu brav und damit langweilig zu werden.

Fazit:
Sicherlich bleibt unter'm Strich "nur" eine kurzweilige, recht anspruchslose Komödie übrig, die man im Kino nicht unbedingt gesehen haben MUSS, aber für einen vergnüglichen Kinoabend ist der Streifen durchaus zu gebrauchen. "Wo ist Fred?" lebt von seiner wohltuend lockeren Inszenierung, dem ungezwungenen Umgang mit der Thematik und den gut aufgelegten Darstellern, die allesamt überzeugen können. Ich bin durchaus zufrieden, noa. ^^


P.S. Nachdem der Abspann kurze Zeit gelaufen ist kommt noch eine kleine Szene nach - wie üblich ein Punkt an dem ich mich aufregen durfte. Denn natürlich waren einige geistigen Flachwichser vor mir schon aufgestanden und blieben bei dieser Szene dann mitten im Bild stehen. Boah hab ich geschimpft, diesen Deppen sollte man echt einen gehörigen Arschtritt verpassen. *grrr* Liebe Regisseure, setzt solche Szenen doch besser ans Ende des Abspanns, dann sind die Gehirnazubis, die sich einen Film nicht bis zum Ende ansehen können, wenigstens alle raus aus dem Kinosaal.

P.P.S. Ende Januar hab ich endlich mal die Ehre Christoph Maria Herbst live und in Farbe erleben zu können. Und es wird gleichzeitig die erste Lesung sein der ich beiwohne - für eine eben solche kommt Herr Herbst nämlich nach Siegen. Ich freu mich drauf. ^^
7.12.06 18:08
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Phoenix (8.12.06 14:08)
Ich will ehrlich sein.Es interessiert mich net wo Fred ist!


Phoenix (11.12.06 19:19)
Hi Thommy!
Ich weiß net wie lang es dauert bis ich ein Bild hab.Kommt auf die laune meines Bruders an.


Tiuri / Website (14.12.06 13:48)
Na ja Phoenix mein Bester, ob das jetzt so in die Comments zu "Wo ist Fred?" passt??
                                                                                                                        

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