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Jetzt gibt's Mische!





Kurzinhalt:
Zum geheimen DOA-Turnier werden nur die besten der besten Fighter eingeladen. Doch nicht jeder ist "nur" hinter dem Gewinner-Preisgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar her. Meisterdiebin Christie hat es beispielsweise auf einen größeren Schatz abgesehen und Prinzessin Kasumi nimmt nur an dem Wettbewerb teil um herauszufinden was ihrem verschollenen Bruder Hayate zugestoßen ist, der beim letzten DOA spurlos verschwand. Doch was die Teilnehmer nicht ahnen: Dr. Donovan, der Veranstalter des Turniers, hat einen fiesen Plan ausgeheckt und versucht die Kämpfer in eine Falle zu locken...

Meine Meinung:

Nach zigfachen Verschiebungen hat es "Dead or Alive" nun endlich in die Kinos geschafft. Es handelt sich hier um eine Videospielverfilmung, und zwar die eines Beat'em'Ups. Ein Genre das nicht unbedingt nach dem Wechsel auf die große Leinwand schreit, doch wenn die Umsetzung so gut gelingt wie in diesem Fall: Gerne mehr davon! Ich selbst zocke keine Prügelspiele, kenne allerdings die DoA-Reihe ein wenig durch meinen Kumpel Mäckes, der ziemlich begeistert von ihr ist.

Soweit so gut, kommen wir ans Eingemachte. Ich hatte von "DOA" nicht viel erwartet, war dann am Ende äußerst positiv überrascht. Natürlich handelt es sich hier um ein reines Spaß-Filmchen, das gänzlich ohne Tiefgang und Logik auskommt. Die Story ist vollkommen hanebüchen und absolut trashig, es geht halt mal wieder um einen Wahnsinnigen (in diesem Fall Julia Roberts' großer Bruder Eric) der mit einer hirnrissigen und absurden Methode.. äh, die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Oder zumindest so ähnlich. Ich persönlich finde es erfrischend, dass man erst gar nicht versucht hat das luftig-leichte Konzept des Films in ein störend-ernstzunehmendes Handlungs-Korsett zu zwängen. Wozu auch, es geht "DOA" schließlich vorwiegend um toll choreographierte Actioneinlagen und DIE sind nicht nur in ausreichender Zahl vorhanden (oft wird in solchen Filmen viel zu wenig gekämpft), sondern auch sehr stylish inszeniert und Gott sei Dank meistens NICHT zu hektisch geschnitten. Ausnahmen bestätigen die Regel, doch man ist heutzutage weit schlimmeres gewohnt. Dank der vielen Fights legt "Dead or Alive" eine ziemliche Rasanz an den Tag, dank der herrlich-bekloppten Charaktere und Dialoge bleibt auch in den Ruhephasen der Spaß immer erhalten. Und die knallbunten, passenden Locations tun ihr übriges für ein sehr stimmiges Gesamtbild.

Nun mag manch einer "DOA" vorschnell als spätpubertäre Fleischbeschau verurteilen, was auch irgendwo nachvollziehbar ist. Klar wird der Fokus hier ausschließlich auf die Mädels gerichtet, sicher treten diese fast immer in knappen Outfits an, logisch dass es auch mal Kamerafahrten ganz dicht an eng sitzenden Höschen vorbei gibt und selbstverständlich darf auch das sinnfreie "Extreme Beachvolleyball" in der Verfilmung nicht fehlen - doch who cares? MICH und meine Wertung dürften die Ladies wohl kaum beeinflusst haben, darauf könnt Ihr Gift nehmen. Hmm, nicht auszudenken in welche Spaß-Regionen der Film hätte vordringen können wenn knackige Boys die Hauptrollen besetzt hätten... *hüstel*..

Ach ja, schauspielerisch darf man natürlich nicht zu viel erwarten, doch das ist eigentlich klar wenn man schon den Namen Eric Roberts hört. *g* Die eher unbekannten Damen passen allerdings wirklich gut in ihre Rollen und die Männer sind sowieso fast nur Statisten. Erwähnenswert ist noch dass Wrestler Kevin Nash eine Rolle übernommen hat, passenderweise als Tina Armstrongs Vater Bass. Vom Look her ähnelt er hier Hulk Hogan, oder? ^^

Na jedenfalls gebe ich zu, "DOA" ist Trash pur und eigentlich nix weiter als eine unterhaltsame Klopperei vor exotischer Kulisse. Aber wisst Ihr was? Diesbezüglich macht Regisseur Corey Yuen (beinahe) alles richtig und liefert damit neben "Silent Hill" wohl eine der besten Videospielverfilmungen seit langer Zeit ab! Vielleicht hätte man die exzellenten Kämpfe hier und da noch etwas weniger hektisch schneiden können und vielleicht hätte man einer höheren Altersfreigabe zum Trotz etwas Blut und mehr Härte reinbringen können - doch unter'm Strich sind das Kleinigkeiten die dem unheimlich spaßigen Film keinen Abbruch tun.

Fazit:
"DOA" ist kurzweilige Popcorn-Unterhaltung in Reinkultur. Wem das Spiel zum Film nichts sagt oder wer auf gepflegte Kloppereien lieber verzichtet kann getrost einen weiten Bogen um diesen Film machen, alle anderen werden gut bedient. Tadellos choreographierte und mehr als ansehnliche Fights gibt es haufenweise zu bestaunen, die Rahmenhandlung ist zwar objektiv betrachtet grottig, wird aber durch herrlich trashige Charaktere und eine angenehm augenzwinkernde Inszenierung locker wett gemacht. Das temporeiche Konzept von "Dead or Alive" geht auf - was man nicht zuletzt daran merkt dass Mäckes sich direkt am nächsten Tag eine XBox 360 samt "DoA IV" gekauft hat! Offensichtlich hat der Film also seine Spuren hinterlassen.


P.S. Besagtes "Dead or Alive IV" bekam übrigens in Maniac und Gamepro 88 bzw. 89% Spielspaß - ein Top-Prügler also!
5.11.06 18:37
 


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